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Laufbericht: 23. Kölner Friedenslauf 2012

Sonntag, 28.10.2012 – der letzte Wettkampf in diesem Jahr steht an – 23. Kölner Friedenslauf. Ein 10km-Lauf, bei dem ich nun schon zum zweiten Mal an den Start gehe. Die Strecke ist bis auf einen kleinen Anstieg kurz vor KM4, den man mit entsprechend Schwung gut überlaufen kann, absolut flach und somit hervorragend für eine gute Zeit oder gar eine neue Bestzeit geeignet. Einzig der Wind kann einem hier noch, da direkt parallel zum Rheinufer verlaufend, einen Strich durch die Rechnung machen. Doch am vergangenen Sonntag schien sich auch dieser vor den vorwinterlichen Temperaturen um den Gefrierpunkt herum zu verstecken. Insofern bot sich – mal abgesehen von der kalten Luft – noch einmal eine gute Gelegenheit in Sachen „Attacke“. Zwar kratzte morgens noch ein wenig der Hals und die linke Leisten- und Hüftgegend zwickte ein bisschen, aber im Großen und Ganzen war ich fit. Der Lauf ist auch Wertungslauf im PSD Bank Köln Laufcup. Hier habe ich bereits die erforderliche Anzahl von 5 Wertungsläufen absolviert, so dass ich mit einem nochmaligen guten Ergebnis ggf. die bis dato schlechteste Wertung löschen könnte. Also ein Grund mehr, sich noch einmal ordentlich reinzuhängen.

Eigentlich war ja auch die Laufpremiere unseres Sohnemanns beim 400m-Bambinilauf geplant, aber er hatte die Tage zuvor etwas gekränkelt und so hielten wir es, auch angesichts des ersten kleinen Wintereinbruchs, für ratsamer, seinen Start in die Laufkarriere auf das nächste Frühjahr zu verschieben. Im Nachhinein war dies dann auch die bessere Entscheidung, da der Bambinilauf, nicht zuletzt wohl auch mangels Teilnehmer/innen, gänzlich ausfiel.

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Und so treffe ich allein gegen 10.45 Uhr auf dem Gelände des Kölner Zirkus- und Artistikzentrums ein, wo sich heute Start und Ziel befinden. Ein Parkplatz ist (noch) schnell gefunden. Die Nachmeldung für den 10er geht reibungslos über die Bühne. Der Start ist für 12.00 Uhr angesetzt; noch hält sich die Teilnehmerzahl im überschaubaren Rahmen. Zum Auto zurück, Startnummer anbringen, Schuhwechsel, Forerunner an und ab zum Einlaufen. Als ich wieder am Start-/Zielbereich vorbei komme, traue ich allerdings meinen Augen nicht. In kürzester Zeit hat sich hier eine lange Menschenschlange vor dem Anmeldebereich gebildet. Da war wohl doch noch die/der eine oder andere Kurzentschlossene dabei. Mittlerweile ist es gegen 11.30 Uhr und ich denke mir, frag doch besser noch einmal nach, ob es bei der angesetzten Startzeit bleibt. Aber man ist optimistisch und versichert mir – 12.00 Uhr geht’s los. Okay. Nach ca. 20 Minuten Aufwärmprogramm bin ich wieder zurück und siehe da – noch immer scheint die Schlange vor der Anmeldung nicht abzureißen. Also frage ich erneut. Und diesmal ist man etwas realistischer. Der Start wird offiziell um 15 Minuten verschoben. Ich nutze die Zeit, um erneut ein paar lockere Laufbahnen zu ziehen und die eine oder andere Steigerung mit einzubauen. Warmhalten hat heute oberste Priorität! Kurz vor dem Start ziehe ich dann die langen Überklamotten aus und stehe nun gut „aufgeheizt“ in kurzer Laufkleidung an der Startlinie in Reihe 3.

Dann geht es los. Der Start verläuft sauber und ich komme gut weg. Die Taktik für den heutigen Lauf gestaltet sich relativ einfach – noch einmal voller Angriff – Zielzeit 41:40min. Das heißt im Umkehrschluss ein Schnitt von 4:10min/km. Die „Auto-Runde“ am Forerunner bleibt auch heute wieder aus. Die GPS-Pace läuft zwar zur lockeren Kontrolle mit, aber es wird wieder „gerechnet“. Die Strecke hat zwei Wendepunkte – einen bei KM2 und einen bei KM7. Somit ist die Rechnung klar – KM2 sollte ich bei max. 8:20min umrunden –KM7 bei 29:10min – danach Vollgas in Richtung Ziel. Zwischendurch steht für den KM5 eine 20:50min als Richtwert.

