My completely private challenge!

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2014

Ja – 2014 – was für ein Jahr! In laufsportlicher Hinsicht mein absolut bestes Jahr! „Drei auf einen Streich“ – könnte man quasi sagen! Über 5km mit einer 19:06min die sub20 geknackt. Mit 39:50min die sub40 über 10km. Und mit einer 1:29:02h sehr deutlich auch die „1:30h-Schallmauer“ durchbrochen. Hätte mir das einer zu Beginn des Jahres prophezeit, hätte ich ihn wohl für verrückt erklärt. Völlig überzogene Ambitionen!

Natürlich habe ich immer schon davon geträumt, einmal diese Zeiten zu laufen – und als Langzeitziel war dies auch immer gesteckt, aber dass es dann gleich dreimal kurz hintereinander klappt – nein – das hätte ich wirklich nicht geglaubt. Zumal das Jahr 2014 ja doch recht „schwermütig“ begann. Zweifel am eigenen „Lauftalent“ machten sich im Kopf breit und viele Fragen über Sinn und Unsinn der ganzen ambitionierten Lauferei taten sich auf. Doch dann, zur schönsten Frühlingszeit, war „das Tief“ endlich vorbei und es ging wieder auf- und vorwärts. Noch etwas „verhalten“ waren die Ergebnisse der ersten zwei Wettkämpfe mit einer 1:35h beim Leverkusener Halbmarathon und einer 20:12min beim 5km-Lauf im Rahmen der „10 Meilen von Köln“. Und danach ging es auch schon wieder in die Sommerpause. Doch dann kam „die Wende“! Die Sommerpause konnte ich nutzen – entscheidend nutzen! Endlich mal „ernst machen“!

Trainingstechnisch blieb zwar alles beim Alten, aber in Sachen Ernährung wagte ich nun endlich den konsequenten Schritt hin zum vielumschriebenen „Low Carb“. Und genau dies war der Schlüssel zum Erfolg! Wie gerade geschrieben – trainingstechnisch konnte ich kaum noch einen draufsetzen. Mit regelmäßigem Intervalltraining, Tempolauf, Longrun sowie ergänzenden Kraft-/Stabieinheiten sowie vielen Radtouren war die Palette der klassischen Trainingsformen quasi ausgereizt. Auch die dabei gesetzten Intensitäten waren immer wieder dem aktuellen Leistungsniveau angepasst. Ja – aber was kannst Du dann noch machen, wenn Motor und Getriebe am Leistungslimit sind? Genau – Du kannst vielleicht den Treibstoff verändern und das „Chassis“ leichter werden lassen. Denn weniger Gewicht bei gleicher Leistung lässt ja bekanntermaßen wieder mehr Geschwindigkeit zu. Logisch!

Also fing ich an, meine Ernährung umzustellen. Schon seit längerem war ich auf diesem Weg, hatte aber nie „den endgültigen Absprung“ geschafft. Weg von den vielen Kohlehydraten, die bis dahin Hauptenergielieferant für mich waren, hin, zu mehr guten und gesunden Fetten sowie verstärkt Protein. Ich möchte mich jetzt hier gar nicht zu sehr im Detail verlieren. Dafür gibt es genug einschlägige Literatur und viele Erfahrungsberichte im Netz. Nur so viel sei mir erlaubt – richtig und vernünftig angewendet, funktioniert es. 100%! Nicht nur einen deutlichen Gewichtsverlust konnte ich verzeichnen, nein – vielmehr stellte sich auch die prognostizierte Leistungssteigerung nach und nach tatsächlich ein. Anfangs war es gar nicht so einfach, das muss ich zugeben. Aber wenn Du dann merkst, wie Du Dich veränderst, wie Deine Leistungsfähigkeit sich verändert, wie oft gelesene, aber auch oft bezweifelte, Prognosen eben doch eintreten – dann kannst Du Dir nichts anderes mehr vorstellen. Es geht dabei ja nicht darum, sich einfach nur ein paar Pfunde herunter zu hungern. Dazu würde auch das klassische „FDH-Prinzip“ reichen. Nein – es geht darum, Fett zu verlieren, Muskulatur zu erhalten und dadurch die Leistungseffizienz  zu erhöhen. Den Körper quasi „einmal auf Links drehen“! 😉 Natürlich müssen dabei auch noch bestimmte individuelle Faktoren berücksichtigt werden. Jeder Mensch ist stoffwechseltechnisch ein bisschen anders aufgestellt. Aber im Grundsatz lässt sich diese Ernährungsform von jedem erfolgreich praktizieren. Davon bin ich mittlerweile fest überzeugt. Und das auch nicht nur temporär, sondern dauerhaft.

