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Wettkämpfe

Laufbericht: RheinEnergie-Halbmarathon Köln 2014

Was macht man am Sonntag, 14.10.2014 um 8.30 Uhr vor dem Köln-Deutzer-Bahnhof? Richtig – höchstwahrscheinlich steht man bereit zum Start für den RheinEnergie-Halbmarathon. In diesem Jahr terminlich um einige Wochen weiter nach vorn platziert, was wohl der einen oder anderen Laufveranstaltung, welche sich in den Vorjahren immer als gute Vorbereitung für den Halb- bzw. Marathon anbot, nicht unbedingt förderlich war. Aber wer in Köln über die halbe bzw. auch ganze Marathondistanz an den Start gehen will, muss wohl auch in den nächsten Jahren zeitlich flexibel bleiben.

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Nun gut – sei’s drum. Ich bin in diesem auch wieder am Start, nachdem ich ja im vorigen Jahr nicht starten konnte. Und eigentlich sah es die gesamte Woche vor dem diesjährigen Starttermin auch schon wieder so aus, diesmal jedoch aufgrund eines Infektes. Husten, die Nase läuft und man fühlt sich irgendwie nicht so richtig – und das Ganze ausgerecht eine Woche vor dem selbsternannten sportlichen Jahreshöhepunkt. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt und so bin auch ich fortwährend optimistisch, irgendwie bis zum Sonntagmorgen gesundheitlich doch noch die Kurve zu kriegen. Ansonsten bliebe mir noch der eine Woche später stattfindende Halbmarathon am Fühlinger See, um die bis dato sehr gut aufgebaute Form doch noch in Taten umzusetzen. Doch mit zunehmendem Wochenverlauf tritt dann tatsächlich die Wende ein und es geht mir zum Wochenende hin wieder deutlich besser. Am Samstag fühle ich quasi wieder richtig fit und möchte mein Glück am darauffolgenden Sonntagmorgen zumindest versuchen. Sollte ich dann doch das Gefühl haben, es läuft nicht, kann man den Kölner Halbmarathon ja auch einfach mal nur locker zu Ende laufen. Aber die Stimmung und das Feeling möchte ich mir auf keinen Fall entgehen lassen. Also fahre ich am Mittag mit den Kindern in Lanxess-Arena und hole mir meine Startnummer ab.

Sonntagmorgen stehe ich bereits 4.00 Uhr auf. Ein kurzer „Systemcheck“ – ich fühle mich wirklich gut. Orthomol, Unizink und etwas mehr Ruhe als sonst in den letzten Tagen haben doch ein kleines Wunder bewirkt. Also – auf geht’s! Morgengymnastik, Frühstück, Duschen, anziehen, von der Familie verabschieden und schon bin ich auf dem Weg zu Fuß zur S-Bahn. Mit dem Auto zu fahren würde heute keinen Sinn machen, da Start und Ziel ja bereits seit letztem Jahr schon an unterschiedlichen Punkten der Stadt sind. Von daher ist der Plan, dass mich die Familie nach dem Rennen am Kölner Hauptbahnhof wieder abholt. Auf dem Weg zur S-Bahn hole ich mir an der Tankstelle noch eine Dose Red Bull für das finale Carboloading.

Die S-Bahn kommt pünktlich und so stehe ich gegen 7.30 Uhr vor dem Köln-Deutzer Bahnhof. Das Wetter könnte an diesem Tag besser nicht sein. Herrlich frisches Laufwetter und von Regen weit und breit nix zu sehen. Auch der Wind scheint es heute gut mit den Läuferinnen und Läufern zu meinen, denn es geht kaum ein Lüftchen. Bis dahin also alles bestens. Das Red Bull wurde direkt in der S-Bahn einverleibt und nun nehme ich mir noch eine kleine Flasche Wasser für bis zum Start mit. Der Kleiderbeutel ist abgegeben, nur ein Langarmshirt habe ich noch drüber angelassen. Mal schauen, wo ich das dann kurz vorm Start noch verstecken kann. Jetzt ist erstmal Einlaufen und Warmmachen angesagt.

Und bereits dabei merke ich, dass die Beine sich ausgesprochen gut und fit anfühlen. Also hege ich sofort den Gedanken, ob es heute nicht vielleicht doch mit einer Zeit unter der „magischen“ 1:30h-Marke klappen könnte. Das ist dazu in der Lage sein sollte, hatte sich ja schon zwei Wochen zuvor beim Kölner Brückenlauf über 15,4km angedeutet. Aber vielleicht hat die eine Woche krank doch zu viel Substanz gekostet? Was soll’s – einen Versuch ist es allemal wert! Also fasse ich den Entschluss, mich von Anfang an an den 1:30h-Pacemaker zu hängen und so lange es geht, dran zu bleiben. Mein Trainingsplan von VICSYSTEM prognostizierte mir für diesen Lauf eine Zeit von rund 1:31:30h. Selbst das wäre noch ein Superergebnis und weit unter meiner bisherigen Bestzeit aus dem Jahr 2012 von 1:33:39h. Also – Power von Beginn an und ab dafür!

Gegen 8.20 Uhr – 10 Minuten vor dem Start – begebe ich mich in den Startblock. Mein Langarmshirt habe ich ganz in der Nähe versteckt. Das hole ich mir später wieder. Nun kann es losgehen. Ich darf auch in diesem Jahr wieder direkt aus dem ersten Block starten und stehe so in Reihe 5 hinter der Startlinie. Nicht weit entfernt erblicke ich nun auch die beiden 1:30er-Pacemaker. Einer von Ihnen hat ein sehr auffälliges grünes Laufshirt an. Sehr gut – das wird „mein Mann“ heute! Nun folgen noch die üblichen Anmoderationen vor so einem Laufevent und dann geht es kurz nach 8.30 Uhr endlich los. Startschuss und ab!

Ich komme gut weg und versuche mich gleich beim heute erforderlichen Tempo von 4:15min/km einzupendeln. Kurz vor der ersten KM-Markierung werde ich vom „grünen Pacemaker“ überholt. Das ist mein Zeichen – ich bin sofort hinter ihm! Von nun an heißt es „nur noch“ dranbleiben! Und es klappt von Beginn an bestens. Ich fühle mich topfit! Schon fast erschreckend nach dem Gekränkel in der Vorwoche. Ich kann recht locker mitlaufen, ohne mich schon jetzt total zu verausgaben. Aber gut – noch liegt der Großteil der Strecke vor mir – also bitte nicht überheblich werden.

Der Pacemaker macht einen sehr guten Job! Wir laufen immer so knapp unter 4:15min/km. Mittlerweile sind wir zu einer kleinen Laufgruppe von etwa 6-8 Leuten gewachsen. Das ist gut und motiviert. Ich schaue hin und wieder mal auf meine Uhr, aber eigentlich muss ich das heute gar nicht. Einfach nur immer schön am „Grünen“ dranbleiben. So kann ich tatsächlich – trotz des für mich schon sehr ordentlichen Tempos – den Lauf auch mal ein wenig genießen. Es macht richtig Spaß! Das Wetter ist prima, die Leute jubeln einem zu und ich laufe hoffentlich einer neuen grandiosen Bestzeit entgegen. Wenn das kein Grund zur Freude ist!

