My completely private challenge!

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“Jahresplanung 2.0″ oder “Supermario72 goes Marathon”

So – wir haben mittlerweile Mitte Mai und ich noch kein einziges Wettkampfergebnis in diesem Jahr vorzuweisen. Vieles war bis dato geplant, ließ sich aber aufgrund des langen erkältungsbedingten Ausfalls nicht realisieren. Schade – aber nicht mehr zu ändern.

Seit gut 6 Wochen bin ich nun wieder im regelmäßigen Training und es geht auch allmählich bergauf. Die Grundlagenausdauer war relativ schnell wieder da, jedoch fehlt es noch ziemlich an der Grundschnelligkeit sowie der Tempoausdauer. Diese geht einem in der Tat bei Ausbleiben von entsprechenden Trainingseinheiten recht zügig verloren und ist gleichermaßen langwierig wieder aufzubauen. Aber ich arbeite daran! ;-)

Insofern habe ich mir in den letzten Wochen auch immer wieder Gedanken darüber gemacht, was ich nun mit dem restlichen Laufjahr noch so anfangen könnte. Ursprünglich hatte ich mir für dieses Jahr vorgenommen, mich verstärkt auf die Halbmarathondistanz zu konzentrieren, um spätestens im Herbst sicher und kontrolliert die 21,1km unter 1:30h zu laufen. Wenn dabei irgendwann auch noch eine neue 10km-Bestzeit heraus springen sollte, wäre das sozusagen das „i-Tüpfelchen“.

In der Umsetzung dieses Ziels bin ich nun schon mehrmals im Training über die eigentliche Wettkampfdistanz hinaus gelaufen und konnte so auch einige, teilweise zudem recht flotte, Trainingsläufe bis zu 25km einfahren. Hin und wieder kam mir dabei sogar der Gedanke, ob es nicht doch langsam mal an der Zeit wäre, den ersten Marathon ins Visier zu nehmen. Aber irgendwie mochte ich noch nicht so recht daran glauben, dass ich die damit einhergehende umfangreichere Vorbereitung tatsächlich zeitlich geregelt bekomme. Andererseits ist ja nicht jeder ambitionierte „Hobbymarathoni“ Halbtagskraft, Single und kinderlos – soll heißen, auch andere berufstätige „Laufpapas“ kriegen das hin.

Und so verfestigte sich in den letzten Tagen immer mehr die Absicht, es jetzt vielleicht doch zu versuchen. Um mal einen allerersten ganz kleinen Vorgeschmack darauf zu bekommen, wie es denn so sein könnte, wenn man so lange läuft, habe ich mich in der letzten Woche aufgemacht zu einem 30km-Dauerlauf. Mein erster überhaupt! Eigentlich war die Woche als Ruhewoche geplant und bis dahin auch entsprechend verlaufen, aber am Freitagnachmittag, bei bestem Laufwetter, dachte ich mir, komm’ schon, so ein langer Lauf mit moderatem Tempo kann doch nicht verkehrt sein. Also lief ich von uns zu Hause in Köln-Stammheim immer schön am Rheinufer entlang, durch den Rheinpark, über die Deutzer Brücke, durch den Rheinauhafen weiter bis nach Köln-Rodenkirchen. Kurz nach der 15km-Marke drehte ich einfach um und lief die ganze Strecke genauso wieder retour. Bei KM20 hielt einmal kurz für eine Pullerpause an und wechselte noch schnell die MP3-Playlist. Dann ging es weiter. Allerdings verspürte ich nach dieser kurzen Pause eine leichte Muskelverhärtung im linken hinteren Oberschenkel, die sich auch bis zum Ende der 30km nicht mehr „weglaufen“ ließ. Auch jetzt habe ich ab und an unter Belastung noch in leichtes Verspannungsziehen an der Stelle. Hier muss ich wohl in den nächsten Tagen verstärkt mit der Blackroll ran. Aber ansonsten war der Lauf wirklich gut. Ab KM25 wurde es zwar erwartungsgemäß allmählich härter, denn länger war ich ja bislang noch nie gelaufen. Aber es war trotzdem gut auszuhalten. So richtig fertig war ich erst, als ich dann wieder zu Hause war. Nun merkte ich schon, was 30km im Moment noch für mich bedeuten. Zumal ich diese mit einem Schnitt von 5:05’/km fürs allererste Mal sehr zügig gelaufen war. Ich kann nur erahnen, wie sich das Ganze dann erst bei KM35, 37 und darüber anfühlen wird. Wahrscheinlich freut sich der berühmt berüchtigte „Mann mit dem Hammer“ schon auf ein neues „Greenhorn“! ;-) Aber gut – alles eine Frage des regelmäßigen Angewöhnens an solche Distanzen.