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Nun gut – ich hatte also Ende des Sommers noch einmal ordentlich „abgespeckt“ und merkte bereits im Training, das ich leistungsmäßig richtig gut drauf war. Und so brannte ich regelrecht auf den ersten Testwettkampf nach der Sommerpause. Hierzu hatte ich mir den DKV-Brückenlauf in Köln ausgesucht. Schon lange war eine Teilnahme geplant gewesen, aber in den Vorjahren ist es mir aus verschiedensten Gründen irgendwie nie gelungen. Doch diesmal war ich dabei.

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Und es lief – es lief gleich richtig gut! So gut, dass ich zwei Wochen später, nur so strotzend vor Selbstvertrauen, an den Start des Kölner RheinEnergie-Halbmarathons ging, mit der Absicht, endlich die 1:30h zu unterbieten. Und auch das gelang auf Anhieb! Mit 1:29:02h kratzte ich sogar schon an einer sub1:29h – Hammer!

Von da an lief die zweite Saisonhälfte wie am Fließband. Die Trainingseinheiten gingen mir super aus den Beinen und die Wettkämpfe  erst Recht. Ein regelrechter „Flow“ stellte sich nun ein. Ein wirklich geniales Gefühl! Wie eingangs ja schon erwähnt, konnte ich noch meine Bestzeiten über 5km und 10km deutlich toppen und somit auf allen drei Distanzen ordentlich punkten. Endlich – 2014 – in meinem fünften ambitionierten Laufjahr – konnte ich meinen eigenen Ansprüchen richtig gerecht werden. Deswegen schaue ich voller Stolz auf 2014 zurück. Es hat sich gelohnt, mal wieder etwas Neues zu wagen, andere Wege zu gehen, den Zweifeln zu trotzen und sein Ding durchzuziehen. Wenn Du dann über die Ziellinie läufst und Dein ganz eigenes, persönliches Highlight erlebst, der ersehnte Erfolg Dich endlich für alle Mühen und Entbehrungen belohnt – dann ist das ein unbeschreibliches Gefühl. Sehr poetische Worte – ich weiß – aber genauso ist es! Punkt!

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Und nun? Was kommt jetzt? Was geht noch? Marathon?

Mal schauen. In den letzten Wochen waren vorwiegend allgemeine Ausdauer und Athletik angesagt. Seit Ende letzen Jahres bin ich, nach einem Jahr Aussetzten, auch wieder Mitglied in einem Fitnessstudio. Meine Wahl ist dabei auf das McFit gefallen und ich habe es noch nicht bereut. Wirklich Klasse! 365 Tage im Jahr rund um die Uhr geöffnet – das hat man nicht überall. Auch die Qualität der Geräte und die ganze Aufmachung des Studios ist sehr gut! Und das Ganze für 19,90 Euro im Monat – Spitze!

Seit zwei Wochen trainiere ich nun wieder nach einem strukturierten Laufplan, aber das Ende ist noch offen. Es gibt natürlich schon ein paar Lauftermine, wo ich gern dabei wäre. Aber vorerst versuche ich mich mal wieder ordentlich in Form zu bringen und dann werde ich mich abschließend entscheiden. Als Einstieg in die neue Laufsaison könnte ich mir den 5km-Lauf im Rahmen des 34. Straßenlaufes „Rund um das Bayer-Kreuz“ vorstellen. Aber vielleicht ändert sich das auch noch. Vielleicht gibt es sogar mal gar keine Wettkämpfe in diesem Jahr. Ich weiß es, ehrlich gesagt, noch nicht wirklich. Mir gehen viele Dinge durch den Kopf, was den Sport angeht. Ich würde gern so viel neue Dinge ausprobieren, aber dafür müsste ich das Laufen in ambitionierter Form wohl oder übel aufgeben. Für alles reicht die Zeit einfach nicht. Aber gut – wie bereits erwähnt – man schauen, wo die Reise hingeht. Eines steht jedoch fest – Sport ist meine „Droge“ und wird es auch immer bleiben!

In diesem Sinne, wünsche ich Euch ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2015! Verfolgt Eure Ziele und macht das Beste aus Euren Möglichkeiten!

