My completely private challenge!

Beiträge mit Schlagwort “Oswald-Hirschfeld-Erinnerungslauf 2012

Laufbericht: OH-Lauf Köln 2012

…., wobei „OH“ auch für „offener Himmel“ hätte stehen können. Tatsächlich steht die Abkürzung jedoch für den Kölner Oswald-Hirschfeld-Erinnerungslauf, welcher diesjährig am 03.06. bereits zum 24. Mal ausgetragen wurde. Zudem war der OH-Lauf auch in diesem Jahr wieder ein Wertungslauf im PSD Bank Laufcup und somit eine fest geplante Laufveranstaltung meinerseits.

Wie eingangs erwähnt, hatte der Himmel an diesem Sonntag schon ab morgens alle Schleusen geöffnet und es schüttete wirklich teilweise wie aus Eimern. Aber ich war gesund und fit und somit stand einer Teilnahme nix im Wege. Bei Regen einen Wettkampf zu laufen, scheint ja in diesem Jahr mein Omen zu sein, denn schon der zuletzt ausgetragene Hander Volkslauf war eine sehr feuchte Angelegenheit.

Also machte ich mich gegen 11.00 Uhr auf, um zum ersten Mal am Oswald-Hirschfeld-Erinnerungslauf teilzunehmen. Frau und Kinder waren bereits außer Haus. Oma und Opa hatten zum Frühstück eingeladen. Am Veranstaltungsort angekommen, hatte ich Glück und erwischte einen trockenen Parkplatz unter einer Brücke. Sehr gut, denn das Umziehen musste heute am Auto stattfinden. Doch vorher begab ich mich schnell noch mit Regenschirm bewaffnet zum Anmeldebereich, um mich für den 10km-Lauf nachzumelden. Die Nachmeldung ging reibungslos über die Bühne und mit 11,00 Euro Startgebühr (10,00 Euro + 1,00 Euro Nachmeldung) konnte man allemal leben. Die Startnummer 667 sollte heute die meinige sein.

image

Zurück zum Auto, umziehen und dann ab in Regen. Ich hatte noch eine gute halbe Stunde bis zum Start und nutze diese, um mich ausgiebig einzulaufen, ein bisschen zu dehnen und abschließend ein paar kurze Steigerungen zu absolvieren. Alles fühlte sich recht gut an, aber ich merkte schon, dass es heute ein ordentliches Stück Arbeit wird, eine halbwegs passable Zeit zu laufen. Die vergangene Trainingswoche war sehr umfangreich und intensiv und der anstehende Wettkampflauf sollte mehr oder weniger als der noch fehlende Tempodauerlauf dienen. Somit war ich weit entfernt von Bestzeitambitionen, sondern vielmehr darauf bedacht, einen möglichst tempokonstanten schnellen Lauf im Bereich von 43 Minuten hinzubekommen.

image

Pünktlich um 12:15 Uhr erfolgte der Start und bereits nach wenigen Metern kamen die ersten „Weichei-Prüfungen“ in Form von riesigen, fast knöcheltiefen Pfützen auf das Läuferfeld zu. Doch letztendlich war es eh’ egal, denn die Schuhe waren bereits vom Einlaufen pitschenass. Also volle Kanne durch die Brühe durch! Ich lief diesmal etwas verhaltener los und versuchte mich von Beginn an bei 4:20min/km einzupegeln. Dann ein erster kurzer, aber steiler, Anstieg über eine Autobahnbrücke. Ich muss gestehen, dass ich so etwas in einem Wettkampf überhaupt nicht mag. Im Training nutze ich gern mal den einen oder anderen Kölner „Berg“, um ein bisschen Power reinzubringen, aber ein Wettkampflauf hat für mich flach zu sein, oder wenigstens nur leichte Anstiege zu beinhalten. Dieses steile nach oben und dann wieder fast Schuß runter aus voller Laufgeschwindigkeit, finde ich einfach nur störend. Aber gut – man kann es sich halt nicht immer nur aussuchen. Also – rüber über den Hügel und weiter. Allerdings folgte das Ganze nach ein paar hundert Metern noch einmal! Und spätestens jetzt hätte ich am liebsten lauthals geflucht!

image

Schon bei KM3 merkte ich die letzten Trainingstage deutlich in den Beinen. Keine Frische, keine Leichtigkeit und auch keine wirkliche Lauflust. Dazu noch dieser aufgeweichte Parkwegboden und die beiden überwundenen Anstiege. Heute war purer Kampf angesagt! Pflichterfüllung! Die Pace hielt sich mit 4:15-4:20min/km zwar noch im gesteckten Rahmen, aber es war schon jetzt hart. Bis hierhin lief ich relativ konstant in kurzem Abstand hinter einem anderen Läufer und einer Läuferin hinterher. Nun wurden sie jedoch etwas langsamer und ich zog vorbei, so dass ich ab KM4, wie schon beim Hander Volkslauf von ein paar Wochen, allein unterwegs war. Nicht gerade sehr förderlich, denn nun musste ich echt beißen. Laufen nur gegen die Uhr und den inneren Schweinehund.

image

Um KM5 herum tauchte ein etwas zurückgefallener Läufer in erreichbarer Entfernung vor mir auf. Endlich wieder ein „Zugpferd“! Ich schloss mehr und mehr zu ihm auf und konnte in überholen. Danach ging es wieder allein weiter. Ackern, ackern, ackern! Nun wurde es härter und härter. Und ich wusste ja, dass es auch noch zwei Mal über diese blöden Autobahnbrücken gehen würde. Die erste Überführung zog dann auch ordentlich rein! Die Zweite ging wieder etwas besser, aber die Luft war trotzdem raus. Noch 2 km bis zum Ziel! Noch einmal durch etliche tiefe Pfützen und dann sah ich endlich den Zielbereich. Endspurt? Nein – heute nicht. Einfach nur rein ins Ziel und gut ist. Ich war fertig! Die letzten Meter und dann noch durch die dicke „Zielpfütze“, um sich auch die letzte trockene Stelle einzusauen. Ende!

image

43:46min zeigte die Uhr. Für heute das Maximum, ganz ehrlich! Ein reiner „Arbeitslauf“! Nix für die Galerie. Aber gut – letztendlich war es so ja auch geplant und man muss sich bei regelmäßigen Wettkampfteilnahmen eben auch mit solchen Läufen anfreunden. Es kann ja nicht immer nur Bestzeiten geben. Insofern war ich am Ende doch recht zufrieden und konnte die Trainingswoche erfolgreich abhaken.

In der Wertung brachte der Lauf einen 27. Platz von 106 in der Gesamtwertung der Männer und Platz 8 von 17 Startern in der AK M40. Wertung im PSD Bank Laufcup – Gesamt: 174 Punkte, Platz 181 – AK40 Männer: 193 Punkte, Platz 45.

Der nächste Wettkampf steht am 24.06.2012 an. Hier möchte ich über die 10km-Distanz im Rahmen des GAG-Halbmarathons starten. Auf diesen Wettkampf freue ich mich ganz besonders, denn die Strecke ist zu 100% meine Hausstrecke und führt quasi fast direkt an unserer Haustür vorbei, wo meine Frau und unsere Kinder den Papa hoffentlich ordentlich anfeuern. Vom Profil her ist die Strecke bis auf ein paar kleine Anstiege sehr flach und somit gut geeignet für einen echten Formtest. Insofern hoffe ich, dass ich gesund und fit bleibe und am Lauf teilnehmen kann.

Sportliche Grüße aus Köln-Stammheim!

Mario

Advertisements