Und somit ist es nun „amtlich“: 42,2km – MARATHON – der erste in meinem Leben – 2013! Ich will es versuchen. Jünger werde ich nicht. Und meine ganz private Freizeit wird auch in den nächsten Jahren nicht wesentlich mehr werden, denke ich. Also getreu dem Motto: „Wenn nicht jetzt, wann dann!?“.

Aber eines ist auch klar, wenn ich an die Startlinie eines Marathonlaufes trete, dann mit festen Absichten und Zielen. Einfach nur so durchkommen ist nicht mein Ding. Insofern werde ich auch nur antreten, wenn ich mir am Ende einer guten Vorbereitung wenigstens zu 50% Prozent sicher bin, das Ding richtig zu ziehen.

Bleibt nur noch die Frage offen – WO? Aber eigentlich ja auch wieder nicht – denn wo sonst, als in Kölle? Als mittlerweile 15jähriger Exilkölner gibt es für mich natürlich auch schon so ein bisschen was, wie Kölschen Nationalstolz. ;-) Und so steht auch gleichermaßen der Termin fest – 13.10.2013. Köln-Marathon. In diesem Jahr wieder mit Ziel mitten im Herzen der Stadt, unmittelbar neben dem Dom! Na wenn das kein Ansporn ist!

Was meine Vorbereitung angeht, ist nun alles auf dieses Jahresevent ausgerichtet. Momentan bereite ich mich auf den EVL-Halbmarathon am 09.06.2013 in Leverkusen vor. Hier wollte ich immer schon mal mitlaufen. Und wie es der Zufall will, hat unser Nachbar für dieses Jahr einen Freistart über die 10km-Distanz gewonnen, kann aber leider aus terminlichen Gründen nicht antreten. So hat er netter Weise an mich gedacht. Vielen Dank dafür nochmals, Dirk! Für ganz kleines Geld konnte ich diesen Freistart auf die HM-Distanz upgraden. Super. Mal schauen, was dann schon geht. Angepeilt ist eine Zeit unter 1:35h. Wir werden sehen.

Danach gibt es eine kurze Regenerationsphase und dann geht es in die direkte Marathonvorbereitung. Diese beinhaltet noch drei Wettkämpfe – Anfang Juli den 10km-Rheinbogenlauf in Köln-Weiss, Ende August den Halbmarathon um die Sengbachtalsperre und als letzten Formtest natürlich den Halbmarathon um den Fühlinger See Ende September. Alle als reine Vorbereitungswettkämpfe definiert und somit auch immer aus dem vollen Training heraus. Neue Bestzeiten über 10km bzw. 21,1km sind somit für dieses Jahr nicht mehr explizit anvisiert, würden mich aber natürlich trotzdem freuen. ;-)

Sollte ich irgendwann im Laufe der Vorbereitung merken, dass sich das Ziel Marathon nicht in der Art und Weise realisieren lässt, wie ich es mir vorstelle, lasse ich mir Option offen, am 13.10.2013 doch wieder „nur“ über die Halbmarathondistanz an den Start zu gehen. Das soll nicht heißen, dass ich nicht wirklich daran glaube, aber ich bin realistisch genug, zu wissen, dass vieles in so einer Vorbereitung passieren kann, was einen wieder zurück wirft. Insofern gibt es auch einen „Plan B“.

Bleibt also zu hoffen, dass die nächsten Wochen und Monate gut verlaufen, ich gesund bleibe und ordentlich angreifen kann. Ich freu mich drauf!

Test: Laufen nach Infekt ;-)

So – nachdem ich ja in den letzten Wochen zwei verschiedene Proteinpülverchen testen durfte, habe ich nun mal etwas anderes getestet. Das Laufen. Oder besser – das Laufen nach Grippe.

Hier mein Bericht dazu. Vorab jedoch noch eine Anmerkung: Bitte nicht nachmachen!

Jedes Jahr das Gleiche! Oder besser noch –der gleiche „Käse“!