Mario

Laufbericht: 25. Kölner Friedenslauf 2014

Kölner Friedenslauf – schon wieder ein Jahr um. Ich kann mich noch lebhaft an meinen letztjährigen Start hier erinnern. Relativ unmotiviert und am Ende auch unzufrieden mit der erbrachten Leistung. Irgendwie war 2013 aus läuferischer Sicht nicht mein Jahr. Doch diesmal sollte es anders sein. Mit einer sub1:30h vom diesjährigen Kölner RheinEnergie-Halbmarathon sowie einer sub20min vom Bickendorfer Büdchenlauf vor zwei Wochen im Gepäck, wollte ich natürlich einen Angriff auf die 40min-Marke über 10km starten. Die letzten Wochen liefen einfach zu gut, um es nicht hier und jetzt zu versuchen. Die Form war nach wie vor da und ich gleichermaßen fit und gesund. Also – getreu den Höhnern – wenn nicht jetzt, wann dann!? Noch dazu, wo der Kölner Friedenslauf in diesem Jahr seinen „25. Geburtstag“ feiern durfte. Diese Chance musste doch genutzt werden!

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Zum Event selbst muss man, glaube ich, nicht mehr viel schreiben. Hier wird mit unheimlich viel ehrenamtlichen Engagement Jahr für Jahr seitens des austragenden TFG Nippes e.V. eine kleine, aber feine, Laufveranstaltung kreiert. Hier stimmt einfach alles! Angefangen vom sehr moderaten Startgeld, über die Möglichkeit, sich bis 30min vor Start noch nach zu melden, einer professionellen elektronischen Zeitnahme, bis hin zur liebevoll gezauberten Zielverpflegung. Auch die Strecke ist immer für eine neue Bestzeit gut, allerdings sollte dafür der Wind mitspielen. Doch das kann leider keiner der Verantwortlichen beeinflussen. Sehr angenehm empfinde ich persönlich auch die Startzeit von 12:00 Uhr. Da kann man am Sonntag Ausschlafen und trotzdem an einem offiziellen Lauf teilnehmen – sehr schön!

Allerdings versetzte mich genau das in diesem Jahr doch in etwas zeitlichen Stress, da ich irgendwie 10:00 Uhr für den Start im Hinterkopf hatte. Zum Glück habe ich aber am Samstag noch einmal im Internet nachgeschaut. Nun gut – trotzdem waren bereits 3 Eintrittskarten für den Zirkus bei uns in Köln-Stammheim gekauft. Sonntag war „Papitag“! Die Väter hatten freien Eintritt. Also wollte ich mit den Kids natürlich die Gelegenheit nutzen. Doch die Vorstellung sollte bereits um 14:00 Uhr beginnen! Blieben also zwischen Start des 10km-Laufs und Start im Zirkus ganz 2 Stunden. Das hieß für mich von vornherein also – schnell laufen, kurz auslaufen, zum Auto, zurück nach Hause, Duschen, Kleinigkeit essen und ab in den Zirkus. Das Restsonntagsprogramm stand somit schon fest.

Nun gut – genug der Vorrede – jetzt mal zum eigentlichen Lauf. Bereits beim Einlaufen stelle ich erfreut fest, dass die Beine sich gut anfühlen. Ich glaube, so allmählich habe ich meinen ganz persönlichen Dreh heraus, zum Tag X fit zu sein. 12:00 Uhr fällt der Startschuss und es geht los. Kurz zuvor treffe ich noch Kai von den Laufmonstern, heute wieder als „laufende Kamera“ unterwegs. Bilder sind somit schon mal gesichert. Wo „geblitzt“ wird ist mittlerweile auch kein Geheimnis mehr. Da heißt es dann Haltung annehmen! 😉

Bis KM2 laufe ich im Schnitt mit 3:45min/km – auch dem leichten Rückenwind geschuldet. Das ist für meine Verhältnisse schon sehr ambitioniert für einen 10km-Lauf, aber so bleibe ich wenigstens in einer kleineren Gruppe und muss nicht jetzt schon allein laufen. Bei KM2 wird gewendet. Nun geht es leicht gegen den Wind. Die Pace fällt etwas, aber alles noch gut. Jedoch falle ich etwas zurück und laufe nun mit einem Abstand von gut 50m der Gruppe hinterher. Aber egal – ich fühle mich gut und es geht voran.