Die Zwischenzeiten bei KM 5, 10 und 15 liegen alle im Soll. Allerdings ist unsere Laufgruppe mittlerweile zu einem „Grüppchen“ von 4 Läufern geschrumpft. Auch der zweite Pacemaker ist uns irgendwie abhanden gekommen. Aber „Mr. Green“ läuft nach wie vor wie ein Schweizer Uhrwerk. Und ich ebenso hinter ihm her. So langsam glaube ich immer fester daran, heute tatsächlich endlich die 1:30h zu knacken. Nur eine Sache lässt mich noch etwas zweifeln – meine Waden. So hin und wieder spüre ich mal in der rechten und dann mal wieder in linken Wade so ein leichtes Ziehen. Oje – jetzt bloß keine Krämpfe – dann wär’s wohl vorbei. Aber ich versuche mich nicht verrückt zu machen. Noch gut 6km sind zu überstehen – das muss heute einfach klappen.

Nun geht es über „die Ringe“ wieder zurück in die City. Vorbei am Rudolfplatz, wo die Stimmung tobt, in Richtung Kaufhof. Scharf links ab und schon sind wir quasi auf der Zielgeraden. Noch 1km ist zu laufen. Nun merke ich doch allmählich den heutigen Kraftakt. Aber jetzt weiß ich auch – heute bleibe ich unter 1:30h. Und das beflügelt – setzt letzte Reserven frei. Die Waden haben bis hierhin gehalten, obwohl ich sie deutlich spüren kann. Wir laufen die Hohe Straße in Richtung Dom. Noch gut 300m. Soll ich noch einen Endspurt wagen? Ich meine – auch wenn ich heute unter 1:30h bleibe – es geht ja trotzdem noch um eine neue persönliche Bestzeit. Also volles Risiko! Und so ziehe ich das Tempo noch einmal an, danke im Vorbeilaufen „Mr. Green“ für diese tolle Hilfeleistung und setze mich von der Gruppe ab.

Links abbiegen. Der rote Zielteppich. Beifall von den Rängen. Das Ziel direkt vor Augen. Die große Uhr über der Ziellinie zeigt eine 1:28er-Zeit an. Ich kann es kaum glauben. Noch ca. 100m – komm schon – vielleicht klappt es sogar mit sub1:29h! Die rechte Wade läßt mich noch einmal kurz aber deutlich spüren, dass sie für heute genug hat. Okay – ich gebe nach – und bin lieber vernünftig. Es ist eh‘ schon viel mehr heute, als ich mir noch vor ein paar Wochen erträumt hätte. Eine ernsthafte Verletzung möchte ich auch nicht riskieren. Also laufe ich etwas gemäßigter die letzten Meter bis zur Ziellinie und drücke meine Uhr bei 1:29:02h ab. Hammer! Absolut Hammer!

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Ich gehe und muss wirklich ein wenig mit den Tränen kämpfen. Was für ein Lauf! Das ich gut drauf bin in den letzten Wochen wusste ich, aber das es so gut wird – nein, das hätte ich nicht geglaubt. Ich drehe mich um und gehe zu „meinem Laufgrüppchen“. Alle sind unter 1:30h geblieben – hervorragend. Wir gratulieren uns und bedanken uns bei „Mr. Green“. Das war wirklich eine feine Leistung! „Mr. Green“ hat natürlich auch einen richtigen Namen. Es war Andreas Butz – der Macher von www.laufcampus.de – der uns an diesem Sonntag so gut unter die 1:30h führte. Vielen lieben Dank auch nochmals an dieser Stelle! Das war echt Spitze!

Der Rest geht wie immer recht zügig. Teilnehmermedaille abholen. Eine Apfelsaftschorle trinken. Und dann mache ich mich auch schon auf in Richtung Kleiderbeutelausgabe. Unterwegs treffe ich noch Kai von den Laufmonstern. Auch er konnte heute eine tolle Leistung abrufen und den Halbmarathon mit 1:25h finishen. Wir plaudern ein wenig und dann verabschiede ich mich. Sachen abholen, umziehen und auf in Richtung Hauptbahnhof, wo schon meine Familie mit dem Auto auf den Papa wartet. Restsonntagsprogramm steht an. 😉

Fazit: Tja – was soll ich schreiben – HAMMER! Besser kann ich es nicht ausdrücken! Einen Supertag und einen Superlauf erwischt. Die 1:30h deutlich unterboten und somit auch eine tolle neue persönliche Bestzeit eingefahren. Für mich der verdiente Lohn für die harte sportliche Arbeit der letzten Wochen. Ich habe mein Training etwas umgestellt und auch meine Ernährung. Anfangs war es gar nicht so einfach, die richtige Mischung zwischen LowCarb und regelmäßigem harten Training zu finden. Aber nach und nach gewöhnte sich der Körper daran. Und gut 10kg weniger auf der Waage müssen sich ja zwangsläufig auch beim Laufen bemerkbar machen. Aber dazu möchte ich vielleicht irgendwann in den nächsten Wochen mal etwas detallierte schreiben, in einem gesonderten Blogbeitrag.

Für heute verabschiede ich mich mit sportlichen Grüßen und wünsche allen noch eine gute restliche Saison. Für mich stehen in diesem Jahr noch zwei Läufe an – einmal am kommenden Sonntag, 28.09.2014 über 5km beim Bickendorfer Büdchenlauf, und eine Woche später am 05.10.2014 über 10km beim Kölner Friedenslauf. Die Form ist noch gut und ich hoffe, auch bei diesen beiden Läufen noch einmal gute Zeiten – vielleicht sogar neue persönliche Bestzeiten – zu laufen.

Also – in diesem Sinne – bis bald wieder!

Mario

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Laufbericht: 34. DKV-Brückenlauf 2014

Brückenlauf in Kölle! Mittlerweile zum 34. Mal ausgetragen – für mich allerdings die erste Teilnahme. Diesmal unter dem Motto: „Ich bin verbrückt nach Kölle“. Im Jahr 2012 hatte ich mich zwar schon einmal angemeldet, konnte aber dann wegen einer Erkältung nicht starten. Und fast wäre es diesmal wieder so gelaufen, denn seit Freitagmorgen plagten mich leichte Halsschmerzen. Ich dachte schon, der Kölner Brückenlauf sei kein gutes Omen für mich, aber am Ende wurde doch noch alles gut. Dank Orthomol, Meditonsin und Dobendan ging es meinem Hals am Sonntagmorgen wieder besser und ich fühlte mich auch allgemein gut und laufbereit. Also – Start frei!