Im dritten Jahr nun schon, seit meinem Wiedereinstieg ins ambitionierte Laufen, gelingt mir kein ursprünglich geplanter Saisonstart. Immer wieder eine Sache, die mich um einige Wochen zurückwirft und erste geplante Wettkampftermine platzen lässt. War es 2011 ein Spaltbruch im rechten Radiusköpfchen, 2012 eine langwierige Wadenverhärtung, so sind des diesmal eine Magen-/Darmverstimmung über Karneval, und ganz aktuell die Grippe bzw. deren „Nachwehen“, die mich nicht so recht in Tritt kommen lassen.

Die Zeit über Weihnachten und Neujahr sowie die ersten Wochen in diesem Jahr konnte ich glücklicherweise sehr gut trainieren. Die abendliche Dunkelheit und die Kälte waren zwar oft ein Schuss ganz besondere Motivation wert, aber konnten mich letztendlich nie daran hindern, mein Programm zu absolvieren. Tempo- und Intervallläufe auf teilweise vereisten Wegen, Laufen durch Schnee, Laufen bei starkem Regen – alles gut überstanden. Auch die langen Läufe an den Wochenenden gingen mehr und mehr besser. Alles prima soweit!

Doch dann der erste kleine Dämpfer mit der Magen-/Darmgeschichte über die Karnevalstage, welche allerdings in keinster Weise irgendetwas mit dem Karnevalfeiern an sich zu tun hatte. Das ging in diesem Jahr, bis auf zwei Mal Zuschauen mit den Kids bei Kölner Veedelszügen, an mir vorüber. Trotzdem holte ich mir irgendwo ein paar Viren, Bakterien oder weiß der Geier was ab, was Magen und Darm überhaupt nicht bekamen. Zum Glück konnte ich das Ganze noch recht gut mit nur einer Woche Sportpause abfangen, und auch der folgende Wiedereinstieg ins regelmäßige Lauftraining klappte sehr gut. Insofern war ich auch direkt wieder im Plan und die Trainingsleistungen gaben doch wieder Hoffnung auf einen guten Saisonstart. Dieser war für den 03.03.2013 beim 3. Lauf der Köln-Porzer Winterlaufserie geplant. Hier wollte ich über die Halbmarathondistanz an den Start gehen. ABER …. eeeeck – leider falsch gedacht!

Gut eineinhalb Wochen vorher fing ich mir dann auch die „Deutschland-Grippe“ ein, welche mich im späteren Verlauf doch richtig heftig erwischte. Somit war der Wettkampf natürlich nicht möglich und auch an Training war wieder für gut 2 Wochen nicht zu denken. Trotzdem konnte ich mittels einem 3-Tages-Antibiotika und Vitaminpräparaten die Auswirkungen noch halbwegs erträglich gestalten.

Und so fühlte ich mich Mitte letzter Woche wieder allgemein richtig fit und vor allem auch fit genug, um zum ersten Mal wieder die Laufschuhe zu schnüren. Ein lockerer 10km-Lauf am Mittwochabend, der sich schon recht gut anfühlte. Alles noch etwas „unrund“, aber mit Tendenz zu einem guten Wiedereinstieg. Prima! Donnerstagabend dann eine kleine Kraft-/Stabi-/Dehneinheit, um die Nachwirkungen des Laufs etwas zu relativieren. Auch hier alles gut.

Freitagmittag dann Bombenwetter! Laufen war grundsätzlich eingeplant, aber noch nicht konkretisiert. Spontane Entscheidung, je nach Gefühl. Doch als ich dann gegen 13.00 Uhr bei strahlendem Sonnenschein und milden 18°C in Laufkleidung bei uns am Rheinufer stehe und darauf warte, dass der Forerunner einen Satelliten findet, war mir relativ schnell nach einem schönen lockeren Lauf über meine 15km-Hausrunde zumute. Und wenn es gut läuft, das Ganze noch abschließend gekrönt mit 5 Steigerungen. Also los!

Am rechten Rheinufer entlang in Richtung Deutz, durch den Rheinpark, über die Deutzer Brücke, am linken Rheinufer durch die Kölner Altstadt wieder zurück in Richtung Mülheim, über die Mülheimer Brücke und dann am Rheinufer bis nach Hause in Köln-Stammheim. Und es lief gut! Eigentlich schon viel zu gut! Bereits nach einigen hundert Metern laufe ich im 5er-Schnitt. Normalerweise ist das keine große Sache mehr, aber zum jetzigen Zeitpunkt, nach dem gerade überstandenen Infekt, hätte ich (noch) nicht damit gerechnet. Zumal es sich eigentlich auch gar nicht so flott anfühlte. Ich fühlte mich „angenehm gefordert“, wie es in manchen Trainingsplänen immer so schön heißt. Aber immer, wenn ich auf die Uhr schaute, zeigte diese mir einen Schnitt von um die 5:00min/km oder sogar darunter an. Der Kopf sagte – ob das wohl gut geht – das ist noch zu früh. Das Herz hingegen – ach komm schon, ist doch alles prima – die Beine wollen mal wieder Auslauf. Genieß es doch einfach! Und da Laufen ja nicht immer nur Kopfsache sein sollte, sondern vielmehr auch eine Herzensangelegenheit, ließ ich es laufen. ;-)