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Kurz vor KM4 der erste „Blitzer“ – danke an Kai! Nun zieht sich das Feld mehr und mehr auseinander. Ich kann noch drei Läufer überholen – dann geht es allein weiter. Mag ich zwar in einem Wettkampf gar nicht, aber was will man machen. Der nächste Wendepunkt ist bei KM7. Einmal kehrt und weiter.

Jetzt noch 3km. Mein Tempo liegt konstant knapp unter 4:00min/km. Nun bloß nicht einbrechen, sonst ist die sub40min für heute dahin. Es wird hart. Vorn ist niemand erreichbar zum Auflaufen. Von hinten droht auch keine „Gefahr“. Laufen, fast wie im Training!

KM8 und KM9 sind geschafft. Noch 1000m. Ich schaue kurz auf die Uhr – eine Zeit unter 40min ist möglich. Dranbleiben! 500m vor dem Ziel kann man bereits den Moderator Jürgen Cremer hören. Ich schaue nochmal auf die Uhr – knapp über 38min. Gut 2min für die letzten 500m – theoretisch machbar – also ab dafür. Endspurt!

Die letzte 90°-Kurve. Noch 200m bis zum Ziel. Volle Pulle – alles, was geht. Ich sehe die Zeitanzeige neben dem Ziel – 39:15min. Das packst Du! Das packst Du tatsächlich! Tatsächlich unter 40min! Wie geil ist das denn!? Die letzten Meter – noch einmal „geblitzt“ – danke, Kai – und dann bin ich drin. Yeeeehaaaa! 39:50min! Yeeeehaaaa! Es das geil! Sorry – aber ich könnte jetzt noch einen Luftsprung machen vor Freude! Herrlich!

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Doch viel Zeit zum Freuen bleibt nicht. Der Zirkus wartet! Also ein kurzer Schwatz mit zwei Laufkollegen und dann verabschiede ich mich auch schon wieder. Auslaufen, Heimfahrt, Duschen, kurz Essen und schon sind die Kinder und ich auf dem Weg zum Zirkus. Wir schaffen es auch rechtzeitig und erleben 90 Minuten Zirkusvorstellung vom Feinsten. Ein kleiner Familienzirkus namens „Laola“. Hier ist der Kartenverkäufer später auch der Hundedompteur, der Messerwerfer, der Zauberer und so weiter und so weiter. Aber trotzdem – es war nie langweilig und wirklich gelungen. Genauso, wie der Kölner Friedenslauf in jedem Jahr – klein, aber fein! 😉

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Fazit: Ja – was soll ich schreiben? Superduperspitze! Meine drei Langzeitprojekte quasi auf einen Streich erfüllt. Läuferherz – was willst Du mehr!? In der Wertung des Kölner Friedenslaufes belegte ich Platz 16 von 95 Teilnehmern bei den Männern und Platz 4 von 11 Teilnehmern in der Altersklasse M40. Vielen Dank nochmals an Kai für die Fotos – Klasse!

Nun ist meine Laufsaison zu Ende. Alle geplanten Läufe konnte ich absolvieren. Keine krankheitsbedingten Ausfälle oder Verletzungen – sehr gut! Die nächsten 3 bis 4 Wochen werde ich einfach mal so vor mich hin sporteln und mir Gedanken über neue Herausforderungen und zukünftige Läufe in 2015 machen. Vielen Dank auch an dieser Stelle an alle treuen Leser meiner Laufberichte!

In diesem Sinne wünsche ich allen, die für 2014 noch nicht fertig haben, eine gute Restsaison, viel Erfolg und alles Gute!

Mit sportlichen Grüßen

Mario

Laufbericht: 5km beim „8. Bickendorfer Büdchenlauf“ 2014

Am Sonntag, 28.09.2014 war es mal wieder soweit – Bickendorfer Büdchenlauf. Mittlerweile für mich zum dritten Mal, und ich muss sagen, es lohnt sich immer wieder. Dieser Lauf macht einfach richtig Spaß und Laune! Die Stimmung zwischen den „Büdchen“ ist sensationell! Vom Kleinkind bis zu den Großeltern werden alle aktiviert, um den Läuferinnen und Läufern mit Pauken und Trompeten – und das meine ich wörtlich – ordentlich „einzuheizen“. Da wird auch gleich mal ein ganzer Frühstückstisch samt dazugehöriger Familie nach draußen an die Strecke bugsiert. Einfach Klasse! Und zu allem Überfluss spielte auch in diesem Jahr das Wetter wieder hervorragend mit, so dass die gesamte Veranstaltung bei herrlichen Laufbedingungen eigentlich nur gut werden konnte.

