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Was Irina sagt ….

…. wird gemacht! 😉

Also in sportlicher Hinsicht zumindest. Irina – meine neue Trainerin! 🙂

Okay – Spaß beiseite. Gemeint ist natürlich mein neuer Trainingsplan von VICSYSTEM. Für viele ja bereits ein Begriff in Sachen Trainingsplanung. Früher stand hier der Schweizer Marathonläufer Viktor Röthlin quasi als „prominenter Pate“ im Hintergrund, heute ist es Irina Mikitenko, Deutschlands erfolgreichste Langstreckenläuferin der letzten Jahre. Und deshalb hin und wieder mal meine nicht so ganz ernst zu nehmende Wortspielerei mit „Irina – meiner neuen Trainerin“.

Aber zu den Fakten.

Warum nun VICSYSTEM?

Ich habe die letzten zwei Jahre – quasi seit meinem Wiedereinstieg in das ambitionierte Laufen –fortwährend nach sogenannten „Countdown-Plänen“ trainiert. Diese stammten i.d.R. aus dem Internet und bezogen sich immer mit einem 12-18-Wochenabstand auf einen Tag „X“, an dem dann der Zielwettkampf stattfinden sollte. Ich denke, jeder hat schon einmal nach solch einem Plan trainiert. Grundsätzlich ist dagegen auch nichts einzuwenden. Doch sind diese Pläne eben nur temporäre Trainingshilfen und nicht tauglich für eine solide Ganzjahresplanung. So kann man z. B nicht einen 18-Wochen-Vorbereitungsplan für einen Halbmarathon immer und immer wieder hintereinander trainieren. Selbst wenn man wirklich immer am Ende einen entsprechenden Wettkampf laufen würde, widerspricht dieses Vorgehen jeglichen Trainingsprinzipien. Diese Pläne dienen lediglich der finalen Leistungsentwicklung und setzen ein gewisses Grundlagentraining im Vorfeld voraus.

Nun gut – mit etwas Erfahrung und Einlesen in entsprechende Fachliteratur lässt sich auch das Grundlagentraining noch selbst kreieren. Doch kritisch wird es meines Erachtens dann, wenn man umfangreichere Wettkampfserien absolvieren möchte und vielleicht auch die eine oder andere krankheits-oder anderweitig bedingte Ausfallzeit mit hinzukommt. Dann braucht es doch sehr viel Fingerspitzengefühl hinsichtlich einer leistungsfördernden Trainingsplanung. Hier ist ein ständiges Abwägen von vernünftiger Be- und Entlastung gefragt. Immer wieder müssen zukünftige Trainingseinheit neu überdacht und angepasst werden. Tapering- und Erholungszeiten wollen gleichermaßen gezielt und sinnvoll eingesetzt sein.

Und genau das war der Grund, warum ich nach meiner sportlichen Sommerpause in eine – ich nenne es mal –„fremd gesteuerte“ Ganzjahresplanung übergehen wollte. Ich wollte einfach ein Trainingssystem, was sich anhand meiner sportlichen Ziele und Möglichkeiten immer wieder anpasst und mir quasi das „Denken“ abnimmt. Das soll nicht heißen, dass ich nun völlig „kopflos“ vor mich hintrainiere – nein – aber ich brauche mir nicht ständig Gedanken über Umfänge, Intensitäten, Zeiten, Trainingsmittel etc. zu machen. Ich schaue in den Plan und alles ist vorbereitet. Die Trainingsziele sind zwar immer anspruchsvoll, aber lösbar. Wie heißt es doch so schön: „Nur NEUE Reize stellen ein wirkliches Training dar, ansonsten verrichtet der Körper nur seine gewohnte Arbeit!“. 😉

Und so beschäftigte ich mich seit Anfang Sommer mehr und mehr mit der Frage, welches Trainingssystem es denn nun werden sollte. Zur Auswahl standen Peter Greif, Runningcoach oder VICSYSTEM. Alle drei hinlänglich bekannt und nachweislich erfolgreich. Alle drei aber auch mit Kosten verbunden. Und hier muss ich zugeben, fiel schon quasi eine Art Vorentscheidung. Ich habe ja schon oft geschrieben, dass meinen sportlichen Aktivitäten als momentaner Alleinverdiener für eine vierköpfige Familie strikte finanzielle Grenzen gesetzt sind. Somit fiel Peter Greif mit einem Jahresabo-Preis von 140,00 Euro und somit am teuersten schon einmal raus. Auch wenn die fachliche Kompetenz und die Qualität des angebotenen Trainings völlig außer Frage steht. Blieben also noch Runningcoach und VICSYSTEM zur Auswahl.

