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2011 – Rückblicke und Ausblicke

So – das neue Jahr ist gerade ein paar Tage jung – ein guter Zeitpunkt, um mal einen Blick zurück und einen nach vorn zu werfen. Mein Blog steht ja seit dem Kölner Halbmarathon quasi auf „Stand by“. Nicht, dass ich meine Leidenschaft für das Laufen bzw. den Sport im Allgemeinen verloren hätte – nein, mitnichten – vielmehr habe ich mir ein paar Gedanken gemacht, was ich nach meinem ersten richtigen „Läuferjahr“ weiter plane und wie die Umsetzung dessen aussehen könnte. Aber eins nach dem anderen.

Bevor ich in die Zukunft blicke, möchte ich doch kurz noch einmal das vergangene Jahr 2010 Revue passieren lassen. Wow – was für ein Jahr! Ich kann mit Fug und Recht behaupten – dieses Jahr hatte es echt in sich! Neben vielen kleineren wunderbaren Höhepunkten, gab es in 2010 vier wesentliche Highlights:

• Juni 2010 – Geburt unseres zweiten Kindes Emma Pauline
• August 2010 – mein erster Halbmarathon
• Oktober 2010 – mein zweiter Halbmarathon
• November 2010 – Umzug in unsere neue Wohnung
 
Insgesamt gesehen war 2010 ein gutes und erfolgreiches Jahr für mich ganz persönlich, und natürlich auch für uns, als Familie. Ich muss danke sagen, an meine Frau, die es mit mir nun schon das siebente Jahr „aushält“, mich bei der Ausübung meiner sportlichen Aktivitäten unterstützt und zu Hause „die Burg behütet“. Danke auch an meinen Sohn, der mich bei beiden Halbmarathons lautstark am Streckenrand angefeuert hat. Und danke an mein Töchterchen, die, zwar um vier Wochen zu früh, aber trotzdem gesund und munter das Licht der Welt erblickt hat und sich seit dem so prächtig entwickelt.

2010 – Du hast Spaß gemacht und Freude gebracht!

Wie soll es nun 2011 weitergehen?

Ich könnte nun sofort mit unzähligen geplanten Wettkampfterminen und neuen Trainingsplänen „um mich schmeißen“ und lauthals verkünden, was 2011 alles passieren soll. Aber, um ehrlich zu sein, bin ich mir im Moment nicht so ganz sicher, was ich wirklich will.

Ich muss zugeben, dass es unheimlich Spaß gemacht hat, sich im vergangenen Jahr ganz gezielt auf die zwei Wettkämpfe vorzubereiten und diese dann auch erfolgreich bestreiten zu dürfen. Und eigentlich sollten es ja sogar noch ein paar mehr Wettkämpfe sein, welche ich aber jeweils aus terminlichen oder gesundheitlichen Gründen absagen musste.

Andererseits muss ich aber auch zugeben, dass das Ganze nicht ganz stressfrei von statten ging. Es braucht schon ein gerüttelt Maß an Disziplin, um neben Beruf, Familie und Alltag noch drei bis vier Trainingseinheiten pro Woche plangerecht zu absolvieren. Mal abgesehen davon, dass sich meine Trainingszeiten mittlerweile entweder auf den frühen Morgen oder aber den späten Abend verlagert haben.

Ich habe nach wie vor kein Problem damit, morgens um 5.00 Uhr aufzustehen und die Laufsachen überzustülpen. Genau so wenig, wie abends gegen 20.30 Uhr für eineinhalb Stunden ins Gym zu fahren oder meine Kilometer auf dem Asphalt abzuspulen. Ich muss keinen „Schweinehund“ besiegen, sondern manchmal eher den „Terrier in mir“ an die kurze Leine nehmen. Nur eins ist bei alle dem schon wichtig – es muss Spaß machen!

Und genau das ist der Knackpunkt – der Spaß an der Sache. Der Spaß, die Freude, die Lust …. ! Das ging mir speziell bei der Vorbereitung auf meinen zweiten Halbmarathon im letzten Jahr doch etwas verloren. Zuvor musste ich zwei geplante Läufe absagen und war nun mehr und mehr fast schon zerfressen vom sportlichen Ehrgeiz. Wehe, eine geplante Trainingseinheit schien aus irgendeinem Grund nicht machbar zu werden! Ständig trug ich eine latente Aggressivität mit mir herum, war unausgeglichen, hektisch, reizbar und nervös. Bloß nicht verletzen, bloß nicht krank werden, bloß kein anderer Termin, bloß …. ! Jedes absolvierte Training war wie eine Erlösung und der letztendliche Wettkampf eine regelrechte emotionale Offenbarung!

Ohne Frage – es ist ein riesiges Gefühl, ein gestecktes Ziel zu erreichen, aber trotz allem muss ich mit meinen „körperlichen und geistigen Ressourcen“ vernünftig haushalten. Familie, Beruf, Alltag und Sport – alles muss gleichermaßen bedacht werden. Kurzzeitig können bestimmte Projekte mit Sicherheit auch mal in den Vordergrund gerückt werden, aber auf lange Sicht, möchte ich meine Kräfte in alle Richtungen gleich verteilen. Das ist mir sehr wichtig!

Trotzdem habe ich natürlich weiterhin läuferische Träume und Ziele. Nur lasse ich mir noch offen, ob ich diese in 2011 versuche zu verwirklichen oder einfach in den nächsten Jahren. Im Moment gehe ich regelmäßig ein bis zwei Mal wöchentlich laufen und absolviere ein Ganzkörperkrafttraining. Ich möchte mir vorerst mal eine gute konditionelle und muskuläre Grundlage schaffen. Zurzeit plagt mich allerdings auch schon wieder ein kleines „Zipperlein“ im linken Fuß. Aufgrund einer recht ausgeprägten Supination (Unterpronation) während des Laufens, zeigt der linke Fuß bei längeren Distanzen sehr auffällige Ermüdungs-/Überlastungerscheinungen, welche sich von anfänglichen muskulären Spannungen bis hin zu deutlichen Schmerzen bemerkbar machen. Hier muss ich versuchen, einen optimalen Weg zu finden, dieses Problem langfristig in den Griff zu bekommen.

Je nachdem, wie sich mein Grundlagentraining weiterhin gestaltet, und wie die Gesundheit mitspielt, möchte ich Anfang März in einen konkreten Halbmarathon-Vorbereitungsplan über sechzehn Wochen einsteigen und im Sommer die 21,1 Kilometer in einem Wettkampf unter 1:40 h laufen. Läuft es optimal, würde ich dann noch gern im Herbst beim Köln-Marathon die gesamte Marathonstrecke in Angriff nehmen und dabei nach Möglichkeit gern unter vier Stunden bleiben. Dazu habe ich noch ein paar Testwettkämpfe auf der Agenda.

Das ist die grundsätzliche Planung für 2011, welche jedoch von den erwähnten Begleitumständen abhängig ist. In jedem Fall bleibe ich dem Sport treu, so viel steht fest!

Zum Abschluß meines ersten Blogeintrages 2011 möchte ich allen, die diese Zeilen lesen, ein frohes, gesundes und erfolgreiches Jahr 2011 wünschen.

Mögen die Höhepunkte der Vergangenheit die Tiefpunkte der Zukunft sein!

Euer Supermario