Ich wollte es auch 2014 hier wieder über die 5km-Distanz versuchen. Im letzten Jahr war ich ja in Bickendorf meinen ersten 5er überhaupt gelaufen. Allerdings gefiel mir die Zeit von 20:38min damals überhaupt nicht. Ich konnte zwar mittlerweile daraus eine 20:12min machen, aufgestellt beim diesjährigen 5km-Lauf im Rahmen der „10 Meilen von Köln“, aber auch damit war ich noch nicht vollends zufrieden. Die 20min-Marke sollte fallen, was denn sonst! Und mit diesem ganz klaren Ziel vor Augen ging ich in Köln-Bickendorf an den Start. Die bis dato erzielten Trainings- und Wettkampfleistungen stimmten mich durchaus zuversichtlich, heute die 20 zu knacken. In der Vorwoche gab mir das VICSYSTEM noch einmal einen 4km-Testlauf auf und forderte eine glatte 16er Zeit. Obwohl es in Strömen regnet, ziehe ich das Ding trotzdem in einer 15:30min durch. Das muss doch dann auch über 5km bei wesentlich besserem Wetter klappen!

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Kurz nach 11:30 Uhr fällt der Startschuss. Ich starte aus den vorderen Reihen und komme sehr gut weg. Die Beine fühlen sich ganz gut an – es sollte also möglich sein. Ich versuche sofort mich irgendwo dranzuhängen. Auch das gelingt. Die Pace liegt so um die 3:50min/km – passt. Ich laufe in einer Dreiergruppe u. a. mit Vera Coutellier, der späteren Siegerin bei den Frauen. Kurz nach der ersten Runde von 2,5km zieht diese allerdings das Tempo deutlich an und mir davon. Dafür wird der Dritte im Bunde etwas langsamer.

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Es hilft also nix – an ihm vorbei und von nun an doch wieder mal allein weiter. Noch gut 2km bis zum Ziel. Das Tempo stimmt nach wie vor und die Kraft ist auch da. Der Wind spielt heute auch mit und lässt das Läuferfeld weitestgehend in Ruhe.

Bei KM4 bin ich mir dann bereits schon „sicher“, dass ich die 20min heute unterbieten werde. Wenn ich jetzt nicht gerade stürze oder sonst irgendetwas Dummes passiert, muss das heute klappen. Nun kommt es nur noch darauf an, um wieviel ich drunter bleiben kann. Also gebe ich noch einmal Gas. Die Strecke verläuft wunderbar eben und gerade. Kurz vor der Hauptstraße noch einmal eine 90°-Kurve. Gut 300m bis zum Ziel. Die Leute am Straßenrand feuern jeden an – das pusht! Das macht Spaß! Und ich habe noch immer genug Power. Zielspurt und fertig – 19:06min! Hammergeil! Neue persönliche Bestzeit und die 20 geknackt! Dass es jedoch so deutlich werden würde, hätte ich nicht gedacht. Umso größer ist natürlich meine Freude! Wieder einen Superlauf erwischt und auf den Punkt fit gewesen!

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Es folgt noch ein kurzer Plausch mit einer Bekannten und ihrem Töchterchen, die nun beide gleich den Papa über die 10km anfeuern werden. Danach geht’s für mich zurück zum Auto. Trockene Sachen an, auslaufen und ab nach Hause. Der Sonntagnachmittag gehört natürlich wieder der Familie – Restsonntagsprogramm eben. 😉

Fazit: Eine rundum gelungene Sache! Das Event als solches, wie immer, super organisiert und durchgezogen. Meine persönliche Leistung – Bingo! Das hat prima geklappt! Wertungstechnisch konnte ich einen 14. Platz von 236 Teilnehmern in der Männergesamtwertung und einen 3. Platz von 46 in der Altersklasse M40 erzielen. Ein paar schöne Fotos gibt es auch. Die stammen diesmal von Winfried Schommers, begeisterter Laufanhänger und Vater des jungen Kölner Lauftalents Lukas Schommers. Toll, wenn man doch immer mal wieder die Möglichkeit hat, ohne Kosten an ein paar Schnappschüsse zu kommen. Vielen Dank!