Und es ging weiter gut voran. Selbst den für Kölner Verhältnisse ja schon „ordentlichen Anstieg“ über die Deutzer Brücke bin ich quasi hinauf „geflogen“. Dann weiter am Altstadtufer entlang. Mittlerweile hatte ich gut 8km auf der Uhr. Nun kamen mir allerdings ernsthafte Zweifel, ob meine Entscheidung wirklich so gut war. Ich versuchte nun doch allmählich vernünftig zu werden und wollte Tempo rausnehmen. Aber irgendwie fiel mir das bewusste „langsam laufen“ schwerer, als das unbewusst flott gelaufene Tempo.

Doch dann passierte, was eigentlich längst überfällig war. „Der Mann mit dem Hammer“! Okay – ganz so dramatisch war es nicht, aber nach gut 10km merkte ich nun doch, dass ich heute eigentlich schon wieder viel zu schnell gelaufen war. Die Beine wurden spürbar schwächer. Kurz bevor ich 12km voll hatte, musste ich sogar eine Gehpause einlegen. Nun hätte ich mich am liebsten in den Allerwertesten getreten. Wie dumm und töricht, sich gleich wieder auf die 15km-Strecke zu begeben. Na gut – aber die letzten 3km mussten nun irgendwie auch noch gehen. Also nach der kleinen Pause wieder los. Etwas gemäßigter im Tempo über die Mülheimer Brücke und dann wieder entlang des Rheinufers nach Stammheim. Aber wenn man(n) schon blöd ist, dann doch bitte auch richtig, oder!? ;-)

Mittlerweile fühlte ich mich wieder etwas besser und konnte die 15km dann doch recht flüssig vollmachen. Okay – aber da war doch noch was mit Steigerungen zum krönenden Abschluss und so? Also setzen wir doch der heutigen Doofheit einfach noch die Krone auf. Und so programmiere ich schnell ein 5x100m Intervalltraining mit je 100m Trabpause in den Forerunner ein, laufe kurz wieder für ein paar hundert Meter locker an und ab geht die Post. Naja – nicht wirklich – denn 100m im 4:15er-Schnitt sind nicht wirklich Steigerungsläufe. Aber mehr ging nicht. Ich war platt wie eine Flunder! Trotzdem – die 5 Dinger wurden noch runtergerissen und dann hatte ich fertig bzw. war ich fertig – fix und fertig! Wie auf Eiern schlich ich schnell nach Hause. Duschen, Eiweißshake, Vitamine und erst mal ausruhen. Ein Punkt stand allerdings noch auf der Tagesordnung – Kinder vom Kindergarten abholen. Entfernung von Hause ca. 600m. Auto? Nee – nicht wirklich für 600m, oder? Zu Fuß – um Gottes Willen – heute nicht mehr! Was bleibt? Fahrrad – na klar! Zumal die Kids ja auch mit ihren Rädern vor Ort waren. Also drauf auf den Drahtesel und ab. Damit war’s dann aber auch wirklich genug für diesen Tag.

Wie sollte es nun weitergehen. Eigentlich war für Samstag noch ein Lauf geplant. Doch den hatte ich gedanklich schon während meinem 15er-Turn angehakt. Also Samstag und Sonntag kein Sport und erst heute Abend wieder auf die Piste. Tja – denkst’e!

