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Laufbericht: 27. Refrather Herbstlauf 2012

Sonntag, 5:58 Uhr unser Sohnemann wird wach und denkt sich: ‚Voll cool – da kann ich ja gleich mal auch den Papa wecken!’. Gedacht – getan! Aber gut – halb so wild – denn es ist wieder „Laufsonntag“ und ich wollte sowieso um diese Uhrzeit aus den Federn sein. Der 27. Refrather Herbstlauf stand auf dem Plan – für mich über die 10km-Distanz. Ich habe noch sehr gute Erinnerungen an diesen Lauf aus dem letzten Jahr, als ich hier mit 42:39min meine bis vor kurzem noch gültige persönliche Bestzeit über die 10km aufstellte. Mittlerweile liegt diese bei 42:02min und „schreit“ quasi nach Unterbietung der 42min-Marke. Die Refrather Strecke ist ziemlich simpel zu laufen. Es geht für 5km schnurstracks – bis auf zwei Abbiegungen – in eine Richtung, Wendepunkt, und im Anschluss das Ganze wieder retour bis ins Ziel. Einziger Knackpunkt dabei, dass der Hinweg sukzessive nach oben geht. Dafür kann man es aber auf dem Rückweg fast ausschließlich „rollen lassen“.

Der Start ist für 10:50 Uhr angesetzt. Ich bin eine gute Stunde vorher da. Parkplatz am Straßenrand ergattert und dann erstmal zum Orga-Zelt, um mich für den Lauf nachzumelden. Innerhalb von ein paar Minuten habe ich meine Startnummer in der Hand. Die gesamte Laufveranstaltung ist seitens des TV Refrath wie immer vorbildlich organisiert. Wieder zurück zum Auto, von lang auf kurz umziehen, Startnummer anbringen und auf einem der unzähligen Waldwege des umliegenden Königsforsts einlaufen.

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Foto: Kai Engelhardt

Die Taktik für heute sieht so aus – bis KM5 im 4:10er-Schnitt und dann Anschlag zurück. Nach meiner „GPS-Pleite“ beim Sparkasse KölnBonn Marathon werde ich heute nun nicht permanent via GPS ermittelter Durchschnittspace mein Tempo überprüfen, sondern einfach die Zeit laufen lassen und an den KM-Markierungen kurz hochrechnen. Man(n) wird ja aus Fehlern schlau!

Pünktlich 10:50 Uhr geht es los. Die Zeitnahme erfolgt Brutto wie Netto – also möglichst aus den ersten Startreihen raus. Ich stehe in Reihe 3 ca. 2m hinter der Startlinie – das passt.

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Foto: Kai Engelhardt

Nach dem Startschuss geht es natürlich gleich richtig zur Sache. Da muss man dann schon mal mit, um nicht überrannt zu werden. Aber nach gut 500m hat sich das Feld bereits leistungsgerecht geordnet und jeder läuft an seinem Platz. KM1 geht bei mir mit glatten 4:00min durch –okay. KM2 überlaufe ich bei 8:05min – alles im Soll, aber schon einen Hauch zu schnell. Nun geht es stetig bergan. Das saugt natürlich an der Pace. KM3 geht mit 12:21min durch; KM4 mit 16:40min. Jetzt aber nicht langsamer werden! Noch 1km bis zur Wende und dann wird’s „einfacher“. Kurz nach KM4 kommt der Erstplatzierte Marc Fricke schon wieder entgegen! Er wird das Rennen heute in eindrucksvollen 32:30min gewinnen! Da kann man nur ehrfürchtig staunen!

Dann endlich umrunde ich den Wendepunkt. Ein Blick auf die Uhr – 20:35min – macht einen 4:07er-Schnitt für die erste Hälfte. Halbzeitziel also voll erfüllt und so gar noch etwas Puffer rausgelaufen. Ab jetzt geht es für die nächsten 3km nur bergab. Aber irgendwie komme ich heute hier nicht so wirklich in Fahrt. Gut – es läuft sich angenehmer als der Hinweg, aber trotzdem fehlt mir so ein wenig die Lockerheit. An der Stelle war ich im letzten Jahr eindeutig besser drauf. Allerdings habe ich damals die 5KM-Wende auch erst eine gute Minute später erreicht. Aber das zählt jetzt alles nix – weiter!