Nun steht noch ein Lauf aus – am Sonntag, 05.10.2014 der 25. Kölner Friedenslauf über 10km. Hier unter 40min zu bleiben, wäre natürlich der absolute Hammer für mich! Aber vorerst mal locker bleiben! 😉

Mit sportlichen Grüßen

Mario

Laufbericht: RheinEnergie-Halbmarathon Köln 2014

Was macht man am Sonntag, 14.10.2014 um 8.30 Uhr vor dem Köln-Deutzer-Bahnhof? Richtig – höchstwahrscheinlich steht man bereit zum Start für den RheinEnergie-Halbmarathon. In diesem Jahr terminlich um einige Wochen weiter nach vorn platziert, was wohl der einen oder anderen Laufveranstaltung, welche sich in den Vorjahren immer als gute Vorbereitung für den Halb- bzw. Marathon anbot, nicht unbedingt förderlich war. Aber wer in Köln über die halbe bzw. auch ganze Marathondistanz an den Start gehen will, muss wohl auch in den nächsten Jahren zeitlich flexibel bleiben.

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Nun gut – sei’s drum. Ich bin in diesem auch wieder am Start, nachdem ich ja im vorigen Jahr nicht starten konnte. Und eigentlich sah es die gesamte Woche vor dem diesjährigen Starttermin auch schon wieder so aus, diesmal jedoch aufgrund eines Infektes. Husten, die Nase läuft und man fühlt sich irgendwie nicht so richtig – und das Ganze ausgerecht eine Woche vor dem selbsternannten sportlichen Jahreshöhepunkt. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt und so bin auch ich fortwährend optimistisch, irgendwie bis zum Sonntagmorgen gesundheitlich doch noch die Kurve zu kriegen. Ansonsten bliebe mir noch der eine Woche später stattfindende Halbmarathon am Fühlinger See, um die bis dato sehr gut aufgebaute Form doch noch in Taten umzusetzen. Doch mit zunehmendem Wochenverlauf tritt dann tatsächlich die Wende ein und es geht mir zum Wochenende hin wieder deutlich besser. Am Samstag fühle ich quasi wieder richtig fit und möchte mein Glück am darauffolgenden Sonntagmorgen zumindest versuchen. Sollte ich dann doch das Gefühl haben, es läuft nicht, kann man den Kölner Halbmarathon ja auch einfach mal nur locker zu Ende laufen. Aber die Stimmung und das Feeling möchte ich mir auf keinen Fall entgehen lassen. Also fahre ich am Mittag mit den Kindern in Lanxess-Arena und hole mir meine Startnummer ab.

Sonntagmorgen stehe ich bereits 4.00 Uhr auf. Ein kurzer „Systemcheck“ – ich fühle mich wirklich gut. Orthomol, Unizink und etwas mehr Ruhe als sonst in den letzten Tagen haben doch ein kleines Wunder bewirkt. Also – auf geht’s! Morgengymnastik, Frühstück, Duschen, anziehen, von der Familie verabschieden und schon bin ich auf dem Weg zu Fuß zur S-Bahn. Mit dem Auto zu fahren würde heute keinen Sinn machen, da Start und Ziel ja bereits seit letztem Jahr schon an unterschiedlichen Punkten der Stadt sind. Von daher ist der Plan, dass mich die Familie nach dem Rennen am Kölner Hauptbahnhof wieder abholt. Auf dem Weg zur S-Bahn hole ich mir an der Tankstelle noch eine Dose Red Bull für das finale Carboloading.

Die S-Bahn kommt pünktlich und so stehe ich gegen 7.30 Uhr vor dem Köln-Deutzer Bahnhof. Das Wetter könnte an diesem Tag besser nicht sein. Herrlich frisches Laufwetter und von Regen weit und breit nix zu sehen. Auch der Wind scheint es heute gut mit den Läuferinnen und Läufern zu meinen, denn es geht kaum ein Lüftchen. Bis dahin also alles bestens. Das Red Bull wurde direkt in der S-Bahn einverleibt und nun nehme ich mir noch eine kleine Flasche Wasser für bis zum Start mit. Der Kleiderbeutel ist abgegeben, nur ein Langarmshirt habe ich noch drüber angelassen. Mal schauen, wo ich das dann kurz vorm Start noch verstecken kann. Jetzt ist erstmal Einlaufen und Warmmachen angesagt.

