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Update: Verletzung rechte Wade

Nachdem mein Sportarzt beim letzten Vorstellungstermin am vergangenen Donnerstag etwas überrascht war, dass die rechte Wade noch immer Probleme bereitet – meinen letzten Lauftest musste ich bereits nach 1,5km schmerzbedingt abbrechen – untersuchte er die Wade nochmals mittels Ultraschall und kam wieder zu dem gleichen Ergebnis, wie schon beim letzten Mal – nix wirklich zu erkennen. Also schlug er vor, jetzt doch noch eine MRT-Aufnahme (Kernspinthermographie oder besser bekannt als „ …. muß in die Röhre …. „) zu machen, um dann zu entscheiden, wie es therapeutisch weiter gehen soll.

Heute Morgen war es dann soweit – Termin zum MRT. Zuerst mal „trocken“ und falls die Aufnahmen noch nicht allzu viel zeigen, das Ganze noch einmal, allerdings dann unter intravenöser Gabe eines Kontrastmittels. Alles kein Neuland für mich – kannte ich bereits. Nach gut 30 Minuten war die Geschichte erledigt. In der Tat musste doch noch das Kontrastmittel gespritzt werden, da die vorherigen Aufnahmen nicht sehr aufschlussreich waren.

Nach kurzer Wartezeit bittet mich der Radiologe in sein Zimmer, um mit mir das Ergebnis zu besprechen. Er zeigt mir auf dem Computerbildschirm einen winzig kleinen weißen Punkt auf der Innenseite der rechten Wade und sagt, dass es sich hierbei um einen Muskelfaserriss handelt. Dieser sei jedoch so klein, dass er erst durch das Kontrastmittel zum Vorschein kam. Ich solle die Wade weiterhin noch schonen und nur dosiert belasten. Laufen sei aber vorerst eher nicht zu empfehlen. Die Aufnahmen gehen nun zum behandelnden Arzt und der wird alles Weitere mit mir abklären. Dann gibt er mir zum Abschied die Hand und schon stehe ich wieder draußen im Warteraum.

Jetzt muß ich mich erst einmal sammeln. Was hat er da eben gesagt? Muskelfaserriss? Wie kann das denn sein? Bislang hatte ich mit einem Muskelfaserriss immer einen plötzlich auftretenden und deutlich spürbaren, stechenden Schmerz verbunden. Und in der Regel einhergehend mit einem Bluterguss, aufgrund der inneren Einblutung. Doch nichts von alledem ist bei mir aufgetreten. Andererseits sind MRT-Aufnahmen ja das Genaueste, was es gibt, und der Mann hat sein „Handwerk“ ja studiert und einen Doktortitel darüber.

Hmmm …. – ich weiß irgendwie nicht so wirklich, was ich von dem Ganzen halten soll. Hätte mich heute Morgen noch einer gefragt, was ich glaube, was bei dem MRT herauskommen wird, hätte ich geantwortet: „Nichts!“. Die Wade fühlt sich eigentlich seit Tagen gut an. Okay – gelaufen bin ich seit dem letzten „Fehlversuch“ noch nicht wieder, aber im Alltag als auch beim Radfahren habe ich keine Probleme. Auch dehnen geht ohne einen negativen Schmerz. Zudem bin ich am vergangenen Wochenende ziemlich viel mit unseren Kids draußen spazieren gewesen und dabei relativ schnell gegangen. Unser Großer hat am Freitag ein Fahrrad bekommen und ist nun fleißig am Üben. Da muß der Papa schon mal einen Zahn zulegen, um immer hinterher zu kommen. Noch dazu das Ganze mit dem Buggy und unsere Kleinen darin. Aber alles ohne Probleme. Von daher bin ich eigentlich davon ausgegangen, dass alles soweit wieder paletti ist und ich nächste Woche wieder langsam mit dem Laufen anfange. Aber so?

Mittlerweile habe ich die Sache auch mal ein wenig gegoogelt. Allerdings ist die Bandbreite der fachlichen sowie persönlichen Meinungen, wie so oft, unheimlich groß. Grundsätzlich kann man sich jedoch daraus entnehmen, dass kleinere Muskelfaserrisse in der Regel schnell und unkompliziert im Zeitraum von 4-6 Wochen verheilen. Was mich allerdings etwas stutzig macht ist, dass der Riss bei mir überhaupt (noch) sichtbar ist. Die ersten Wadenprobleme hatte ich am 17.02.2012 am Ende eines 14km-Trainingslaufes, somit quasi vor 5 Wochen. Das lässt mich dann wiederum glauben, dass es sich damals tatsächlich um eine überlastungsbedingte Verhärtung gehandelt hat, aufgrund derer durch weitere Belastungen bzw. Belastungsversuche der nun diagnostizierte Faserriss aufgetreten ist. Derartige Verletzungsverläufe werden auch im Internet zitiert.

Wie geht es nun weiter? Am Montag habe ich wieder Termin bei meinem Sportarzt. Bis dahin liegen ihm die MRT-Aufnahmen sowie der Bericht des Radiologen vor. Dann ist es an ihm, abzuwägen, was weiter gemacht werden darf/kann. Er hatte ja schon ein bis zwei Injektionen in Erwägung gezogen. Im Internet kann man auch über viele positive Erfahrungen mit Kinesio-Tapes lesen. Vielleicht wäre das auch eine Option. Mal schauen.

Ich persönlich halte mich erstmal weiter an die Faustregel: „Alles, was keine Schmerzen bereitet, ist erlaubt.“. So hat es mir ja auch mein Sportarzt geraten. Die Wadenmuskulatur soll regelmäßig gut durchblutet und dosiert belastet werden, um dadurch die Heilung zu optimieren. Das heißt, ich werde weiter regelmäßig aufs Rad steigen und im Gym mein Kraft- und Stabilisationstraining durchziehen. Gelaufen wird nach wie vor erstmal nicht. Vielleicht Anfang April mal wieder ein vorsichtiger Test. Aber erstmal abwarten, was der Doc am Montag vorschlägt.
Dir eine schöne Restwoche!
Supermario
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