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Foto: Mike Fresenborg

Es läuft von Anfang an gut. Es steckt zwar doch noch ein wenig „Restkälte“ in den Beinen, aber spätestens nach der ersten Wende bei KM2 ist der Motor endgültig warm gelaufen. Ich laufe in einer kleineren Gruppe, das Tempo liegt so um die 4:07min/km – passt also.

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Foto: Mike Fresenborg

KM5 geht mit glatten 20:50min durch – alles voll im Soll. Es ist noch immer windstill, so dass man die flache Strecke tatsächlich für ein gutes Tempo nutzen kann.

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Foto: Kai Engelhardt

Bei der zweiten Wende bei KM7 liege ich etwas über der Zeit, aber noch ist alles möglich. Jetzt zurück zum Ziel – noch 3km ziehen! KM8 geht mit 33:25min durch – noch immer leicht drüber. Jetzt muss aber noch mal was kommen! Vor mir in ca. 50m Entfernung läuft der nächste Läufer. Den nehme ich mir noch vor! Ich erhöhe etwas das Tempo und laufe mehr und mehr auf. Bei KM9 gehe ich vorbei. Die Uhr zeigt eine 37:40min. 4:00min auf den letzten 1000 Metern – das muss noch drin sein. Ich versuche das Tempo nochmals zu steigern. Es gelingt. Ein letzter Blick auf die Uhr – die Pace zeigt vorn eine „3“ – das ist gut. Halten, halten, halten ….! Rechtskurve auf die Zielgerade – alles raus – noch einmal „hübsch machen“ für das Zielfoto – diesmal von Mike Fresenborg, der in besserer Position zu mir stand als Kai – und dann über die Ziellinie.

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Foto: Mike Fresenborg

Leider stoppt der Läufer vor mir direkt hinter dieser ab und bleibt stehen, so dass ich fast noch auf ihn drauf renne. Mann, Mann, Mann – für ein paar Meter auslaufen wird’s doch wohl noch reichen! Aufgrund dieses unfreiwilligen Ausweichmanövers drücke ich den Forerunner auch erst ein paar Sekunden später ab – aber mit einer 41:43min!

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Jaaaawoll – ja! Zielvorgabe zu 99,9% erreicht! Geile Sache! Ich denke, die offizielle Zeit sollte vielleicht sogar noch etwas darunter liegen. Mal abwarten. Ein schöner Lauf! Und noch einmal eine schöne Bestätigung für das neue und etwas andere Training mit dem VICSYSTEM. Das passt immer besser zusammen!

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Der Rest gestaltet sich wie üblich. Schnell die langen Sachen wieder über. Auslaufen. Noch einmal ein persönliches Dankeschön dem Top-Fotografen aus der Laufmonstertruppe – Kai Engelhardt – überbringen und ab nach Hause. Kurze Zeit später stehen auch die offiziellen Laufergebnisse schon online bereit. Meine Zeit ist wie erwartet am Ende sogar noch etwas besser und schlägt mit 41:41min als nochmalige neue persönliche Bestzeit zu Buche. In der Wertung bringt dies einen 34. Platz von 143 gestarteten Männern und einen 9. Platz von 22 Teilnehmern in der AK M40. Im PSD Bank Köln Laufcup gibt es dafür noch einmal 167 Punkte und führt in der Tat zu einem Streichergebnis. Somit stehe ich hier nun nach 6 von bislang 9 zu absolvierenden Wertungsläufen auf Platz 14 der Männergesamtwertung und auf Platz 4 in der AK M40.

Damit endet allerdings auch meine diesjährige Wettkampfsaison. Im Laufcup sind noch 2 Wertungsläufe zu bestreiten, an diesen beiden nehme ich jedoch nicht mehr teil. Ich werde mir den November als Regenerationsmonat gönnen, um ab Dezember wieder in die Vorbereitung für die neue Laufsaison 2013 einzusteigen. Einen „Jahresabschlussbericht“ werde ich natürlich noch verfassen und irgendwann in den nächsten Wochen hier einstellen.

Insofern – ein gute Zeit und viel Erfolg für noch ausstehende Wettkämpfe! Ich habe für dieses Jahr fertig!

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