Und bereits dabei merke ich, dass die Beine sich ausgesprochen gut und fit anfühlen. Also hege ich sofort den Gedanken, ob es heute nicht vielleicht doch mit einer Zeit unter der „magischen“ 1:30h-Marke klappen könnte. Das ist dazu in der Lage sein sollte, hatte sich ja schon zwei Wochen zuvor beim Kölner Brückenlauf über 15,4km angedeutet. Aber vielleicht hat die eine Woche krank doch zu viel Substanz gekostet? Was soll’s – einen Versuch ist es allemal wert! Also fasse ich den Entschluss, mich von Anfang an an den 1:30h-Pacemaker zu hängen und so lange es geht, dran zu bleiben. Mein Trainingsplan von VICSYSTEM prognostizierte mir für diesen Lauf eine Zeit von rund 1:31:30h. Selbst das wäre noch ein Superergebnis und weit unter meiner bisherigen Bestzeit aus dem Jahr 2012 von 1:33:39h. Also – Power von Beginn an und ab dafür!

Gegen 8.20 Uhr – 10 Minuten vor dem Start – begebe ich mich in den Startblock. Mein Langarmshirt habe ich ganz in der Nähe versteckt. Das hole ich mir später wieder. Nun kann es losgehen. Ich darf auch in diesem Jahr wieder direkt aus dem ersten Block starten und stehe so in Reihe 5 hinter der Startlinie. Nicht weit entfernt erblicke ich nun auch die beiden 1:30er-Pacemaker. Einer von Ihnen hat ein sehr auffälliges grünes Laufshirt an. Sehr gut – das wird „mein Mann“ heute! Nun folgen noch die üblichen Anmoderationen vor so einem Laufevent und dann geht es kurz nach 8.30 Uhr endlich los. Startschuss und ab!

Ich komme gut weg und versuche mich gleich beim heute erforderlichen Tempo von 4:15min/km einzupendeln. Kurz vor der ersten KM-Markierung werde ich vom „grünen Pacemaker“ überholt. Das ist mein Zeichen – ich bin sofort hinter ihm! Von nun an heißt es „nur noch“ dranbleiben! Und es klappt von Beginn an bestens. Ich fühle mich topfit! Schon fast erschreckend nach dem Gekränkel in der Vorwoche. Ich kann recht locker mitlaufen, ohne mich schon jetzt total zu verausgaben. Aber gut – noch liegt der Großteil der Strecke vor mir – also bitte nicht überheblich werden.

Der Pacemaker macht einen sehr guten Job! Wir laufen immer so knapp unter 4:15min/km. Mittlerweile sind wir zu einer kleinen Laufgruppe von etwa 6-8 Leuten gewachsen. Das ist gut und motiviert. Ich schaue hin und wieder mal auf meine Uhr, aber eigentlich muss ich das heute gar nicht. Einfach nur immer schön am „Grünen“ dranbleiben. So kann ich tatsächlich – trotz des für mich schon sehr ordentlichen Tempos – den Lauf auch mal ein wenig genießen. Es macht richtig Spaß! Das Wetter ist prima, die Leute jubeln einem zu und ich laufe hoffentlich einer neuen grandiosen Bestzeit entgegen. Wenn das kein Grund zur Freude ist!

Die Zwischenzeiten bei KM 5, 10 und 15 liegen alle im Soll. Allerdings ist unsere Laufgruppe mittlerweile zu einem „Grüppchen“ von 4 Läufern geschrumpft. Auch der zweite Pacemaker ist uns irgendwie abhanden gekommen. Aber „Mr. Green“ läuft nach wie vor wie ein Schweizer Uhrwerk. Und ich ebenso hinter ihm her. So langsam glaube ich immer fester daran, heute tatsächlich endlich die 1:30h zu knacken. Nur eine Sache lässt mich noch etwas zweifeln – meine Waden. So hin und wieder spüre ich mal in der rechten und dann mal wieder in linken Wade so ein leichtes Ziehen. Oje – jetzt bloß keine Krämpfe – dann wär’s wohl vorbei. Aber ich versuche mich nicht verrückt zu machen. Noch gut 6km sind zu überstehen – das muss heute einfach klappen.