Kurzer Hand erstellte ich mir dann bei VICSYSTEM einfach mal einen kostenlosen Probe-Account und testete ein wenig damit herum. Und es gefiel mir wirklich gut! Zudem stieß ich in einem anderen Laufblog noch auf einen sehr guten Vergleich zwischen Runningcoach und VICSYSTEM, welcher mich noch mehr in meinen ersten positiven Eindrücken von VICSYSTEM bestärkte. Zu guter letzt gibt es auf besagter Laufblogseite auch noch einen Promocode für VICSYSTEM, mit welchem man 33% Nachlass auf den Jahresabopreis von 125,00 Euro erhält. Damit stand meine Entscheidung – ohne Runningcoach probiert zu haben – fest – es wird VICSYSTEM!

VICSYSTEM – wie geht das?

Mittlerweile trainiere ich schon seit gut 5 Wochen nach dem neuen Plan und muss sagen – prima! Macht echt Spaß! Genau das, was ich wollte! Es ist wirklich genial. Alles läuft allein über einen Online-Account. Mag sein, dass der eine oder andere gerade das als sehr unpersönlich empfindet, aber mich stört das überhaupt nicht. So wie ich am liebsten für mich allein trainiere, so brauche ich auch keine besondere „Trainingsbehandlung“. Mir reicht es, wenn ich in meinen Account schaue und das mache, was da steht. Fertig!

Zu Beginn muss man den eigenen Account natürlich erst einmal mit ein paar persönlichen Daten (Alter, Größe, Gewicht, diverse Herzfrequenzen, Lauferfahrung etc.) „füttern“. Weiterhin kann ich die Anzahl der wöchentlichen Trainingstage definieren, angeben, an welchen Wochentagen ich harte Trainings (Intervalle, Tempoläufe) absolvieren will, den Tag für den langen Lauf festlegen und vieles mehr. Hier kann ich mich ganz an meinen individuellen Möglichkeiten (Arbeit, Familie, Freizeit) orientieren und entsprechende Trainingszeiten fixieren. Diese sind dann allerdings auch nicht „in Stein gemeißelt“, sondern lassen sich immer wieder ändern. Allerdings sollte man natürlich irgendwann schon einmal einen gewissen Rhythmus gefunden haben, um langfristig eine sinnvolle Trainingsroutine realisieren zu können.

VICSYSTEM möchte auch von mir wissen, wie ambitioniert mein Training sein soll. Zuerst gebe ich die favorisierte Streckenlänge ein, z. B. 21,1km, wenn ich mich grundsätzlich für die Halbmarathondistanz vorbereiten möchte. Dann gibt es drei vorgegebene Möglichkeiten zur Auswahl, die meine Laufambitionen definieren sollen. Kurz ausgedrückt kann ich wählen zwischen „einfach nur regelmäßig laufen“, „irgendwann auch mal Wettkämpfe, aber vorerst nur Substanz aufbauen“ und „konkrete Wettkampftermine mit definiertem Training“. Auch hier habe ich die Möglichkeit zu wechseln, z. B. nach einer erfolgreichen Wettkampfserie gehe ich vielleicht mal für eine gewisse Zeit in den „Einfach-nur-laufen-Modus“. Das System passt sich dann sofort hinsichtlich Trainingsumfang und –intensität an, ohne dass ich mir darüber großartig Gedanken machen muss.

Plane ich Wettkampfteilnahmen und habe hierzu auch schon konkrete Termine, kann ich diese in meinen Account eingeben. Dabei lässt sich jeder Wettkampf zusätzlich noch in seiner Zielrichtung näher bestimmen, sprich, soll es ein „lockerer Trainingswettkampf“ sein, ein „Aufbauwettkampf“ oder soll es ein „Hauptwettkampf“ sein, an dem ich auf Bestleistung aus bin. VICSYSTEM baut dann – je nach gewünschter Wettkampfart – entsprechende Zeiten für Vorbereitung, Tapering und Erholung ein. Natürlich besteht auch hier wieder die Möglichkeit der stetigen Änderung. Und jede Neudefinition eines Wettkampfes oder jede Aufstockung bzw. Reduzierung von Wettkampfterminen macht das System sofort mit und quittiert diese mit einer sofortigen Anpassung aller zukünftigen Trainingsparameter. Umfänge, Intensitäten, Vorbereitungs-, Tapering- und Erholungsphasen werden sofort aktualisiert. Natürlich kann mir das System nicht mitteilen, ob meine Wettkampfplanung sinnvoll ist. Hier bedarf es schon ein wenig eigener Erfahrung und nicht zuletzt auch einfach gesundem Menschenverstand. Aber ich muss mich eben nicht mehr damit beschäftigen, die nächsten Trainingswochen immer wieder neu zu überdenken, sondern gebe einfach einen neuen Wettkampftermin ein, nehme einen wieder raus oder passe die Wettkampfart an – und schon steht der Plan wieder auf neuen Niveau!

