My completely private challenge!

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Vorspiel ohne Höhepunkt :-(

Eines gleich vorweg, bevor hier vielleicht „falsche Hoffnungen“ aufkommen. Es geht nicht um das, was eventuell der/die Eine oder Andere bei der Überschrift jetzt denkt ;-). Nein – es geht nach wie vor ums Laufen! 🙂 Aber unter dieser Überschrift stand bei mir der vergangene Samstag.

Geplant war die Teilnahme am 10km-Wettkampf beim 39. Herbstlauf des GSV Köln-Porz. Vorangemeldet war ich auch bereits. Der vorletzte Wertungslauf im PSD Bank Lauf Cup 2011. Bis dato lag ich auf Platz 4 in der AK M35. Ich hatte in den Voranmeldungslisten schon gesehen, dass einige Top10-Läufer der AK M35 ebenfalls mit am Start sein sollten, sowohl über die 10km als auch über die Halbmarathondistanz, welche hier wieder parallel wertungsrelevant war. Also hieß es, noch einmal ordentlich Gas geben, um weiterhin auf den vorderen Plätzen mit dabei sein.

Die letzten Trainings waren gut, so dass ich sehr optimistisch war. Donnerstagabend dann noch einmal ein letzter kurzer lockerer Lauf mit 5 Steigerungen bis zum geplanten 10km-Renntempo. Alles paletti – es läuft! ABER es läuft auch aus der Nase! Zwar nur ein wenig, doch ich ahne schon nix Gutes. Eigentlich wehre ich mich ja schon seit gut 2 Wochen immer mal wieder gegen Halsweh, ein bisschen Triefnase und den einen oder anderen Huster. Doch bislang ging’s immer gerade noch so gut. Also bitte – nur noch eineinhalb Tage – danach können Schnupfen & Co. von mir aus über mich herfallen. Nur noch diesen einen Lauf! Bitte!

Freitag jedoch das gleiches Spiel, doch noch ein bisschen mehr. Ich fühle mich zwar im Allgemeinen gut und fit, aber andererseits bin ich mir nicht sicher, ob das trotzdem noch bis Samstagmittag hält und vor allem für einen nochmaligen 10km-Lauf am Limit reicht. Also volle Gegenattacke mit Schnupfenkapseln (Forte!) und einer abendlichen Pinimenthol-Inhalation. So wie bei Oma früher – Pinimenthol in’ Topf, kochendes Wasser drüber, Kopf über den Topf und großes Handtuch drüber! Vor dem Schlafengehen dann noch einmal die Nase ordentlich mit Meersalzspray gespült. Mehr geht nicht.

Samstagmorgen. Sohnemann weckt mich gegen 7.00 Uhr. Erster „Gesundheits-Check“ – oje! Aus der Nase kommt es gelbgrün und die Bronchien müssen erst einmal frei gehustet werden. Sch***e! Ich ahne schon, dass das heute wohl nix gibt. Aber erstmal aufstehen, raus auf den Balkon und frische Luft in die Lungen, Kaffee und Frühstück – Wettkampf-Like mit Weizentoast und Honig. Doch eigentlich weiß ich doch schon längst – heute macht das alles keinen Sinn.

Mittlerweile sind auch Frau und Tochter wach. Unsere Kleine pfeift auch aus allen Löchern und die Nase läuft im Dauerzustand. Fieber hat sie zudem auch noch. Meine Frau hat eine harte Nacht hinter sich, weil das Töchterchen mal wieder ganz viel Mama brauchte. Der Einzige, der schon lauthals St.-Martins-Lieder durch die Gegen schmettert, ist unser Sohn. Ihm geht es heute wohl noch am besten. Aber er hat es sich verdient, denn die letzten Tage waren auch für ihn sehr verhustet und verschnupft.

Nun ja – und jetzt wird mir endgültig klar – nee Junge – heute wird nicht im Wald um die Wette gerannt! Schon’ Dich! Zumal Du auch hier zu Hause um so mehr gebraucht wirst. Und so schlage ich, mit äußerlicher Gelassenheit, im Geiste mal eben schnell die ganze Wohnung kurz und klein, um dann, mit „großem Stolz auf die eigene Vernunft“, der Familie zu verkünden, dass Papa heute nicht laufen wird. Die Resonanz fällt eher bescheiden aus, da jeder genug mit sich selbst beschäftigt ist. Meine Frau schaut mich nur an, mit einem Blick, so nach dem Motto: „Hast Du echt geglaubt, dass Du heute laufen gehen kannst“!? 😉

Also tauche ich still schnell in den Familienalltag ein und verabschiede mich ganz leise von meiner diesjährigen Laufsaison. Auch wenn es schade um diesen letzten Lauf ist, so kann ich doch mit Fug und Recht behaupten – DAS WAR EINE RIESENSAISON FÜR MICH! Ich habe mehr erreicht, als ich mir noch Anfang dieses Jahres zu träumen gewagt hätte. Also – Haken dran und an den positiven Dingen erfreuen!

Trotzdem habe ich natürlich geschaut, welche Ergebnisse beim 10km-Lauf am Samstag erzielt wurden. Und ich denke, da wäre wirklich noch einmal eine gute Platzierung für mich drin gewesen. Aber nun ist es, wie es ist und basta! Meine diesjährige Laufsaison ist definitiv beendet! Jetzt heißt es bis zum Jahresende nur noch – Regeneration – .

Ein offizieller „Rechenschaftsbericht“ steht noch aus. Den liefere ich in den nächsten Tagen.

Best regards from Cologne!

Mario