Samstag (noch) alles prima. Gestern Morgen jedoch total verschleimter Hals und die Nase leicht am Laufen! Hallo Infekt – Du bist ja noch da! Oh Mann, ey! Gut – im Tagesverlauf stellte sich das Ganze dann als doch nicht ganz so wild heraus, aber leicht „angeknockt“ bin ich trotzdem noch oder wieder oder wieder noch. Also – Kommando wieder komplett zurück und die nächste Woche selbstverordnetes Laufverbot! Quasi –„Vernunft – Die Zweite“. ;-) Ein wirklich ganz lockerer 10er ohne alles, wäre am Freitag wohl das bessere Rezept gewesen. Nun gut –auch mit 40 kann man(n) noch aus Fehlern lernen! Das blöde daran ist nur, dass man(n) diesen Fehler schon x-mal gemacht hat …. . Einziger kleiner Trost – damit bin ich nur einer von vielen! ;-)

Also – vorerst mal wieder nix. Wettkampfplanung entsprechend korrigiert – Einstieg für 21.04.2013 vorgesehen – 21,1km beim Köln-Porzer Frühlingslauf. In diesem Sinne – bleibt gesund! Und solltet Ihr krank sein, kuriert Euch richtig aus!

Übrigens – anderen schlaue Ratschläge geben macht Spaß, und läßt die eigene Dummheit gleich viel kleiner erscheinen! ;-)

Test: MYPROTEIN RECOVERY XS

Gegen Ende letzten Jahres wieder eine E-Mail in meinem Postfach. Eine Anfrage einer PR-Agentur, ob ich im Rahmen meiner sportlichen Aktivitäten und als Blogger nicht Lust hätte, für MYPROTEIN.com ein Produkt zu testen. Nun gut – wir Ihr ja wisst – bin ich solchen Anfragen gegenüber grundsätzlich nicht abgeneigt, sofern sie mir seriös und fachlich fundiert erscheinen. Dies war hier der Fall – also auf ein Neues.

Ich stöberte kurz das Produktportfolio auf der sehr gut aufgemachten Website von MYPROTEIN.com durch und entschied wiederum für ein Protein-/Kohlenhydratgemisch, welches, insbesondere bei Ausdauersportarten, die Regeneration nach dem Training bzw. Wettkampf verbessern soll. Ein vergleichbares Produkt, allerdings von einem anderen Hersteller, hatte ich ja auch schon vor nicht allzu langer Zeit getestet und den entsprechenden Bericht dazu hier in meinem Blog veröffentlicht. Somit hatte ich nun eine gute 1:1-Situation.

Kurze Zeit später brachte mich der DHL-Bote mein Pülverchen nach Hause. RECOVERY XS, Geschmacksrichtung „Cremige Schokolade“. Ein 1,8kg-Beutel mit einer recht unspektakulären, völlig neutralen Verpackung. Grundsätzlich nicht weiter tragisch, allerdings wären ein paar aufgedruckte weiterführenden Hinweise zur Zusammensetzung, insbesondere dem Aminosäurenprofil, und zum Gebrauch doch recht interessant und hilfreich. So etwas interessiert uns Sportler doch! Und – mal ganz ehrlich – groß genug ist die Verpackung ja. ;-) Nun gut – aber, wie so oft im Leben, kommt es ja auf die inneren Werte an.

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Wie schon beim letzten Test, möchte ich auch diesmal folgende Bewertungskriterien etwas konkreter unter die Lupe nehmen:

- Preis-/Leistungsverhältnis (Euro/kg)
- Zutaten
- Löslichkeit des Pulvers
- Geschmack
- Verträglichkeit

Also – fangen wir an.

Preis-/Leistungsverhältnis:

Die kleinste angebotene Bezugsmenge ist der 1,8kg-Beutel, welchen ich auch zum Testen erhielt. Dieser kostet 31,99 Euro. Somit lässt sich ein kg-Preis von 17,77 Euro errechnen. Im Verhältnis zu vergleichbaren Produkten anderer Hersteller ist dies wirklich ein absolutes Schnäppchen! Zumal man hierfür wirklich ein Top-Produkt erhält. Aber ich möchte nicht vorgreifen. Dazu gleich mehr. Es gibt auch noch einen 5kg-Beutel zu kaufen, welcher mit 77,39 Euro zu Buche schlägt. Hier errechnet sich wiederum ein kg-Preis von 15,48 Euro! Supergünstig – mehr kann man dazu einfach nicht anmerken. Wirklich ein Knaller-Preis!

Laut Herstellerempfehlung sind für eine Portion 90g des Pulvers zu verwenden. Das heißt, mit einem 1,8kg-Beutel komme ich gute 20 Anwendungen hin, was bei mir, sofern nach jedem Training angewandt, einen Monat bedeutet. Das Ganze für 31,99 Euro – damit kann ich gut leben.

Der 5kg-Beutel reicht für 55 Anwendungen, und würde mir somit fast 3 Monate zur Verfügung stehen. Umgerechnet ergäbe sich so ein monatlicher Kostenfaktor von rund 25,00 Euro. Top!

