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Laufbericht: 25. Kölner Friedenslauf 2014

Kölner Friedenslauf – schon wieder ein Jahr um. Ich kann mich noch lebhaft an meinen letztjährigen Start hier erinnern. Relativ unmotiviert und am Ende auch unzufrieden mit der erbrachten Leistung. Irgendwie war 2013 aus läuferischer Sicht nicht mein Jahr. Doch diesmal sollte es anders sein. Mit einer sub1:30h vom diesjährigen Kölner RheinEnergie-Halbmarathon sowie einer sub20min vom Bickendorfer Büdchenlauf vor zwei Wochen im Gepäck, wollte ich natürlich einen Angriff auf die 40min-Marke über 10km starten. Die letzten Wochen liefen einfach zu gut, um es nicht hier und jetzt zu versuchen. Die Form war nach wie vor da und ich gleichermaßen fit und gesund. Also – getreu den Höhnern – wenn nicht jetzt, wann dann!? Noch dazu, wo der Kölner Friedenslauf in diesem Jahr seinen „25. Geburtstag“ feiern durfte. Diese Chance musste doch genutzt werden!

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Zum Event selbst muss man, glaube ich, nicht mehr viel schreiben. Hier wird mit unheimlich viel ehrenamtlichen Engagement Jahr für Jahr seitens des austragenden TFG Nippes e.V. eine kleine, aber feine, Laufveranstaltung kreiert. Hier stimmt einfach alles! Angefangen vom sehr moderaten Startgeld, über die Möglichkeit, sich bis 30min vor Start noch nach zu melden, einer professionellen elektronischen Zeitnahme, bis hin zur liebevoll gezauberten Zielverpflegung. Auch die Strecke ist immer für eine neue Bestzeit gut, allerdings sollte dafür der Wind mitspielen. Doch das kann leider keiner der Verantwortlichen beeinflussen. Sehr angenehm empfinde ich persönlich auch die Startzeit von 12:00 Uhr. Da kann man am Sonntag Ausschlafen und trotzdem an einem offiziellen Lauf teilnehmen – sehr schön!

Allerdings versetzte mich genau das in diesem Jahr doch in etwas zeitlichen Stress, da ich irgendwie 10:00 Uhr für den Start im Hinterkopf hatte. Zum Glück habe ich aber am Samstag noch einmal im Internet nachgeschaut. Nun gut – trotzdem waren bereits 3 Eintrittskarten für den Zirkus bei uns in Köln-Stammheim gekauft. Sonntag war „Papitag“! Die Väter hatten freien Eintritt. Also wollte ich mit den Kids natürlich die Gelegenheit nutzen. Doch die Vorstellung sollte bereits um 14:00 Uhr beginnen! Blieben also zwischen Start des 10km-Laufs und Start im Zirkus ganz 2 Stunden. Das hieß für mich von vornherein also – schnell laufen, kurz auslaufen, zum Auto, zurück nach Hause, Duschen, Kleinigkeit essen und ab in den Zirkus. Das Restsonntagsprogramm stand somit schon fest.

Nun gut – genug der Vorrede – jetzt mal zum eigentlichen Lauf. Bereits beim Einlaufen stelle ich erfreut fest, dass die Beine sich gut anfühlen. Ich glaube, so allmählich habe ich meinen ganz persönlichen Dreh heraus, zum Tag X fit zu sein. 12:00 Uhr fällt der Startschuss und es geht los. Kurz zuvor treffe ich noch Kai von den Laufmonstern, heute wieder als „laufende Kamera“ unterwegs. Bilder sind somit schon mal gesichert. Wo „geblitzt“ wird ist mittlerweile auch kein Geheimnis mehr. Da heißt es dann Haltung annehmen! 😉

Bis KM2 laufe ich im Schnitt mit 3:45min/km – auch dem leichten Rückenwind geschuldet. Das ist für meine Verhältnisse schon sehr ambitioniert für einen 10km-Lauf, aber so bleibe ich wenigstens in einer kleineren Gruppe und muss nicht jetzt schon allein laufen. Bei KM2 wird gewendet. Nun geht es leicht gegen den Wind. Die Pace fällt etwas, aber alles noch gut. Jedoch falle ich etwas zurück und laufe nun mit einem Abstand von gut 50m der Gruppe hinterher. Aber egal – ich fühle mich gut und es geht voran.

