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Update: Verletzung rechte Wade

Nachdem mein Sportarzt beim letzten Vorstellungstermin am vergangenen Donnerstag etwas überrascht war, dass die rechte Wade noch immer Probleme bereitet – meinen letzten Lauftest musste ich bereits nach 1,5km schmerzbedingt abbrechen – untersuchte er die Wade nochmals mittels Ultraschall und kam wieder zu dem gleichen Ergebnis, wie schon beim letzten Mal – nix wirklich zu erkennen. Also schlug er vor, jetzt doch noch eine MRT-Aufnahme (Kernspinthermographie oder besser bekannt als „ …. muß in die Röhre …. „) zu machen, um dann zu entscheiden, wie es therapeutisch weiter gehen soll.

Heute Morgen war es dann soweit – Termin zum MRT. Zuerst mal „trocken“ und falls die Aufnahmen noch nicht allzu viel zeigen, das Ganze noch einmal, allerdings dann unter intravenöser Gabe eines Kontrastmittels. Alles kein Neuland für mich – kannte ich bereits. Nach gut 30 Minuten war die Geschichte erledigt. In der Tat musste doch noch das Kontrastmittel gespritzt werden, da die vorherigen Aufnahmen nicht sehr aufschlussreich waren.

Nach kurzer Wartezeit bittet mich der Radiologe in sein Zimmer, um mit mir das Ergebnis zu besprechen. Er zeigt mir auf dem Computerbildschirm einen winzig kleinen weißen Punkt auf der Innenseite der rechten Wade und sagt, dass es sich hierbei um einen Muskelfaserriss handelt. Dieser sei jedoch so klein, dass er erst durch das Kontrastmittel zum Vorschein kam. Ich solle die Wade weiterhin noch schonen und nur dosiert belasten. Laufen sei aber vorerst eher nicht zu empfehlen. Die Aufnahmen gehen nun zum behandelnden Arzt und der wird alles Weitere mit mir abklären. Dann gibt er mir zum Abschied die Hand und schon stehe ich wieder draußen im Warteraum.

Jetzt muß ich mich erst einmal sammeln. Was hat er da eben gesagt? Muskelfaserriss? Wie kann das denn sein? Bislang hatte ich mit einem Muskelfaserriss immer einen plötzlich auftretenden und deutlich spürbaren, stechenden Schmerz verbunden. Und in der Regel einhergehend mit einem Bluterguss, aufgrund der inneren Einblutung. Doch nichts von alledem ist bei mir aufgetreten. Andererseits sind MRT-Aufnahmen ja das Genaueste, was es gibt, und der Mann hat sein „Handwerk“ ja studiert und einen Doktortitel darüber.

Hmmm …. – ich weiß irgendwie nicht so wirklich, was ich von dem Ganzen halten soll. Hätte mich heute Morgen noch einer gefragt, was ich glaube, was bei dem MRT herauskommen wird, hätte ich geantwortet: „Nichts!“. Die Wade fühlt sich eigentlich seit Tagen gut an. Okay – gelaufen bin ich seit dem letzten „Fehlversuch“ noch nicht wieder, aber im Alltag als auch beim Radfahren habe ich keine Probleme. Auch dehnen geht ohne einen negativen Schmerz. Zudem bin ich am vergangenen Wochenende ziemlich viel mit unseren Kids draußen spazieren gewesen und dabei relativ schnell gegangen. Unser Großer hat am Freitag ein Fahrrad bekommen und ist nun fleißig am Üben. Da muß der Papa schon mal einen Zahn zulegen, um immer hinterher zu kommen. Noch dazu das Ganze mit dem Buggy und unsere Kleinen darin. Aber alles ohne Probleme. Von daher bin ich eigentlich davon ausgegangen, dass alles soweit wieder paletti ist und ich nächste Woche wieder langsam mit dem Laufen anfange. Aber so?

Mittlerweile habe ich die Sache auch mal ein wenig gegoogelt. Allerdings ist die Bandbreite der fachlichen sowie persönlichen Meinungen, wie so oft, unheimlich groß. Grundsätzlich kann man sich jedoch daraus entnehmen, dass kleinere Muskelfaserrisse in der Regel schnell und unkompliziert im Zeitraum von 4-6 Wochen verheilen. Was mich allerdings etwas stutzig macht ist, dass der Riss bei mir überhaupt (noch) sichtbar ist. Die ersten Wadenprobleme hatte ich am 17.02.2012 am Ende eines 14km-Trainingslaufes, somit quasi vor 5 Wochen. Das lässt mich dann wiederum glauben, dass es sich damals tatsächlich um eine überlastungsbedingte Verhärtung gehandelt hat, aufgrund derer durch weitere Belastungen bzw. Belastungsversuche der nun diagnostizierte Faserriss aufgetreten ist. Derartige Verletzungsverläufe werden auch im Internet zitiert.