KM8 muss ich mindestens bei 33:30min erreichen, damit das heute hier noch was gibt. Ich laufe bei 33:25min vorbei. Passt also gerade noch. KM9 erreiche ich nach 37:42min. Noch 4:18min bis auf 42:00min! Und ich will ja sogar darunter bleiben! Es geht noch einmal ganz leicht bergauf. Ich befinde mich quasi wieder im „Auto-Modus“. Rennen, rennen, rennen! Ich laufe schon seit einiger Zeit völlig allein. Vor mir ist niemand in erreichbarer Nähe. Hinter mir scheint sich wohl jemand zu nähern, denn ich vernehme immer dem kurz nach mir hörbaren Applaus einiger Zuschauer, dass da eine/r hinter mir läuft. Aber umgedreht wird sich nicht! Vorwärts! Wer schneller ist, soll überholen!

Über die letzte kleine „Bergkuppe“ drüber und jetzt erblicke ich den Zielbogen. Noch gut 500m. Ich schiele noch mal auf die Uhr – irgendwas mit 40:40min – das wird eng. Alles raus, was geht! Das Ziel kommt immer näher.

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Foto: Kai Engelhardt

Finisher-Foto heute wieder vom „Ober-Laufmonster“ Kai Engelhardt. Wie immer – ein herzliches Dankeschön, Kai! Die Fotos sind echt der Hammer!

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Foto: Kai Engelhardt

Und dann ist es geschafft! Forerunner drücken – 41:57min! Geil! Geil! Geil! Aber noch ist das Ergebnis nicht offiziell. Aufgrund der Brutto- wie Nettozeitnahme kann natürlich noch das eine oder andere Sekündchen dazu kommen. Also –erstmal abwarten.

Und nun? Wer meine Laufberichte regelmäßig liest, weiß, was jetzt folgt. Restsonntagsprogramm – genau! Kurz einen Becher Wasser trinken. Auslaufen. Zurück zum Auto. Umziehen. Schnell noch die frohe Botschaft in Twitter und Facebook absetzen und mich per SMS zu Hause ankündigen. Schon geht’s ab in Richtung Heimat. Dort angekommen empfängt mich meine Frau: „Hallo – und – wie war’s? Okay – schön! Aber kannst Du bitte gleich kurz noch einmal in den Keller gehen und Sprudelwasser holen. Ich will doch heute Pfannkuchen machen und da brauche ich für den Teig das Sprudelwasser …. „ . Alles klar – Supermario ist wieder zurück im realen Leben! Am Nachmittag dann noch mit unseren „Schweinchen“ auf den Kinderspielplatz eine Runde Kicken. Das gehört natürlich auch dazu – logisch!

Am Abend checke ich die offiziellen Ergebnislisten. 41:58min! Nach der 4 steht tatsächlich noch die 1! Wenn auch knapp, aber sie steht. Sub42min – Haken dran! Neue persönliche Bestzeit! Supi! In der Wertung bringt das einen 25. Platz von 145 bei den Männern und einen 8. Platz (mal wieder) von 22 Teilnehmern in der AK M40. Der Lauf war auch ein Wertungslauf im PSD Bank Köln Laufcup, allerdings steht hier die Punktevergabe noch aus.

Ein Wettkampftermin liegt nun noch an, und zwar am kommenden Sonntag der 23. Kölner Friedenslauf. Da geht es dann um 12:00 Uhr noch einmal über die 10km-Distanz, nach dem unser Sohnemann eine Stunde vorher seine Laufpremiere über die 400m-Bamibinirunde gegeben hat.

In diesem Sinne – eine gute Woche!

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