Nun geht es über „die Ringe“ wieder zurück in die City. Vorbei am Rudolfplatz, wo die Stimmung tobt, in Richtung Kaufhof. Scharf links ab und schon sind wir quasi auf der Zielgeraden. Noch 1km ist zu laufen. Nun merke ich doch allmählich den heutigen Kraftakt. Aber jetzt weiß ich auch – heute bleibe ich unter 1:30h. Und das beflügelt – setzt letzte Reserven frei. Die Waden haben bis hierhin gehalten, obwohl ich sie deutlich spüren kann. Wir laufen die Hohe Straße in Richtung Dom. Noch gut 300m. Soll ich noch einen Endspurt wagen? Ich meine – auch wenn ich heute unter 1:30h bleibe – es geht ja trotzdem noch um eine neue persönliche Bestzeit. Also volles Risiko! Und so ziehe ich das Tempo noch einmal an, danke im Vorbeilaufen „Mr. Green“ für diese tolle Hilfeleistung und setze mich von der Gruppe ab.

Links abbiegen. Der rote Zielteppich. Beifall von den Rängen. Das Ziel direkt vor Augen. Die große Uhr über der Ziellinie zeigt eine 1:28er-Zeit an. Ich kann es kaum glauben. Noch ca. 100m – komm schon – vielleicht klappt es sogar mit sub1:29h! Die rechte Wade läßt mich noch einmal kurz aber deutlich spüren, dass sie für heute genug hat. Okay – ich gebe nach – und bin lieber vernünftig. Es ist eh‘ schon viel mehr heute, als ich mir noch vor ein paar Wochen erträumt hätte. Eine ernsthafte Verletzung möchte ich auch nicht riskieren. Also laufe ich etwas gemäßigter die letzten Meter bis zur Ziellinie und drücke meine Uhr bei 1:29:02h ab. Hammer! Absolut Hammer!

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Ich gehe und muss wirklich ein wenig mit den Tränen kämpfen. Was für ein Lauf! Das ich gut drauf bin in den letzten Wochen wusste ich, aber das es so gut wird – nein, das hätte ich nicht geglaubt. Ich drehe mich um und gehe zu „meinem Laufgrüppchen“. Alle sind unter 1:30h geblieben – hervorragend. Wir gratulieren uns und bedanken uns bei „Mr. Green“. Das war wirklich eine feine Leistung! „Mr. Green“ hat natürlich auch einen richtigen Namen. Es war Andreas Butz – der Macher von www.laufcampus.de – der uns an diesem Sonntag so gut unter die 1:30h führte. Vielen lieben Dank auch nochmals an dieser Stelle! Das war echt Spitze!

Der Rest geht wie immer recht zügig. Teilnehmermedaille abholen. Eine Apfelsaftschorle trinken. Und dann mache ich mich auch schon auf in Richtung Kleiderbeutelausgabe. Unterwegs treffe ich noch Kai von den Laufmonstern. Auch er konnte heute eine tolle Leistung abrufen und den Halbmarathon mit 1:25h finishen. Wir plaudern ein wenig und dann verabschiede ich mich. Sachen abholen, umziehen und auf in Richtung Hauptbahnhof, wo schon meine Familie mit dem Auto auf den Papa wartet. Restsonntagsprogramm steht an. 😉

Fazit: Tja – was soll ich schreiben – HAMMER! Besser kann ich es nicht ausdrücken! Einen Supertag und einen Superlauf erwischt. Die 1:30h deutlich unterboten und somit auch eine tolle neue persönliche Bestzeit eingefahren. Für mich der verdiente Lohn für die harte sportliche Arbeit der letzten Wochen. Ich habe mein Training etwas umgestellt und auch meine Ernährung. Anfangs war es gar nicht so einfach, die richtige Mischung zwischen LowCarb und regelmäßigem harten Training zu finden. Aber nach und nach gewöhnte sich der Körper daran. Und gut 10kg weniger auf der Waage müssen sich ja zwangsläufig auch beim Laufen bemerkbar machen. Aber dazu möchte ich vielleicht irgendwann in den nächsten Wochen mal etwas detallierte schreiben, in einem gesonderten Blogbeitrag.

Für heute verabschiede ich mich mit sportlichen Grüßen und wünsche allen noch eine gute restliche Saison. Für mich stehen in diesem Jahr noch zwei Läufe an – einmal am kommenden Sonntag, 28.09.2014 über 5km beim Bickendorfer Büdchenlauf, und eine Woche später am 05.10.2014 über 10km beim Kölner Friedenslauf. Die Form ist noch gut und ich hoffe, auch bei diesen beiden Läufen noch einmal gute Zeiten – vielleicht sogar neue persönliche Bestzeiten – zu laufen.

Also – in diesem Sinne – bis bald wieder!

Mario

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