Zur grundsätzlichen Trainingssteuerung dient ein 4km-Lauf, den man nach Möglichkeit zur Beginn der Arbeit mit VICSYSTEM absolviert. Anhand der erzielten Laufzeit und der dabei gemessenen Herzfrequenzen (HF-Durchschnitt und HF-Max) werden die zukünftigen Trainingsintensitäten kalkuliert. VICSYSTEM selbst fordert auch dazu auf, diesen Referenzlauf in regelmäßigen Abständen zu wiederholen und die Laufdaten in den Account neu einzutragen, damit sich das Training immer fortwährend dem aktuellen Leistungsstand anpassen kann. Diese Anpassung erfolgt zudem auch über die sogenannte „Feedback-Funktion“. Jede vorgegebene Trainingseinheit verlangt für ihren systemtechnischen Abschluss ein Feedback. Das heißt, damit die Einheit als absolviert erkannt wird, muss ich meine Trainingsdaten, wie Distanz, Laufzeit, Herzfrequenz, Anzahl von Steigerungsläufen etc. in eine vorgegebene Maske eintragen, und VICSYSTEM vergleicht die Trainingsvorgaben mit den erzielten Werten, um hieraus wiederum das weitere Training der nächsten Wochen anzupassen. Außerdem wird dadurch auch immer der jeweils festgelegte Wochen-KM-Umfang aktualisiert.

Anhand meiner erzielten Trainings- und ggf. auch schon Wettkampfdaten sowie dem Referenzlaufwert errechnet VICSYSTEM auch theoretische Zielzeiten für zukünftige Wettkämpfe. Kenne ich auch noch die topographischen Daten der Wettkampfstrecke (Höhenmeter), so bezieht VICSYSTEM diese mit in die Berechnung ein, so dass z. B. eine sehr profilierte 10km-Strecke von vornherein eine andere Zielzeit erhält als ein 10km-Flachkurs. Die Zielzeiten werden meines Erachtens sehr gut und genau kalkuliert. Einerseits dient dies dazu, die eigenen Leistungsmöglichkeiten realistisch einzuschätzen bzw. einschätzen zu lernen, andererseits aber auch als zusätzliche Motivation, es VICSYSTEM zu zeigen und vielleicht ein wenig unter der Zielzeit zu bleiben.

VICSYSTEM – die richtige Entscheidung?

Bis jetzt absolut JA! Langzeiterfahrungen mit VICSYSTEM habe ich natürlich noch keine, aber bis dato sind meine Wünsche und Erwartungen erfüllt worden. Ich wollte ein flexibles, webbasiertes Trainings- und Wettkampftool. Das habe ich mit VICSYSTEM bekommen. Ob sich auch die erhofften Leistungen bei Wettkämpfen realisieren lassen, wird sich zeigen. Hier spielen natürlich neben dem eigentlichen Training auch noch andere Faktoren, insbesondere am Wettkampftag (Tagesform, Wetter, Streckenführung etc.), eine nicht unwesentliche Rolle. Hierauf hat auch VICSYSTEM logischerweise keinen Einfluss.

Abschließend möchte ich noch kurz darauf hinweisen, dass ich diesen Artikel ohne jegliche Aufforderung oder Inaussichtstellung von irgendwelchen Vorteilen seitens VICSYSTEM geschrieben habe. Ich gebe hier ausschließlich meine bislang gewonnenen Eindrücke und Erfahrungen wieder. Ich stelle – bis auf die Kosten – auch keinen Vergleich mit anderen ähnlich aufgebauten Trainingssystemen an, da mir hierzu die entsprechenden Erfahrungen mit selbigen fehlen.

Trotzdem kann ich jedem, der sich in der gleichen Situation, wie ich noch vor ein paar Wochen, befindet, raten, geh den Schritt und arbeite zukünftig mit einem Ganzjahressystem.

In diesem Sinne – check the system! 😉

Mario

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