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Puma Faas 500

…. meine zwei neuen Laufbegleiter!


 
Während sich scheinbar unaufhaltsam diese neue „Barfußlauf-Welle“ über Deutschland ergießt, bin ich vorerst einmal einen etwas kleineren Schritt in Richtung „Back to the Roots“ gegangen und habe mir ein Paar Puma Faas 500 gegönnt.
 
Seit längerem liebäugle ich schon damit, mir ein Paar dieser sogenannten „Lightweight-Trainer“ zuzulegen. Bislang war ich aber immer noch skeptisch, da auch ich mir von der Laufschuhindustrie und vielen einschlägigen Fachzeitschriften in den letzten Jahren habe vorgaukeln lassen, gute Laufschuhe müssen immer auch gut gedämpft sein. Gerade das viele Laufen auf befestigten Wegen oder gar Asphalt sei ja ohne eine ordentliche Dämpfung überhaupt nicht möglich und vor allem absolut schädlich für den Bewegungsapparat. Also fiel meine Wahl i.d.R. immer wieder auf den guten alten Asics Nimbus, welchen ich mittlerweile von No. 7 bis No. 12 besaß bzw. noch besitze. Mit Sicherheit ein guter und solider Laufschuh, der einem jede Bodenart gutmütig verzeiht – den 12’er laufe ich aktuell auch noch regelmäßig -, aber eben kein Leichtgewicht und ohne direktes Bodengefühl.
 
Bis vor einiger Zeit, lief ich auch noch strikt mit orthopädischen Laufeinlagen. Diese sind zwar speziell und ganz individuell auf meine Füße abgestimmt angefertigt worden, machen den Laufschuh aber noch mehr zu einem starren und relativ unbeweglichen „Klotz am Bein“. Aber auch hier beschreite ich mittlerweile neue Wege. Gelaufen wird seit einiger Zeit ohne die „Orthos“. Die trage ich nur noch hin und wieder in der Freizeit. Ich habe diesbezüglich auch eine interessante Studie gelesen, die besagt, dass man immer wieder versuchen sollte, ohne orthopädische Einlagen zu laufen. Hat man dabei ein gutes Gefühl und bleibt beschwerdefrei, kann man die Einlagen generell wieder weglassen. Wichtig dabei ist nur, dem Fuß bzw. der Fußmuskulatur immer wieder neue Aufgaben zu stellen. Soll heißen, verschiedene Laufschuharten zu laufen und so oft wie möglich barfuß zu gehen oder aber auch zu laufen. Und da sind wir wieder am Anfang meines heutigen Artikels – der „Barfußlauf-Welle“. Den Füßen wieder etwas zutrauen – das ist der neue Trend!
 
Wie eingangs schon erwähnt – dort bin ich noch nicht ganz angekommen. Aber „Lightweight“ – das traue ich meinen Füßen mittlerweile (wieder) zu. Aber welcher Schuh sollte es nun sein? Ursprünglich hatte ich schon lange den K-Swiss Blade Light-Run im Auge, bin aber dann aufgrund einiger doch recht neutraler Testberichte wieder davon abgekommen. Zweiter Anwärter war der Saucony ProGrid Kinvara, welcher aber dann wegen der zu schmalen Passform ausschied. Gleiches Problem habe ich übrigens i.d.R.auch bei Laufschuhen von Adidas, weshalb ich mich da erst gar nicht groß umschaute. Und dann sah ich den Puma Faas 500. Der gefiel mir auf Anhieb sehr gut. Auch fielen die ersten Testberichte sehr positiv aus. Doch ich war noch unsicher. Puma? Laufschuhe? Die machen doch nur noch Sneaker und Fußballschuhe. Aber der Faas 500 schien auch die läuferische Fachwelt relativ schnell zu überzeugen.
 
Beschrieben wird er offiziell so:
 
„Der Puma Faas 500 ist ein neutraler Laufschuh ohne Pronationsstütze! Dieser Natural-Running Schuh ist perfekt geeignet für alle Neutralläufer, die flexibel mit der eigenen Muskelkraft trainieren möchten und für die Laufen neben Performance auch Spaß bedeutet. Die BioRide Konstruktion ermöglicht eine sanfte Abrollbewegung und hohe Flexibilität. Der Puma Faas 500 wurde für Läufer konstruiert, die auf die ganzen Gimmicks von konventionellen Laufschuhen verzichten wollen. Manchmal ist weniger mehr!“
 
Also dann – warum nicht!?
 