Zutaten:

Gemäß den Angaben auf myprotein.com enthält das Produkt folgende Inhaltsstoffe:

Wachsmaisstärke, Proteinisolat aus Molke*, Kakaopulver (nur Schokolade), L-Leucin, Glutamin, Creapure® (Kreatinmonohydrat), Aromastoffe (nur aromatisierte Sorten), Farbstoff (Betenrot [nur Erdbeere]), Vitamin C (Ascorbinsäure), Elektrolytmischung (Natriumchlorid, Kaliumsulfat, Dicalciumphosphat und Magnesiumoxid), Süßstoff (Sucralose® [nur aromatisierte Sorten]), Emulgator (Sojalecithin). *Aus Milch.

Alles Dinge – die eine gute und schnelle(re) Regeneration ermöglichen. Wachsmaisstärke als schnell verfügbares Kohlehydrat. Molkeproteinisolat dient der zügigen Bereitstellung von Protein nach körperlicher Belastung. Dazu Aminosäuren, Kreatin, Vitamin C und diverse Elektrolyte als weitere Unterstützung der Regeneration. Ich möchte an dieser Stelle nicht näher auf die Wirkung bzw. den regenerativen Nutzen der einzelnen Bestandteile eingehen. Das lässt sich im Internet gut und schnell selbst recherchieren. Nur soviel – aus meiner Sicht enthält das Produkt eine wirklich sehr gute Mischung regenerativer Stoffe, um schnell wieder leistungsfähig zu sein.

Das Verhältnis von Kohlenhydraten zu Protein beträgt hierbei ziemlich genau 2:1, insofern ist der Proteinanteil um einiges höher, oder anders herum, der Kohlenhydratanteil etwas geringer als bei den meisten vergleichbaren Produkten. Ob das nun besser oder schlechter ist, überlasse ich mal jedem selbst. Ich persönlich bin der Meinung, dass nach einem harten Training auch genügend Eiweiß – also Protein – aufgenommen werden sollte, um dem „geschundenen Muskel“ sein „Pflegemittel No. 1“ zu geben. Insofern habe ich mir meine Regenerationsdrinks meist sogar mit einem KH-/E-Verhältnis von 1:1 selbst hergestellt. Aber hier hat wohl jeder so sein eigenes „Patentrezept“ und manchmal reicht schon allein der Glaube daran, um eine positive Wirkung zu spüren. ;-)

Löslichkeit des Pulvers:

Ich mache es ganz kurz – einfach super! Ob in Wasser, Milch, Buttermilch, ob angewärmt oder kalt – ich habe alles ausprobiert und kam immer zu dem gleichen Ergebnis – sehr gute Löslichkeit. Dazu muss man auch gar nicht viel shaken. Nein – nur kurz mal ein paar Schüttler und fertig. So sollte das sein!

Geschmack:

Ich hatte mir ja die Version „Cremige Schokolade“ bestellt. Und was soll ich schreiben – der Name verspricht absolut nicht zu viel. Einfach nur saulecker! Insbesondere mit Vollmilch – also 3,5% Fett – ergibt sich ein herrlich cremiger Shake. Wärmt man die Milch dazu vorher noch kurz in der Mikrowelle an und gibt einen Esslöffel Walnussöl dazu – einfach genial! Mein absoluter Top-Recovery-Drink!

Verträglichkeit:

Absolut problemlos.

Fazit:

Wie eingangs schon angedeutet – wirklich ein Spitzen-Produkt. Da gibt es für mich nix auszusetzen. Hier stimmt meines Erachtens alles, was man von solch einem Produkt erwartet. Und ich kann Euch versichern – es macht auch richtig satt. In der o.g. Variante – mit Vollmilch – kann man es quasi schon als vollwertigen Mahlzeitenersatz hernehmen. Insofern darf man natürlich über all den leckeren Shakes das Trainieren nicht vergessen! ;-) Nein – aber im Ernst – man sollte schon bewusst mit dem Pülverchen umgehen und sich überlegen, wann man es einsetzen möchte. Insbesondere dann, wenn man vorerst mal mittels Sport sein Gewicht reduzieren will. Dann würde ich es z. B. nach einem abendlichen Dauerlauf eher gegen ein reines Proteinprodukt ersetzen. Für mich kam das RECOVERY XS meist an den Wochenenden zum Einsatz, wenn ich bereits um die Mittagszeit trainiere und es im direkten Anschluss weiter im „familiären Tagesablauf“ geht. Da ist man(n) bzw. Papa für jede regenerative Unterstützung dankbar! ;-)