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Kurz nach 10.00 Uhr ertönt der Startschuß, abgefeuert von keinem Geringeren als Björn Otto, u. a. Vizeolympiasieger und Vizeeuropameister 2012 im Stabhochsprung, und natürlich Mitglied des austragenden Vereins ASV Köln. Auch sonst ist an diesem Sonntagmorgen viel sportliche Prominenz am Start. Neben den „Hahner-Twins“ (Anna und Lisa Hahner), startet auch Susanne Hahn hier beim Brückenlauf. Dazu noch einige Hochkaräter aus der​regionalen​ Laufszene. Es sollte also ein ziemlich flottes Rennen an der Spitze werden. Ich starte aus Reihe fünf und komme gut weg. Das Wetter ist mal so und mal so. Sonne, Wolken und auch bisweilen leichter Regen wechseln sich stetig ab. Die Taktik ​für den heutigen Lauf möglichst schnell ein passendes Tempo finden und gut über die Anstiege der Kölner Brücken sowie dieAuf- und Abstiege der Treppen kommen.So eine richtige Vorstellung von einer eventuellen Endzeit habe ich noch nicht, handelt es sich doch beim Kölner Brückenlauf um ein nicht so ganz konventionelles Rennen. Allein schon die Distanz von 15,4km ist alles andere als üblich. Zudem unterbrechen mehrere Treppenauf- und abgänge immer wieder mal den Laufrhythmus. Von daher geht es heute weniger um eine neue Bestzeit, als vielmehr um ein möglichst homogenes Rennen. Aber unter 1:08h möchte ich in jedem Fall bleiben. Das heißt ​wiederum, ​minus 4:30min/km sollten es am Ende im Schnitt schon sein.

Meine Pace pendelt sich schnell bei 4:15min/km ein. Das passt für den Anfang und fühlt sich gut an. Ich bin überrascht, dass es doch von Beginn an so gut läuft. Aber ich hatte bereits schon beim Einlaufen, das Gefühl, heute wirklich gute Beine erwischt zu haben. Außerdem bringe ich mittlerweile – dank einer noch konsequenteren Ernährungsumstellung in Richtung Low Carb – 5kg weniger auf Waage, was sich natürlich insbesondere auch beim Laufen bzw. schnellen Laufen bemerkbar macht. Auch der kurze Anflug eines Infekts scheint in den letzten zwei Tagen scheint keine wirklichen Spuren hinterlassen zu haben. Alles paletti – also ab dafür!

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Die KM10-Marke überquere ich knapp über 43:00min. Ich laufe zwar immer noch einen guten 4:15er-Schnitt, aber die Brückenanstiege und Treppenläufe haben doch das eine oder andere Sekündchen gekostet. Doch ich bin bislang super durchgekommen. ​Nun geht es in den Kölner Rheinpark – quasi mein „läuferisches Wohnzimmer“. Hier ist mir jeder Meter bestens vertraut. Um Kilometer 11 werde ich von drei Läufern überholt, die wie ein kleiner D-Zug an mir vorbeilaufen. In der Mitte läuft Herr Dr. Jürgen Fritsch, ein Kölner Kardiologe, bei dem ich in diesem Jahr zur Herzüberprüfung war. Er ist neben seinem Beruf als Arzt noch mit Leib und Seele Triathlet. So klein ist ​mal wieder ​die Sportlerwelt! Nach dem Lauf wechseln wir noch ein paar Worte. Ein wirklich netter Kerl dieser Herr Doktor, sowohl in der Praxis als auch privat. Die Herzüberprüfung habe ich damals​ im Rahmen des alljährlichen Gesundheits-Checkups​ als Vorsorge machen lassen. Man kann ja nie wissen. Zum Glück war alles bestens. Den Herrn Doktor kann ich ​übrigens ​nur empfehlen! Wer mal einen guten und vor allem auch sportkompetenten Kardiologen in Köln sucht – Dr. Jürgen Fritsch.

​Für einige Zeit versuche ich an dem kleinen „D-Zug“ dranzubleiben, aber für heute ist mir dieser zu flott unterwegs. Noch ist die Deutzer Brücke zu überqueren, und dafür möchte ich mir ein paar Körner aufsparen. Einige Meter vor mir allerdings läuft noch ein Läufer, den ich noch „einsammeln“ könnte. Also, auf geht’s! Mittlerweile regnet es doch ziemlich stark. Aber die letzten 3km gehen nun auch noch. Vorbei am Hotel Hyatt, dem LVR-Gebäude, ein paar 90°-Kurven und schon kommt die Deutzer Brücke. Noch vor deren Anstieg bin ich an meinem Vordermann vorbei und versuche auch gleich ein paar Meter gut zu machen. Es gelingt und ich habe ca. 20m Distanz zwischen uns gelaufen. Doch allmählich wird es ein klein wenig hart. Dieser letzte Anstieg zehrt noch einmal an den Kräften. Aber dann ist es geschafft. Oben auf der Brücke weiß ich bereits, das wird heute ein richtig gutes Ergebnis. Noch gut 1000m trennen mich vom Ziel. Ab jetzt kann man es rollen lassen. Die Brücke wieder hinunter, zweimal schart rechts herum und dann nur noch geradewegs ins Ziel. Ein bisschen Vorsicht ist allerdings geboten, denn hier gibt es einige Kopfsteinpflasterpassagen, welche durch den Regen sehr rutschig geworden sind. Aber ich kenne auch diesen Streckenabschnitt bestens, denn hier laufe ich fast jedes Wochenende meinen Morgenlauf.

​Nun kann ich das Ziel schon sehen und den Moderator hören. Das gibt noch einmal die finale Motivation. Ich verzichte heute allerdings auf den ganz großen Endspurt, sondern laufe einfach nur zügig durch den Zielkanal und dann über die Zeitnahmematte. Forerunner abdrücken und austrudeln. Ich schaue auf die Uhr – 1:06:01h. Hey – supi – das hat gepaßt! Allerdings wäre ich natürlich bei dieser Zeit gern noch unter 1:06 geblieben, aber ich habe zum Ende hin überhaupt nicht mehr nach der Laufzeit geschaut. Von daher …. – aber gut – egal. Ich kann mehr als zufrieden sein. Es lief wirklich von Anfang an sehr gut.

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Ich begebe mich schnell noch in den Nachzielbereich auf die „Fress-Meile“. Hier gibt es frische Kiwis, Äpfel, Bananen, kleine Energieriegel, Wasser, Kölsch etc. – also alles, was das Läuferherz so begehrt. Ich persönlich belasse es alllerdins bei 2 Bechern Wasser. Kurz noch der erwähnte Plausch mit Dr. Fritsch und dann mache ich mich auf in Richtung Auto. Es regnet nach wie vor und ich möchte, nachdem ich gerade noch so fit geworden bin für den Lauf, nicht direkt doch noch eine richtige Erkältung riskieren. Also Auslaufen bis hoch in die Kölner City, wo mein Auto steht, trockenes Shirt über und ab nach Hause. Frau und Kinder sind noch unterwegs, somit hat der Papa Zeit, sich in Ruhe in die Wanne zu legen. Herrlich!

Fazit: Absolut tolles Event, dieser Brückenlauf! Klasse organisiert vom Anfang bis zum Ende! Und das bei nur 21 Euro Startgebühr, für man sogar noch ein Laufshirt kostenlos dazubekommt! Da stimmt das Preis-Leistungsverhältnis voll und ganz! Auch die Brückenüberquerungen und Treppenläufe passen gut ins Konzept. Das hatte ich mir viel umständlicher und anstrengender vorgestellt. Aber man kann diesen Lauf wirklich gut durchziehen. Es hat Spaß gemacht und wenn es terminlich paßt, bin ich im nächsten Jahr wieder mit dabei.

