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2014

Ja – 2014 – was für ein Jahr! In laufsportlicher Hinsicht mein absolut bestes Jahr! „Drei auf einen Streich“ – könnte man quasi sagen! Über 5km mit einer 19:06min die sub20 geknackt. Mit 39:50min die sub40 über 10km. Und mit einer 1:29:02h sehr deutlich auch die „1:30h-Schallmauer“ durchbrochen. Hätte mir das einer zu Beginn des Jahres prophezeit, hätte ich ihn wohl für verrückt erklärt. Völlig überzogene Ambitionen!

Natürlich habe ich immer schon davon geträumt, einmal diese Zeiten zu laufen – und als Langzeitziel war dies auch immer gesteckt, aber dass es dann gleich dreimal kurz hintereinander klappt – nein – das hätte ich wirklich nicht geglaubt. Zumal das Jahr 2014 ja doch recht „schwermütig“ begann. Zweifel am eigenen „Lauftalent“ machten sich im Kopf breit und viele Fragen über Sinn und Unsinn der ganzen ambitionierten Lauferei taten sich auf. Doch dann, zur schönsten Frühlingszeit, war „das Tief“ endlich vorbei und es ging wieder auf- und vorwärts. Noch etwas „verhalten“ waren die Ergebnisse der ersten zwei Wettkämpfe mit einer 1:35h beim Leverkusener Halbmarathon und einer 20:12min beim 5km-Lauf im Rahmen der „10 Meilen von Köln“. Und danach ging es auch schon wieder in die Sommerpause. Doch dann kam „die Wende“! Die Sommerpause konnte ich nutzen – entscheidend nutzen! Endlich mal „ernst machen“!

Trainingstechnisch blieb zwar alles beim Alten, aber in Sachen Ernährung wagte ich nun endlich den konsequenten Schritt hin zum vielumschriebenen „Low Carb“. Und genau dies war der Schlüssel zum Erfolg! Wie gerade geschrieben – trainingstechnisch konnte ich kaum noch einen draufsetzen. Mit regelmäßigem Intervalltraining, Tempolauf, Longrun sowie ergänzenden Kraft-/Stabieinheiten sowie vielen Radtouren war die Palette der klassischen Trainingsformen quasi ausgereizt. Auch die dabei gesetzten Intensitäten waren immer wieder dem aktuellen Leistungsniveau angepasst. Ja – aber was kannst Du dann noch machen, wenn Motor und Getriebe am Leistungslimit sind? Genau – Du kannst vielleicht den Treibstoff verändern und das „Chassis“ leichter werden lassen. Denn weniger Gewicht bei gleicher Leistung lässt ja bekanntermaßen wieder mehr Geschwindigkeit zu. Logisch!

Also fing ich an, meine Ernährung umzustellen. Schon seit längerem war ich auf diesem Weg, hatte aber nie „den endgültigen Absprung“ geschafft. Weg von den vielen Kohlehydraten, die bis dahin Hauptenergielieferant für mich waren, hin, zu mehr guten und gesunden Fetten sowie verstärkt Protein. Ich möchte mich jetzt hier gar nicht zu sehr im Detail verlieren. Dafür gibt es genug einschlägige Literatur und viele Erfahrungsberichte im Netz. Nur so viel sei mir erlaubt – richtig und vernünftig angewendet, funktioniert es. 100%! Nicht nur einen deutlichen Gewichtsverlust konnte ich verzeichnen, nein – vielmehr stellte sich auch die prognostizierte Leistungssteigerung nach und nach tatsächlich ein. Anfangs war es gar nicht so einfach, das muss ich zugeben. Aber wenn Du dann merkst, wie Du Dich veränderst, wie Deine Leistungsfähigkeit sich verändert, wie oft gelesene, aber auch oft bezweifelte, Prognosen eben doch eintreten – dann kannst Du Dir nichts anderes mehr vorstellen. Es geht dabei ja nicht darum, sich einfach nur ein paar Pfunde herunter zu hungern. Dazu würde auch das klassische „FDH-Prinzip“ reichen. Nein – es geht darum, Fett zu verlieren, Muskulatur zu erhalten und dadurch die Leistungseffizienz  zu erhöhen. Den Körper quasi „einmal auf Links drehen“! 😉 Natürlich müssen dabei auch noch bestimmte individuelle Faktoren berücksichtigt werden. Jeder Mensch ist stoffwechseltechnisch ein bisschen anders aufgestellt. Aber im Grundsatz lässt sich diese Ernährungsform von jedem erfolgreich praktizieren. Davon bin ich mittlerweile fest überzeugt. Und das auch nicht nur temporär, sondern dauerhaft.