Trotzdem lässt sich eine direkte Wirkung meines Erachtens immer nur sehr subjektiv beurteilen. Ich persönlich würde sagen, man merkt es schon. Insgesamt fühlte ich mich immer vorerst mal gut gesättigt und zudem auch immer wieder relativ schnell erholt. Klar – es nicht so, als wenn Asterix den Zaubertrank bekommt. Aber trotzdem bin ich der Meinung, dass sich mit dem RECOVERY XS die sportliche Regeneration optimieren lässt.

Also – lange Rede, kurzer Sinn – probiert es aus – ich kann es nur empfehlen!

Bleibt mir abschließend nur noch, Danke zu sagen, zum einen an Andrea, für den sehr netten und unkomplizierten Kontakt, und natürlich an MYPROTEIN.com selbst, für diese kostenlose Testmöglichkeit. Jederzeit wieder.

Test: Maxinutrition RECOVERMAX

Vor einiger Zeit erhielt ich eine Nachricht von Maxinutrition, ob ich nicht Lust hätte, ein bis zwei Produkte zu testen. Wenn ja, dann solle ich mir doch einfach was aus der Produktpalette von Maxinutrition aussuchen. Der Test verläuft natürlich kostenlos und völlig unverbindlich, lediglich über einen entsprechenden Artikel auf meinem Blog würde man sich freuen. Nettes Angebot – da bin ich doch dabei!

Also schaue ich mich mal ein wenig bei Maxinutrition um und entscheide mich letztendlich für das RECOVERMAX. Ein Produkt, welches in erster Linie zur Unterstützung der Regeneration bei Ausdauersportarten gedacht ist. Für mich als ambitionierter Läufer also genau das Richtige.

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Das Ganze ist kein „Neuland“ für mich, da ich schon seit geraumer Zeit regelmäßig derartige Pülverchen konsumiere. Ich nutze diese Art der Nahrungsergänzung, weil ich oft aus Zeitgründen nicht immer nach einer harten Trainingseinheit etwas Ordentliches zu Essen zu mir nehmen kann. Und sich vorher so richtig den Bauch vollzuschlagen, macht natürlich hinsichtlich der darauf folgenden intensiven Belastung auch keinen Sinn.

Meist schnüre ich erst gegen 20.00 Uhr meine Laufschuhe, um mich z.B. noch für 15 – 20km Dauerlauf auf den Weg zu machen oder auch ein 15x400m-Intervalltraining abzuspulen. Wenn ich dann nach gut 90min wieder zu Hause ankomme, bleibt nicht mehr viel Zeit bis ich gern im Bett liegen möchte. Denn die allerbeste Regeneration ist und bleibt ganz einfach Schlaf! Also schnell unter die Dusche, Schlafsachen an und noch ein Viertelstündchen ab aufs Sofa. Doch vorher wird noch schnell ein leckerer Recover-Shake gemixt, damit der Körper in der Nacht die gesetzten Trainingsreize auch gut verarbeiten kann. Früher – da habe ich mir einfach, wie Rocky, ein paar rohe Eier in ein Glas gekloppt, bisschen Salz und Pfeffer drauf, und runter damit. ;-) Aber ganz so wild sind die Zeiten heute dann doch nicht mehr.

Also mal schauen, was Maxinutrition so kann. Wobei ich noch darauf hinweisen möchte, dass es sich bei den nachfolgenden Zeilen um meine ganz persönlichen Erfahrungen und Eindrücke handelt. Ich bin weder Ernährungswissenschaftler noch Ernährungsberater oder dergleichen, sondern einfach nur ein Sportler mit (hoffentlich ;-) ) gesundem Menschenverstand.

Folgende Dinge sind mir bei Proteinpulvern wichtig:

- Preis-/Leistungsverhältnis (Euro/kg)
- Zutaten
- Löslichkeit des Pulvers
- Geschmack
- Verträglichkeit

In dieser Reihenfolge möchte ich nun auch das Maxinutrition RECOVERMAX bewerten.