Was die Platzierung angeht, so bin ich in der Männerwertung 60er von 1731 Startern geworden. Im Gesamtklassement aller Starter/innen belege ich Platz 68 und in der Altersklassenwertung der M40 konnte ich Platz 6 von 252 erlaufen. Nun ist bei mir alles auf den kommenden Halbmarathon in Köln am 14.09.2014 fokusiert. Hier möchte ich in jedem Fall einen Angriff auf meine aktuelle Bestzeit von 1:33:39h starten. Der Brückenlauf hat gezeigt, dass die Form stimmt und gut zwei Wochen Vorbereitung bleiben noch. Der weitere Trainingsplan steht, insofern bin ich optimistisch. Jetzt heißt es locker und vor allem gesund bleiben!

Mit sportlichen Grüßen

Mario


Laubericht: 5km-Lauf bei den „10 Meilen von Köln“ 2014

Mit reichlich Verspätung heute nun noch mein Bericht zum letzten Wettkampf.

Sonntag, 27.07.2014, 8.50 Uhr – 5km-Lauf bei den „10 Meilen von Köln“. Für mich der zweite Wettkampf in diesem Jahr und gleichermaßen der Abschluss der ersten Saisonhälfte 2014. Somit eine willkommene Gelegenheit, diese mit einer guten Zeit zu verabschieden. Ursprünglich hatte ich hierzu die 10km-Distanz auf der Agenda, aber in den letzten Wochen vor diesem Wettkampf zeichnete sich doch eher eine Stärke auf der kürzeren 5km-Stecke ab. Also wollte ich die Chance beim Schopfe packen und mit einer neuen Bestzeit über 5km in die Sommerpause übergehen. Dafür war eine 20:38min aus dem Herbst 2013 zu schlagen. Bereits in den letzten Trainingstempoläufen wurde deutlich, dass dies in jedem Fall möglich sein sollte. Mein Online-Trainingssystem VICSYSTEM rechnete mir sogar eine Zeit knapp unter 20:00min aus. Zugegeben – insgeheim träumte ich auch davon, aber erstmal musste gelaufen werden.

Das Wetter an diesem Sonntagmorgen war recht ordentlich und durchaus lauffreundlich. Lediglich eine gewisse Schwüle machte sich bereits schon zu dieser frühen Stunde über Köln breit. Am Start stehe ich ungefähr in Reihe 5. Pünktlich 8.50 Uhr wird das Läuferfeld auf die Strecke geschickt. Meine Taktik für dieses Rennen sieht so aus, dass ich möglichst bis KM4 knapp unter 4:00min/km bleibe und dann ggf. noch etwas auf das Tempo drücken kann. Vielleicht habe ich ja diesmal das Glück, am Ende mit ein paar Mitläufern einen echten Wettkampf auszutragen. Das wäre der von mir gewählten Taktik natürlich sehr dienlich.

Der Start verläuft sauber und ich komme gut weg. Das heutige Tempo ist gefunden. KM1 überlaufe ich mit 3:55min/km. Alles im grünen Bereich. Die Strecke ist flach und schnell und heute auch idealerweise weitestgehend windstill. Nur diese Schwüle macht das Atmen etwas schwer. Ich ziehe an ein paar „Schnellstartern“ vorbei und werde kurz vor KM2 selbst von einem Läufer überholt. Doch sein Tempo ist annehmbar und kommt mir gelegen. Bloß nicht wieder allein laufen müssen, denke ich mir und hefte mich sofort an seine Hacken. Das Tempo liegt weiterhin so im Bereich knapp unter einem 4er-Schnitt – somit also alles nach Plan.

Bei KM3 wird mein Vordermann allerdings etwas langsamer. Er hat sich scheinbar doch ein wenig zu viel zugemutet. Für mich gibt es nur eine Entscheidung – vorbei ziehen. Wenn ich jetzt nicht weiter Druck mache, wird das heute nix. Also überhole ich und laufe nun doch wieder allein. Der andere Läufer macht keine großen Anstalten mir zu folgen. Somit tritt nun wieder ein, was ich so gern vermieden hätte – der alleinige Kampf gegen die Uhr. Das Feld ist weit auseinandergezogen. Vor mir ist niemand in Sicht.

Bei KM4 liege ich im Schnitt noch bei 3:59min/km. Jetzt müsste ich den „Turbo“ zünden und zum Endspurt ansetzen. Aber es ist doch ziemlich hart zu diesem Zeitpunkt. Vor mir ist weit und breit keiner, zu dem ich versuchen könnte, aufzulaufen. Von hinten droht auch keine echte Gefahr. Also muss ich das Ding für die letzten 1000m irgendwie noch so gut wie möglich zu Ende laufen. Doch ich kann das Tempo nicht mehr ganz halten – falle knapp über die 4:00min/km.

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„Komm schon – reiß Dich zusammen!“ Ich kann das Ziel schon sehen; höre den Moderator. Das motiviert noch einmal. Die letzten Meter. 90°-Linkskurve und steil bergab zur Ziellinie. Die 19 vorn ist bereits weg. Aber eine gute 20er-Zeit ist allemal noch drin. Alles noch mal raus und über die Linie. 20:12min – na bitte – geht doch! Neue persönliche Bestzeit eingefahren. Sehr gut! Teilnehmermedaille abholen und verschnaufen. Auslaufen.

Fazit: Ein gelungener Abschluss der ersten Saisonhälfte! Zwar die 20:00min noch nicht gekackt, aber den heutigen Umständen entsprechend voll zufrieden. Mit einer echten finalen Wettkampfsituation sicherlich noch das eine oder andere Sekündchen weniger drin gewesen, aber gut – vielleicht beim nächsten 5er.

In der Gesamtwertung landete ich mit dem Ergebnis auf Platz 11 von 51 Startern und in meiner Altersklasse M40 auf Platz 2 von 8. Leider wurden nur die ersten drei Gesamtwertungsplätze im Rahmen der Siegerehrung bedacht, so dass die Altersklassenplatzierten leer ausgingen. Schade! Ansonsten war die Veranstaltung – wie gewohnt – wieder einmal rundum gelungen und bleibt jederzeit eine absolute Empfehlung wert.

Meine Sommerpause ist mittlerweile schon vorüber und neue Ziele sind anvisiert. Doch dazu mehr im nächsten Bericht. In Kürze! Versprochen! 😉

Für heute verabschiede ich mich mit sportlichen Grüßen!

Mario


Laufbericht: 14. EVL-Halbmarathon 2014

Vergangenen Sonntag, 15.06.2014 – mein erster Wettkampf für dieses Jahr – 14. EVL-Halbmarathon in Leverkusen. Nach meiner überwundenen kleinen „läuferischen Glaubenskrise“ des Winters habe ich noch rechtzeitig die Kurve gekriegt und mich in den letzten acht Wochen intensiv auf diesen Halbmarathonlauf vorbereitet. Gesundheitlich gab es keine Probleme, so dass ich die Trainingsvorgaben immer voll umsetzen konnte. Das war ja im vergangenen Jahr nicht ganz so der Fall, weshalb ich damals beim 13. EVL-Halbmarathon doch noch leicht angeschlagen und bei weitem nicht so gut vorbereitet an den Start ging. Insofern war auch die damalige Laufzeit mit 1:37:09h etwas ernüchternd gewesen, aber den besagten Umständen geschuldet. Also hatte ich in diesem Jahr quasi noch eine Rechnung mit diesem Laufevent offen. Generelle Bestzeiten kann man sich von der Strecke nicht wirklich erhoffen. Dafür ist selbige einfach zu profiliert. Aber man kann versuchen, sich von Jahr zu Jahr immer wieder zu steigern. Und genau das hatte ich mir für diesmal vorgenommen. Minimalziel sollte eine 1:35h sein, mit der Option, bei gutem Rennverlauf vielleicht sogar zum Ende hin noch das eine oder andere Sekündchen herausquetschen zu können.