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Nun gut – ich hatte also Ende des Sommers noch einmal ordentlich „abgespeckt“ und merkte bereits im Training, das ich leistungsmäßig richtig gut drauf war. Und so brannte ich regelrecht auf den ersten Testwettkampf nach der Sommerpause. Hierzu hatte ich mir den DKV-Brückenlauf in Köln ausgesucht. Schon lange war eine Teilnahme geplant gewesen, aber in den Vorjahren ist es mir aus verschiedensten Gründen irgendwie nie gelungen. Doch diesmal war ich dabei.

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Und es lief – es lief gleich richtig gut! So gut, dass ich zwei Wochen später, nur so strotzend vor Selbstvertrauen, an den Start des Kölner RheinEnergie-Halbmarathons ging, mit der Absicht, endlich die 1:30h zu unterbieten. Und auch das gelang auf Anhieb! Mit 1:29:02h kratzte ich sogar schon an einer sub1:29h – Hammer!

Von da an lief die zweite Saisonhälfte wie am Fließband. Die Trainingseinheiten gingen mir super aus den Beinen und die Wettkämpfe  erst Recht. Ein regelrechter „Flow“ stellte sich nun ein. Ein wirklich geniales Gefühl! Wie eingangs ja schon erwähnt, konnte ich noch meine Bestzeiten über 5km und 10km deutlich toppen und somit auf allen drei Distanzen ordentlich punkten. Endlich – 2014 – in meinem fünften ambitionierten Laufjahr – konnte ich meinen eigenen Ansprüchen richtig gerecht werden. Deswegen schaue ich voller Stolz auf 2014 zurück. Es hat sich gelohnt, mal wieder etwas Neues zu wagen, andere Wege zu gehen, den Zweifeln zu trotzen und sein Ding durchzuziehen. Wenn Du dann über die Ziellinie läufst und Dein ganz eigenes, persönliches Highlight erlebst, der ersehnte Erfolg Dich endlich für alle Mühen und Entbehrungen belohnt – dann ist das ein unbeschreibliches Gefühl. Sehr poetische Worte – ich weiß – aber genauso ist es! Punkt!

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Und nun? Was kommt jetzt? Was geht noch? Marathon?

Mal schauen. In den letzten Wochen waren vorwiegend allgemeine Ausdauer und Athletik angesagt. Seit Ende letzen Jahres bin ich, nach einem Jahr Aussetzten, auch wieder Mitglied in einem Fitnessstudio. Meine Wahl ist dabei auf das McFit gefallen und ich habe es noch nicht bereut. Wirklich Klasse! 365 Tage im Jahr rund um die Uhr geöffnet – das hat man nicht überall. Auch die Qualität der Geräte und die ganze Aufmachung des Studios ist sehr gut! Und das Ganze für 19,90 Euro im Monat – Spitze!

Seit zwei Wochen trainiere ich nun wieder nach einem strukturierten Laufplan, aber das Ende ist noch offen. Es gibt natürlich schon ein paar Lauftermine, wo ich gern dabei wäre. Aber vorerst versuche ich mich mal wieder ordentlich in Form zu bringen und dann werde ich mich abschließend entscheiden. Als Einstieg in die neue Laufsaison könnte ich mir den 5km-Lauf im Rahmen des 34. Straßenlaufes „Rund um das Bayer-Kreuz“ vorstellen. Aber vielleicht ändert sich das auch noch. Vielleicht gibt es sogar mal gar keine Wettkämpfe in diesem Jahr. Ich weiß es, ehrlich gesagt, noch nicht wirklich. Mir gehen viele Dinge durch den Kopf, was den Sport angeht. Ich würde gern so viel neue Dinge ausprobieren, aber dafür müsste ich das Laufen in ambitionierter Form wohl oder übel aufgeben. Für alles reicht die Zeit einfach nicht. Aber gut – wie bereits erwähnt – man schauen, wo die Reise hingeht. Eines steht jedoch fest – Sport ist meine „Droge“ und wird es auch immer bleiben!

In diesem Sinne, wünsche ich Euch ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2015! Verfolgt Eure Ziele und macht das Beste aus Euren Möglichkeiten!

Mario