Preis-/Leistungsverhältnis:

Maxinutrition RECOVERMAX ist in einer 700g-Dose zum Preis von 24,95 Euro erhältlich. Rechnet man dies nun auf 1000g noch, so beträgt der 1kg-Preis stolze 35,64 Euro! Das ist für meine Begriffe, und gemessen an den Preisen vergleichbarer Produkte, schon recht teuer, und würde mich von einem dauerhaften Konsum abhalten. Wenn man dann noch überlegt, dass man laut Verbrauchsempfehlung pro Shake 75g Pulver verwenden soll, reiche ich mit einer Dose gerade mal für gut 9 Shakes. Momentan trainiere ich zwischen 4-6 Einheiten die Woche, was bedeuten würde, dass ich, bei regelmäßiger Anwendung, mindestens 2 Dosen (eher sogar 3) im Monat bräuchte. Maxinutrition gewährt bei Abnahme von 2 Dosen zwar bereits einen Rabatt (2 Dosen kosten 42,00 Euro), trotzdem würde mich die v.g. Menge im Monat ca. 65,00 Euro kosten. Für mich zu teuer!

Zutaten:

Bei den Zutaten kann man grundsätzlich nicht meckern. Das Pulver enthält meines Erachtens alles, was ein gutes Recover-Produkt für Ausdauersportler enthalten sollte. Das Verhältnis von Kohlenhydraten zu Protein (Whey-Protein) beträgt in etwa 3:1, so wie es für solche Produkte üblich ist. Durch den Sport verbrauchte Elektrolyte (Magnesium, Calcium, Natrium, Kalium, Phosphat) werden ebenfalls „nachgefüllt“. Zu dem ist auch noch L-Carnitin enthalten, wobei es hierzu nach wie vor keinen wissenschaftlich fundierten Wirkungsnachweis gibt. Ähnliche Produkte anderer Hersteller enthalten manchmal noch bestimmte Vitaminzusätze. Das ist hier nicht der Fall. Würde mich persönlich jetzt aber nicht stören, da ich diese anderweitig konsumiere. Insofern ist alles in RECOVERMAX drin, was der Körper nach dem Training an Nährstoffen zum regenerieren braucht.

Löslichkeit des Pulvers:

Laut Herstellerangabe ist das Produkt mit kaltem Wasser zu mixen. Gut, wenn man sich daran hält! Denn mit Milch gemixt, fängt das Pulver doch ziemlich an zu flocken. Sehr schade! In Wasser ist die Löslichkeit allerdings sehr gut! Da gibt es nix dran auszusetzen. Ich persönlich bevorzuge derartige Shakes aber lieber auf Milchbasis. Und gerade jetzt, in den kälteren Tagen, auch mit warmer Milch. Herrlich! Nach einem harten Abendtraining an der kalten Winterluft, dann eine warme Dusche und einen schönen warmen Shake (vorzugsweise Schoko-Geschmack) – einfach genial! Insofern werden das RECOVERMAX und ich wohl keine dauerhaften Freunde. Für mich wäre es allerhöchstens eine „Sommerlösung“, wenn es dann auch mal etwas Kühles und Spritziges nach dem Laufen sein soll.

Geschmack:

Womit wir dann auch schon beim vorletzten Kriterium wären – dem Geschmack. Das RECOVERMAX wird leider nur in einer Geschmacksrichtung – Orange – angeboten. Das ist natürlich sehr dürftig! Ich meine, nicht jeder steht zwangsläufig auf Orangengeschmack und vor allem, wenn man das Produkt langfristig verwenden möchte, möchte man ja vielleicht auch mal die Geschmacksrichtung wechseln. Hier sollte es doch möglich sein, auch noch ein bisschen mehr Flexibilität reinzubringen! Zumal das fertige Produkt mir persönlich dann auch zu „künstlich“ geschmeckt hat.

Verträglichkeit:

Hier gab es keine Probleme – alles okay.

Fazit:

Meins ist es nicht.

Grundsätzlich ist das Produkt nicht schlecht. Die Zutaten sind zweckentsprechend angelegt. Die Löslichkeit in Wasser – so, wie empfohlen – ist sehr gut. Der Geschmack ist in Ordnung, wobei mir etwas zu künstlich und unnatürlich. Die Verträglichkeit geht auch absolut in Ordnung.

Aber mir persönlich ist das Produkt a) zu teuer und b) zu eingeschränkt in der Art der Zubereitung sowie der Geschmacksrichtung. Insofern kommt ein langfristiger Einsatz für mich nicht in Frage.

Trotzdem möchte ich mich natürlich auf diesem Wege bei Maxinutrition auch noch einmal bedanken dafür, dass ich das Produkt testen durfte.

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