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Kurz vor KM4 der erste „Blitzer“ – danke an Kai! Nun zieht sich das Feld mehr und mehr auseinander. Ich kann noch drei Läufer überholen – dann geht es allein weiter. Mag ich zwar in einem Wettkampf gar nicht, aber was will man machen. Der nächste Wendepunkt ist bei KM7. Einmal kehrt und weiter.

Jetzt noch 3km. Mein Tempo liegt konstant knapp unter 4:00min/km. Nun bloß nicht einbrechen, sonst ist die sub40min für heute dahin. Es wird hart. Vorn ist niemand erreichbar zum Auflaufen. Von hinten droht auch keine „Gefahr“. Laufen, fast wie im Training!

KM8 und KM9 sind geschafft. Noch 1000m. Ich schaue kurz auf die Uhr – eine Zeit unter 40min ist möglich. Dranbleiben! 500m vor dem Ziel kann man bereits den Moderator Jürgen Cremer hören. Ich schaue nochmal auf die Uhr – knapp über 38min. Gut 2min für die letzten 500m – theoretisch machbar – also ab dafür. Endspurt!

Die letzte 90°-Kurve. Noch 200m bis zum Ziel. Volle Pulle – alles, was geht. Ich sehe die Zeitanzeige neben dem Ziel – 39:15min. Das packst Du! Das packst Du tatsächlich! Tatsächlich unter 40min! Wie geil ist das denn!? Die letzten Meter – noch einmal „geblitzt“ – danke, Kai – und dann bin ich drin. Yeeeehaaaa! 39:50min! Yeeeehaaaa! Es das geil! Sorry – aber ich könnte jetzt noch einen Luftsprung machen vor Freude! Herrlich!

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Doch viel Zeit zum Freuen bleibt nicht. Der Zirkus wartet! Also ein kurzer Schwatz mit zwei Laufkollegen und dann verabschiede ich mich auch schon wieder. Auslaufen, Heimfahrt, Duschen, kurz Essen und schon sind die Kinder und ich auf dem Weg zum Zirkus. Wir schaffen es auch rechtzeitig und erleben 90 Minuten Zirkusvorstellung vom Feinsten. Ein kleiner Familienzirkus namens „Laola“. Hier ist der Kartenverkäufer später auch der Hundedompteur, der Messerwerfer, der Zauberer und so weiter und so weiter. Aber trotzdem – es war nie langweilig und wirklich gelungen. Genauso, wie der Kölner Friedenslauf in jedem Jahr – klein, aber fein! 😉

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Fazit: Ja – was soll ich schreiben? Superduperspitze! Meine drei Langzeitprojekte quasi auf einen Streich erfüllt. Läuferherz – was willst Du mehr!? In der Wertung des Kölner Friedenslaufes belegte ich Platz 16 von 95 Teilnehmern bei den Männern und Platz 4 von 11 Teilnehmern in der Altersklasse M40. Vielen Dank nochmals an Kai für die Fotos – Klasse!

Nun ist meine Laufsaison zu Ende. Alle geplanten Läufe konnte ich absolvieren. Keine krankheitsbedingten Ausfälle oder Verletzungen – sehr gut! Die nächsten 3 bis 4 Wochen werde ich einfach mal so vor mich hin sporteln und mir Gedanken über neue Herausforderungen und zukünftige Läufe in 2015 machen. Vielen Dank auch an dieser Stelle an alle treuen Leser meiner Laufberichte!

In diesem Sinne wünsche ich allen, die für 2014 noch nicht fertig haben, eine gute Restsaison, viel Erfolg und alles Gute!

Mit sportlichen Grüßen

Mario