Pünktlich 9:00 Uhr fiel der Startschuss. Ich hatte mich direkt neben den beiden 1:35h-Zugläufern postiert, mit welchen ich mich schon im Vorfeld des Starts kurz über die geplante Renntaktik unterhalten hatte. Diese wurde mir allerdings recht simpel vorgetragen: „Wir laufen einfach konsequent vom Start weg eine 4:28er Pace.“. Okay – klingt logisch. Ich war zwar eher von einem Negativsplit ausgegangen, weil insbesondere die ersten 7km der Laufstrecke von vielen Bergaufpassagen gekennzeichnet sind, aber gut – jeder löst die Situation anders. Wie auch immer – ich wollte in jedem Fall an den Beiden dranbleiben.

Auf den ersten 5km gelang mir dies auch recht gut. Zwar in einem gewissen Abstand, aber immer in Sicht- bzw. Reichweite. Mein erster 5km-Split ging mit 22:30min glatt in einer 4:30er-Pace durch. Alles nach Plan bis dahin. Dann allerdings zogen die beiden „Pacemaker“ doch merklich an. Vielleicht auch deswegen, weil es ab KM7 vorerst mal wieder bergab geht. Ich ließ mich hier nicht ganz so deutlich mitreißen. Mittlerweile hatte sich auch die Sonne durch die zuvor noch vorhandenen Wolkenfelder gekämpft und brannte schon recht ordentlich. Und so nehme ich kurz vor KM10 die willkommene Gelegenheit eines Verpflegungsstandes war, trinke einen Becher Wasser und gieße mir einen Zweiten über den Kopf. Da ich jedoch bei einem 4:30er nicht mehr trinken kann, halte ich dazu kurz inne und gehe ein paar Schritte. Das mache ich eigentlich sonst nur sehr selten. Normalerweise laufe ich einen Halbmarathon „trocken“ durch. Aber irgendwie hatte ich an diesem Sonntag das Gefühl, es wäre besser, schon frühzeitig wieder etwas Flüssigkeit aufzunehmen.

KM10 überlaufe ich bei 44:50min (22:20min) – nach wie vor alles bestens. Nun verläuft die Strecke meist über längere flache Abschnitte. Die 1:35er-Pacemaker habe ich mittlerweile jedoch aus den Augen verloren. Aber gut – mein Schnitt stimmt auch so. Kurz vor KM15 geht es einmal durch den Leverkusener Neulandpark. Anfangs mit Steigung und dann wieder bergab zurück. Vor dem Einlauf in den Park mache ich abermals eine kurze Trink- und Abkühlungspause. Allgemein ist es zwar gar nicht so wahnsinnig heiß, aber da, wo die Sonne ungehindert durchkommt, knallt sie ziemlich runter. Und gerade der Neulandpark ist dafür bekannt, wenig Schattenecken zu haben. Als „spielplatzerfahrener Laufpapa“ weiß ich das natürlich! 😉

KM 15 wird mit 01:07:44h (22:44min) passiert. Etwas Zeit haben der Anstieg und die vorherige Trinkpause nun doch gekostet. Aber gut – ich bin weiter auf Kurs. Die weiteren Kilometer kann ich sogar noch einmal etwas zulegen. Bei KM17 lege ich allerdings noch mal eine ganz kurze „Erfrischungspause“ ein. Irgendwie brauche ich das heute. Und das „dicke Ende“ steht ja noch bevor. Bei KM19 muß sich jeder noch einmal so richtig quälen, und zwar den „Sauerberg“ hinauf. Ob dieser kurze, aber umso steilere Anstieg nun wirklich so heißt, oder vielmehr von der Läufergilde so getauft wurde, weiß ich nicht. Ich denke aber eher letzteres wird der Fall sein. „Sauer“  – wahrscheinlich, weil man hier echt sauer wird. Zum einem physisch, aufgrund der letzten Kraftreserven, die man aufbringen muß, und zum anderen psychisch, weil man sich einfach über diese letzte fiese Ackerei ärgert. Aber es hilft nix – hier muß jeder durch, der ins Ziel will. Also beiß auch ich die Zähne zusammen und verbrenne die letzten Kohlenhydrate. Oben angekommen ist man einerseits Stolz, aber andererseits auch „den Tränen nahe“. 🙂

Mit brennenden Oberschenkeln geht es nun in Richtung Ziel. Allmählich nehme ich noch einmal Fahrt auf. KM20 geht mit 1:30:33h (22:59min) durch. Normal an dieser Stelle, denn an besagtem „Sauerberg“ lässt ein jeder ordentlich Zeit liegen. Noch 1,1km. Unter 1:35h zu bleiben, wird verdammt hart. Viel geht nun nicht mehr. Noch einmal ein Stück bergab und dann wieder bergauf, ein Stück flach, 90° Linkskurve und dann leicht abschüssig in Richtung Ziel. Hier steppt wieder der Bär! Die Zuschauer jubeln und man wird, sofern es erkennbar ist, mit Namen anmoderiert. Es reicht noch für einen ordentlichen Schlussspurt und dann bin ich im Ziel. Handgestoppt 1:35:19h – offiziell 1:35:18h.

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Im Nachzielbereich erhält jeder eine Finishermedaille. Für die Nachverpflegung ist ebenfalls bestens gesorgt. Ich hole mir jedoch nur einen Becher Wasser und bekomme noch drei Blättchen „Dextro Energy“ dazu. Paßt doch!

Fazit: Endlich mal wieder ein Wettkampf. Wetter okay – aber etwas zu warm im Verlauf. Organisation des Events wieder vorbildlich – da gibt es nix auszusetzen. Persönliche Leistung in jedem Fall – mit fast 2min – viel besser als im letzten Jahr .  Minimalziel auch erreicht. Trotzdem wäre ich natürlich gern noch unter der 1:35h-Marke geblieben. Woran es am Ende lag, vermag ich gar nicht so wirklich zu sagen. Vielleicht hätte ich mir eine Trinkpause sparen sollen? Vielleicht an der zunehmenden Wärme? Vielleicht hätte ich zum Ende hin doch noch etwas mehr Druck machen können? Irgendwo eine Mischung aus allem wahrscheinlich. Aber gut – ich bin zufrieden mit dem erreichten Ergebnis. In jedem Fall bin ich in diesem Jahr leistungsmäßig schon weiter als 2013. Das lässt doch noch hoffen! Ein paar Wettkämpfe kommen ja noch. 😉

Sportliche Grüße!

Mario


Laufbericht: 24. Kölner Friedenslauf 2013

Kölner Friedenslauf – in diesem Jahr zum wiederholten Male mein Jahressaisonabschluss. Zwar schon wieder einiges her, aber diesen Laufbericht möchte ich nicht schuldig bleiben. Die Form war so halbwegs wieder da, aber bei weitem nicht so gut, wie zum gleichen Zeitpunkt letzten Jahres. Damals lief ich beim Kölner Friedenslauf meine nach wie vor gültige persönliche Bestleistung über die 10km-Distanz. Davon war ich in diesem Jahr doch um einiges entfernt. Aber nichts desto trotz, war ich gesund und fit und somit bereit, auch diesen letzten Wettkampf für 2013 noch zu absolvieren.