2 Paar per Online-Bestellung in den Größen 42,5 und 43 geordert. Natürlich in diesem geilen „Quietschgrün“! 😉 Wenn schon, denn schon! Postpaket auf und anprobieren. Und schon beim ersten Reinschlüpfen wird mir klar – super! 250 Gramm Wohlfühleffekt an jedem Fuß! Leicht, anschmiegsam, sehr flexible Laufsohle …. ein völlig neues Laufschuhgefühl. Größe 43 paßt, wackelt und hat Luft! Nehm’ ich!

Und dann endlich – der erste „Ausflug“ mit den neuen Pumas. Meine übliche 15km-Runde will ich gleich mal damit versuchen. Mal schauen …. . Ich laufe also los. In der Regel gehe ich die ersten zwei Kilometer immer etwas verhaltener um die 5:45min/km an, um den Motor ein bisschen anzuheizen. So auch diesmal, zumindest vom Gefühl her. Doch als ich auf meine Garmin schaue, zeigt diese mir schon einen Schnitt um die 5:15min/km an. Huch! Sollte das wirklich an den neuen Pumas liegen. Ich laufe weiter, aber irgendwie fühlt sich das Laufen heute völlig anders an. Leichter und viel flüssiger! Ich denke mir – okay, lass Dich einfach mal drauf ein. Und so ziehe ich weiter am Rhein entlang in Richtung Rheinpark und Deutzer Bahnhof. Mittlerweile bin ich noch etwas schneller – laufe streckenweise deutlich unter 5:00min/km. Aber es fällt immer noch relativ leicht. Ich komme immer mehr zu der Überzeugung, dass es wohl doch auch irgendwie an den neuen Pumas liegen muß. Scheinbar machen 100 Gramm weniger pro Fuß doch einiges möglich.
 
Ab KM12 will ich es dann endgültig wissen! Heute will ich meine „Hausrundenzeit“ mal ordentlich pimpen. Also noch einmal Gas geben! Bei KM 15 gehe ich auf die Uhr – 1:14:49h. Für meinen aktuellen Trainingsstand und einen spontan entschiedenen Tempolauf ein schönes Ergebnis! Klasse! Austraben und fertig. Allerdings kam am nächsten Tag dann doch ein klein bisschen Reue auf, denn meine Beine quittierten mir diesen schnellen und puristischen Ausritt mit einem spürbaren Ziehen in den Oberschenkeln und Waden. Na gut, was soll’s – neue Wege sind oft steinig. 😉

Diese Woche dann wieder ein Lauf mit den Faas 500. Hier wollte ich eigentlich einen neuen Halbmarathon-Test – also GPS-gemessene 21,1km – laufen. Doch dafür bin dann doch etwas zu übermütig angegangen. Noch überwältigt vom ersten „Puma-Lauf“ zog ich das Tempo wieder relativ schnell nach oben und bin wieder im 5:00’er-Schnitt. Gern hätte ich diesen auch über die 21km gehalten, aber meine Tagesform gab das (noch) nicht her. So zwischen KM10 und KM11 signalisierte mir mein Körper deutlich, soweit bin ich noch nicht. Bis KM15 gehe ich eventuell noch mit, aber dann ….? Also entschied ich mich während des Laufes, nix zu erzwingen, und es dann doch wieder nur bei 15km zu belassen. Diesmal in 1:14:56h. Gemessen am aktuellen Leistungsstand wieder sehr gut. Nur hatte ich die Strecke diesmal so gewählt, dass ich jetzt tatsächlich noch 6km von zu Hause entfernt war.

Also noch gute 40 Minuten austraben. Doch die hatten es dann komischerweise noch einmal in sich! Puh – meine Beine wurden statt wieder locker immer schwerer. Jetzt spürte ich irgendwie jeden Muskel! Naja und am nächsten Tag erst recht ….! Aber man weiß ja, was man dafür getan hat. 😉
 
Mein Fazit – der Puma Faas 500 ist ein toller Laufschuh – ohne Frage! Allerdings würde ich mir ganz persönlich momentan nicht mehr als die Halbmarathondistanz damit zutrauen. Ähnlich wie bei den Barfußlaufschuhen, wollen die Füße nach und nach an diesen minimalistischen Laufschuh herangeführt werden. Zumal ich im Moment nicht so oft laufe. Deshalb waren meine zwei bisherigen Läufe wohl auch schon etwas zu überschwänglich. Aber gut – die Pumas warten brav auf ihren nächsten Einsatz – und der kommt mit Sicherheit!
 
Und sollte ich in diesem Jahr tatsächlich noch offizielle Läufe bestreiten, dann in jedem Fall mit „quietschgrünen Katzen“ an den Füßen! 😉
 
In diesem Sinne – keep on running!