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Besonders viel vorgenommen hatte ich mir für diesen Sonntagmittag nicht. Die Saison war im Kopf schon längst abgehakt, aber der Friedenslauf ist immer ein schönes Event, bei dem sich ein Start allemal lohnt. Und somit galt – einfach nur gut in den Lauf kommen und mal schauen, was die Beine hergeben. Bestzeitambitionen wurden sowieso bereits schon den ganzen Sonntagmorgen im wahrsten Sinne des Wortes „vom Winde verweht“, denn es herrschte zwar ein trockenes, aber sehr stürmisches Wetter vor. Und da der Lauf ja bekanntermaßen parallel dem Rheinufer entlang geht, war es bereits schon im Vorfeld klar, dass man heute mit der einen oder anderen recht heftigen Windböe zu kämpfen hatte. Eine amtliche Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes kursierte noch zusätzlich als „böses Ohmen“ über der Veranstaltung. Aber gut – die Bedingungen waren für alle gleich und zum Startzeitpunkt auch noch im vertretbaren Rahmen.

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Und so macht sich das 10km-Läuferfeld gegen 12.00 Uhr – nach den vorherigen Läufen der Bambinis und Kinder – auf seinen Weg. Der Start verläuft reibungslos, ich sortiere mich nach den ersten paar hundert Metern leistungsgerecht ein. Eine Pace zwischen 4:10 und 4:15min/km – das passt. Nach kurzer Zeit laufen wir schon „ungeschützt“ direkt auf der Rheinuferpromenade dem Wendepunkt bei KM2 entgegen. Ich versuche in einer kleineren Gruppe ein wenig Windschatten zu erhaschen. Aber die Gruppe wird jetzt schon stetig langsamer. Auch wenn ich heute nicht auf voller Leistungshöhe bin, aber „rumtrödeln“ will ich auch nicht. Also „Augen zu und durch“! Ich laufe nach vorn und setze mich allein ab. Voll den Wind auf der Brust – das kostet Körner. Aber egal – bis zum Wendepunkt ist es nicht mehr weit.
 
Bei KM2 ums Hütchen herum und wieder retour. Jetzt kommt der Wind eher von hinten und es geht etwas besser voran. Ich kann nun ein paar Plätze nach vorn gutmachen. Trotzdem ist das Feld mittlerweile schon sehr auseinandergezogen, so dass quasi jeder auf sich allein gestellt ist. Wie eine lose Perlenkette verteilen sich Läuferinnen und Läufer über die Strecke.

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Ich laufe nach wie vor so um die 4:15min/km, aber viel mehr geht heute nicht. Doch unter 43:00min möchte ich in jedem Fall bleiben. Die nächsten Kilometer tut sich nicht viel. Jeder läuft seinen Stiefel runter. Scheinbar wollen alle einfach nur vor dem drohenden Unwetter im Ziel sein.
 
KM7 – noch einmal wird gewendet. Jetzt geht es zurück zum Start/Ziel und das heißt wieder – Gegenwind. „Beißen“ ist angesagt! Vor mir in gut 50m Entfernung eine Vierergruppe. Die will ich mir aber noch vornehmen. Bei KM8 bin ich dran und kurz darauf auch vorbei. In einigem Abstand nach vorn befinden sich noch zwei weitere Läufer, doch die kriege ich heute nicht mehr. KM9 zieht vorbei und nun ist auch der Start-/Zielbereich zu sehen. Ein kleiner Endspurt ist noch drin, dann geht es rechts ab und auf die letzten Meter bis zum Ziel. Hier stürmt auf einmal noch ein junger Bursche – U18, wie ich später aus der Ergebnisliste ersehen kann – in einem fulminanten Zielsprint an mir vorbei. Er hatte mich bei KM3 überholt, wurde dann allerdings wieder etwas schwächer, so dass ich ihn bei KM5 wieder einsammeln konnte. Ab da hatte ich ihn eigentlich schon abgehakt. Diese Jugend! 😉

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Mit 42:43min laufe ich über die Ziellinie. Platz 39 (151) im Gesamtklassement der Männer sowie Platz 12 (25) in der AK M40. „Den Umständen entsprechend, in Ordnung“ – könnte man sagen.

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Im Zielbereich dann ein kurzer Plausch mit einem Läufer, der mich direkt beim Namen anspricht. Es ist Denis Rösler vom Team Erdinger Alkoholfrei. Er hat im Internet mein Blog entdeckt. Zudem kommt Denis gebürtig auch, wie ich, aus dem Erzgebirge und sogar ganz aus der Nähe meines Heimatortes. Ja – so klein ist auch die (Lauf)welt! 😉
 
Das Wetter wird nun immer ungemütlicher. Also verabschiede ich mich, ziehe trockene Sachen an und laufe mich kurz aus. Danach schnell zum Auto und ab nach Hause. Und während der Heimfahrt öffnet der Himmel dann doch noch mal kurz und heftig seine Schleusen! Es schüttet, wie aus Eimern! Gerade noch einmal Glück gehabt!
 
Damit endet meine Wettkampfsaison für 2013 auch schon wieder. Viel war nicht los in diesem Jahr – schade. Aber gut – auch solche Abschnitte wollen gemeistert werden. In diesem Sinne passt wieder dieses schöne Zitat – mögen die Höhepunkte der Vergangenheit die Tiefpunkte der Zukunft sein.
 
Abschließend natürlich wieder mein herzliches Dankeschön an Laufmonster Kai Engelhardt, der abermals die tollen Bilder „geschossen“ hat! Super!
 
Mit sportlichen Grüßen aus Köln-Stammheim
Mario


Laufbericht: 28. Refrather Herbstlauf 2013

Nachdem ich ja am Kölner Marathonwochenende gänzlich durch Abwesenheit „geglänzt“ hatte, musste in diesem Jahr in jedem Fall noch ein Erfolgserlebnis in Sachen Halbmarathon her. Und so hatte ich mich ja schon seit längerem dazu entschlossen, nicht wie in den beiden Vorjahren über die 10km-Strecke beim Refrather Herbstlauf an den Start zu gehen, sondern es vielmehr erstmals hier über die Halbmarathondistanz zu versuchen. Vorgestern war es dann soweit.
 
Wer die Strecke kennt, der weiß, dass es hier durchaus ein paar Höhenmeter zu überwinden gilt. Die Halbmarathondistanz teilt sich in drei Runden á 7km auf, in denen es immer zwischen KM2 und KM5 für 3km stetig bergan geht. Das Tückische daran ist allerdings, dass man diese Steigung optisch als solche gar nicht wirklich wahrnimmt, jedoch die Beine mehr und mehr signalisieren, was gerade passiert. Nun gut – aber ich war fit und gesund und somit auch bereit, mich der Herausforderung zu stellen. Als Zielzeit war eine 1:35h angepeilt.
 
Das Wetter ist an diesem Sonntag sehr gut und ausgesprochen mild. Der Wald hat viel Feuchtigkeit gespeichert und es herrscht eine ziemliche „Herbstschwüle“. Der Halbmarathonstart war für 12:00 Uhr angesetzt. Da aber zuvor noch die 10km-Läufer auf die Strecke geschickt worden waren, wartete das Halbmarathonfeld höflich und sportlich fair noch einige Augenblicke, bis auch der letzte 10km-Läufer des Tages die Ziellinie überquert hatte. Dann ging es los. Das Teilnehmerfeld war überschaubar. Einerseits sollte es so kein großes Gedränge geben, andererseits barg dies aber wiederum die „Gefahr“, den überwiegenden Teil der Strecke allein laufen zu müssen. Insofern hieß es, soweit wie möglich immer an jemandem dran zu bleiben.
 

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Der Start verlief reibungslos. Ich hatte mein Tempo von 4:25-4:30min/km schnell gefunden. Ich lief in einer Gruppe von ca. 6 Läufern. Soweit alles prima. Doch schon nach dem ersten Kilometer setzten sich die anderen etwas von mir ab. Tempo ungefähr bei 4:15min/km. Das war mir jedoch für den Anfang zu schnell, denn gleich kam die erste „Bergwertung“ und diese sollte sich im weiteren Rennverlauf ja auch noch zwei Mal wiederholen. Also ließ ich meine „Begleiter“ ziehen, behielt sie aber immer in gut 100m Abstand im Auge. Irgendwie war ich mir ziemlich sicher, dass der eine oder andere aus dieser Gruppe sich gerade ein wenig „vergaloppierte“.
 
KM 5 ging mit 21:40min durch. Ziemlich flott. Der Berg war zum ersten Mal bezwungen. Nun konnte man es für gut 4km rollen lassen. Bei KM7 durchlief man den späteren Zielbereich mit der einzigen Verpflegungsstation der Strecke. Hier gab es ordentlich Beifall und Anfeuerung. Ansonsten blieb es sehr ruhig auf der Strecke. Hier und da mal ein anerkennender „Klatscher“ von Waldspaziergängern. Allerdings darf man auf einer reinen Waldwegstrecke wohl auch nicht viel mehr erwarten.

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Bei KM9 ging es dann zum zweiten Mal bergauf. Noch war ein gehöriger Abstand zwischen mir und dem Lauftrupp davor, aber ich blieb dran. Am Berg konnte ich dann schon ein wenig Boden gut machen. KM10 überquerte ich bei 44:20min. Immer noch sehr gut im Rennen. Zwei Läufer fielen nun schon etwas aus der Gruppe zurück und nach dem Berg konnte ich einen davon einsammeln. Nun ging es wieder bergab und zum zweiten Mal durch den Zielkorridor. Jetzt nutzten einige meine Vorderleute die Gelegenheit, um am Verpflegungsstand zu trinken. Ich nicht. Ich lief den Lauf, wie meistens, trocken durch. Durch diese Trinkpause war ich nun unmittelbar an der Gruppe dran. Ich merkte, dass einige jetzt ordentlich beißen mussten, um wieder Tempo aufzunehmen. Das war meine Chance! Und kurz darauf kassierte ich drei weitere Läufer ein. Nur einer war nun noch übrig. Aber der letzte „Bergausflug“ sollte bei KM 16 ja noch kommen!
 
Jetzt ging es ans Eingemachte! Noch einmal für gut 3km quälen. Mehr und mehr konnte ich nun auf meinen Vordermann auflaufen. Auch wenn die Oberschenkel brannten, jetzt musste ich vorbei. Bei KM17 hatte ich ihn. Doch von hinten kam noch ein weiterer Läufer. Ich erkannte im Blickwinkel, dass es auch einer derjenigen war, die zuvor noch eine Trinkpause eingelegt hatten. Er war tatsächlich wieder aufgelaufen und zog nun an mir vorbei. Starke Leistung! Ich dachte mir – häng Dich ran, wenn es geht! Er zieht Dich über den Berg! Und so blieb ich direkt an ihm „kleben“ und die Rechnung ging tatsächlich auf. Mit einer konstanten 4:25er Pace liefen wir zum letzten Mal für heute zum höchstgelegenen Streckenpunkt hinauf. Nun war KM19 erreicht. Mein „Pacemaker“ verschärfte noch einmal ordentlich das Tempo, um mich abzuschütteln. Leider konnte ich nichts mehr dagegen setzen und musste ihn ziehen lassen. Trotzdem – ohne ihn wäre ich wohl am letzten Anstieg etwas eingebrochen.

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Nun hieß es aber noch einmal alles zu mobilisieren, um eine gute Zeit einzufahren. KM20 war jetzt überlaufen. Ich blickte mich nach einer Kurve noch einmal kurz um, aber da war keiner mehr. Ein Blick auf die Uhr – eine Zeit unter 1:35h war noch drin. Den Berg hinunter ins Ziel im Schnitt unter 4:00min/km, letzte Linkskurve mit Beifall und Anfeuerung und dann endlich über die Ziellinie. 1:34:42h – Yes! – Gefällt mir! Ich klatsche meinen „Pacemaker“ dankend ab und wir quatschen ein bisschen. Auch mit dem anderen Läufer, welchen ich am letzten Berg überholen konnte, wechsle ich nun noch ein paar Worte. Es ist „Kony“ aus Koblenz. Und da fällt es mir auch wieder ein – ich hatte ihn bereits vor ein paar Wochen beim Halbmarathon am Fühlinger See gesehen. Ich empfehle ihm noch den Kölner Friedenslauf am nächsten Wochenende und dann geht jeder von uns seiner Wege. Immer wieder nett, wie man durch das Laufen in Kontakt kommt.
 
Ich laufe mich noch für ein paar Minuten aus und dann geht es ab nach Hause. Hier wartet schon mein Sohn, mit dem ich ins Schwimmbad zum „Seepferdchenkurs“ fahren möchte. Heute schauen Schwesterchen, Oma und Opa auch mal mit zu. Da ist er natürlich besonders motiviert.
 
Fazit: Ein gelungener Lauf! Anstrengend, aber gut. Zur Veranstaltung selbst kann man nur sagen – alles bestens. Der ausrichtende TV Refrath hat wieder einmal in gewohnter Manier ganze Arbeit geleistet, um quasi mitten im Wald eine sehr gut funktionierende Laufveranstaltung zu initiieren. Wertungstechnisch konnte ich im Gesamtklassement der Männer Platz 15 von 68 und in der Altersklasse M40 Platz 5 von 10 erreichen.
 
Nun steht noch ein Lauf für diese Saison aus. Am kommenden Sonntag möchte ich noch einmal über die 10km-Distanz beim Kölner Friedenslauf an den Start gehen.
 
Sportliche Grüße aus Köln-Stammheim!
Mario

P. S.: Sämtliche Fotos stammen mal wieder von „Laufmonster“ Kai Engelhardt. Wie immer ein ganz herzliches Dankeschön dafür! Wie immer – super Aufnahmen!


Laufbericht: 7. Bickendorfer Büdchenlauf 2013

Zum zweiten Mal war ich am vergangenen Sonntag bei dieser Veranstaltung dabei. Und – um es gleich mal vorweg zu nehmen – es lohnt sich! Eine wirklich tolle Laufveranstaltung mit viel familiärer Atmosphäre und unheimlich viel frenetischer Anfeuerung für alle Läuferinnen und Läufer. Die Strecke selbst ist flach und auch relativ schnell, einzig die vielen rechtwinkligen Rechts- und Linkskurven ziehen einem ein wenig die Pace weg. Aber das haben diese kleinen Rundkurse oftmals so an sich. Trotzdem kann man die Strecke sehr gut laufen. Und die Veranstaltung als Gesamtpaket ist allemal einen Start wert.
 
Ich hatte mich für dieses Jahr für die 5km-Distanz entschieden. Bislang kann ich ja nur Ergebnisse über die 10km und den Halbmarathon vorweisen. Der Marathon ist in diesem Jahr doch noch kein Thema für mich. Also bot sich die Gelegenheit an, um nun auch mal über die 5km einen Einstieg zu finden. Hierbei orientieren sich die meisten Aktiven ja an der 20min-Marke. Und so stellte auch ich mir zum Ziel, so nahe wie möglich an diese heranzulaufen. Bei guten Bedingungen schien mir eine Zeit zwischen 20:00min und 20:15min für durchaus realistisch. VICSYSTEM ging sogar soweit, mir eine Zielprognose von 19:58min vorzugeben. Nun gut – das wird mit Sicherheit kein Kindergeburtstag! Meine Taktik – sofern man davon bei einem 5km-Lauf überhaupt sprechen kann – sah so aus, anfangs einfach mal Vollgas weg vom Start und nach gut 500m „geordneter Rückzug“ auf ca. 3:55-4:00min/km. Nach Möglichkeit jemand zum Mitlaufen finden, der auch in etwa dieses Tempo läuft, und dann einfach versuchen, gut über die 2 Runden á 2,5km zu kommen.
 
Soweit also die Theorie. Doch wie heißt es so schön: „Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt“. Startschuss pünktlich um 11.30 Uhr. Ich habe mich ziemlich weit vorn eingereiht, um gut rauszukommen. Nach ca. 200m gerader Strecke kommt schon die erste scharfe Rechtskurve. Alles prima – der Start hat gut geklappt. Die Spitzenläufer enteilen bereits sichtbar. Ich laufe so um die 3:30min/km. Noch befinde ich mich in einem kleineren Pulk. Doch schon kurze Zeit später ist nur noch ein Läufer vor mir, an den ich mich halten kann. Mittlerweile habe ich mich wie geplant bei etwa 4:00min/km eingependelt. Der Läufer vor mir scheinbar auch. Super, denke ich! Vielleicht können wir das Ding nun zu zweit rocken. Aber weit gefehlt, wenige Augenblicke danach lässt er deutlich nach und ich muss vorbei laufen. Mist!
 
Ich ca. 50 Meter Entfernung das nächste Grüppchen. Doch auch hier ist man wohl um einiges zu schnell angegangen, denn ich laufe relativ zügig auf und gehe kurz vor KM1 vorbei. KM1 geht mit 3:57min/km durch. Eigentlich voll im Plan, doch nun bin ich völlig allein und auf mich gestellt. In einiger Entfernung kann ich zwar noch drei Läufer/innen erblicken, aber dorthin aufzulaufen ist nicht drin. Hinter mir kommt auch niemand „angeflogen“, auf den ich warten könnte. Also muss ich wohl oder übel allein weiter. Diese Situation hasse ich in einem Wettkampf! Es mangelt mir bestimmt nicht an der nötigen Motivation, aber so gänzlich allein laufen ist einfach blöd. Zudem weht einem auf einigen Streckenabschnitten eine ordentliche Prise entgegen. Und da im Windschatten laufen mangels anderer Läufer leider ausfallen muss, drückt das natürlich unweigerlich aufs Tempo. Aber was willst Du machen – weiter und durch!
 
Die erste Runde absolviere ich bei 10:06min. Ganz okay, aber die nächste Runde wird wohl schwerer werden. Nach der langen Zielgeraden geht es erst einmal wieder rein in die „Gassen-Passage“. Viele kleine Sträßchen gesäumt von kleinen bis mittelgroßen Reihenhäusern. Hier steppt der Bär! Fast vor jedem Haus sitzen die Bewohner am Straßenrand und jubeln den Läuferinnen und Läufern unentwegt zu. Das gibt wieder Schwung! Trotzdem ist ein komisches Gefühl, so allein durch die Menge zu laufen. Doch umso mehr wird man angefeuert. Ich versuche, das Tempo hoch zu halten, aber nun wird es doch schwierig. Aufgrund der vielen meist fast rechtwinkligen Haken, die die Strecke beinhaltet, wird es auch nicht gerade leichter.
 
Dann kommt das KM4-Schild immer näher. Noch einen Kilometer. Nach wie vor laufe ich allein. Spaß macht es schon längst nicht mehr. Ich komme mir vor, wie bei einem meiner abendlichen Tempoläufe, wenn ich meine Runden bei uns im Wohngebiet drehe. Nur das da keiner am Streckenrand steht und anfeuert. Kurz vor der letzten Abbiegung bläst noch einmal der Wind entgegen. Rechts ab und nun nur noch geradewegs ins Ziel rein. Ein halbwegs gelungener Endspurt ist gerade noch drin und bei 20:38min bin ich durch. Mann, Mann, Mann – so ein Mist, ist mein erster Gedanke. Gut – so schlecht ist die Zeit nun auch wieder nicht, aber in einem Läuferfeld und mit dem einen oder anderen direkten Zweikampf wäre mit Sicherheit mehr rausgesprungen. Ärgerlich!
 
Nun gut – was soll’s. Auslaufen, umziehen und ab nach Hause. Kurz überlege ich noch, ob ich mir den Start über die 10km ansehe, aber da müsste ich noch gut 15 Minuten warten. Und irgendwie habe ich für heute keine Lust mehr. Also heimwärts. Frau und Kinder sind unterwegs – Papa hat somit ein bisschen Zeit, um zu relaxen. Am späten Nachmittag stehen dann bereits die offiziellen Ergebnisse online bereit. Und was sehe ich da – dritter Platz in der AK 40! Nach toll! Und ich Depp bin direkt nach Hause gefahren! Ich meine – eine 20:38min ist jetzt nicht unbedingt eine Knallerzeit, aber in der Altersklasse der „Laufpapas“ liegt man damit wiederum nicht ganz schlecht. Da hätte ich tatsächlich mal aufs Treppchen steigen dürfen! Ach Mann, wie blöd! Wäre ich doch noch mal zurück in den Start-/Zielbereich gegangen …. da hingen bestimmt schon die Ergebnislisten aus …. .
 
In der Gesamtwertung der Männer bin ich auf Platz 19 von 188 gelandet. Und wie geschrieben, in der AK 40 auf Platz 3 von 24. Mit dem Lauf bin ich einerseits schon zufrieden, andererseits hätte ich vielleicht, bei entsprechend anderer Läuferverteilung, mehr rausholen können. Aber gut – schon wieder „hätte“, „wäre“, „wenn“ und „aber“ – am Ende zählen ja nur die Fakten. Insofern muss ich in jedem Fall über die 5km noch mal ran! 😉 Zwar nicht mehr in diesem Jahr, aber in der nächsten Saison ist diese Streckenlänge fest eingeplant.
 
Sportliche Grüße aus Köln-Stammhein!
Mario