Wie geht es nun weiter? Am Montag habe ich wieder Termin bei meinem Sportarzt. Bis dahin liegen ihm die MRT-Aufnahmen sowie der Bericht des Radiologen vor. Dann ist es an ihm, abzuwägen, was weiter gemacht werden darf/kann. Er hatte ja schon ein bis zwei Injektionen in Erwägung gezogen. Im Internet kann man auch über viele positive Erfahrungen mit Kinesio-Tapes lesen. Vielleicht wäre das auch eine Option. Mal schauen.

Ich persönlich halte mich erstmal weiter an die Faustregel: „Alles, was keine Schmerzen bereitet, ist erlaubt.“. So hat es mir ja auch mein Sportarzt geraten. Die Wadenmuskulatur soll regelmäßig gut durchblutet und dosiert belastet werden, um dadurch die Heilung zu optimieren. Das heißt, ich werde weiter regelmäßig aufs Rad steigen und im Gym mein Kraft- und Stabilisationstraining durchziehen. Gelaufen wird nach wie vor erstmal nicht. Vielleicht Anfang April mal wieder ein vorsichtiger Test. Aber erstmal abwarten, was der Doc am Montag vorschlägt.
Dir eine schöne Restwoche!
Supermario

Wade hadde Du de da …. ?

Ja – liebe Freunde – die Wade, und zwar die rechte von beiden, die macht mir im Moment zu schaffen. „Hart wie Kruppstahl!“ – wobei mir das in diesem Fall gar nichts bringt, sondern vielmehr total kontraproduktiv ist.

Die ganze Misere begann vor zwei Wochen. Am Ende eines 16km-Trainingslaufes im angenehm fordernden Tempo – also gerade so schnell, dass Du alles noch gut im Griff hast und immer noch sagen kannst, wie viel Straßen Du zum Beispiel überquert hast oder, ob die Bahnschiene rechts oder links zu Deiner Laufstrecke gelegen hat 😉 – bemerke ich einen leicht krampfenden Schmerz in der rechten unteren Wade. Okay, denke ich, wir haben Freitagabend, die Woche war aus sportlicher Sicht ziemlich anspruchsvoll, und zudem ist es die erste richtige Trainingswoche nach überstandener Erkältungspause. Da darf es schon mal irgendwo ein bisschen „zwicken“. Ich laufe mich also noch brav aus, dusche, dehne und denke nicht weiter über die Sache nach. Das Wochenende ist eh’ sportfrei, somit Zeit zur Regeneration. Samstag und Sonntag vergehen dann auch ohne Rückmeldungen aus dem Schmerzbereich. Ich hake die Sache ab.

Montag ist „Rosenmontag“ und ich habe dienstfrei. Ganz offiziell! Da ist meine Stadtverwaltung (noch) immer sehr spendabel! Danke! Meine Frau und die Kinder machen einen etwas längeren Spaziergang und ich habe endlich die Gelegenheit für einen ersten richtigen Radausflug in diesem Jahr. Natürlich nicht nur so zum Spaß – nein – POWER! Meine Strecke habe ich im Kopf schon das ganze Wochenende geplant. Auf geht’s! Am Ende stecken mir 45km mit einigen saftigen Steigungen in den Beinen. Mein zur Verfügung stehendes Zeitfenster von 2 Stunden habe ich eingehalten und bin nach 1 Stunden und 50 Minuten wieder daheim. Da kommt auch schon die Family um die Ecke. Optimal gelaufen! Meine Beine fühlen sich zwar sehr belastet an, was nach der Radtour ja auch völlig in Ordnung geht. Aber nix tut wirklich weh. Also wie üblich – duschen, dehnen und den Restrosenmontag mit der Familie verbringen.

Dienstag beginnt wieder der normale Alltag. Am Abend möchte ich wieder 16km laufen. Aber mal eine andere Strecke. Nicht wieder meine gut beleuchtete „Abendlaufrunde“, sondern heute in die andere Richtung. Ich bin ja jetzt stolzer Besitzer einer Stirnlampe, welche mir an diesem Dienstag durch DHL ins Haus geliefert wurde. Naja und diese muss natürlich sofort zum Einsatz kommen. Gegen 20 Uhr mache ich also auf. Als Lauftempo ist wieder ein angenehm fordernder Schnitt zwischen 5:05 bis 5:15min/km geplant. Doch bereits nach 1km erinnert mich meine rechte Wade schlagartig daran, dass sie mit mir noch lange nicht fertig ist. Dasselbe Krampfen, wie beim letzten Mal. Nur diesmal eben schon direkt zu Beginn des Laufes. Na Klasse! Suuuuper! Ich versuche vorerst mal bisschen das „Tempo“ rauszunehmen und ruhig weiter zu laufen. Aber es hilft nix. Ganz im Gegenteil – mit jedem weiteren Schritt macht die Wade mehr zu. Sch***e! Bei KM3 muss ich das erste Mal gehen. Ich suche mir einen Laternenmast und dehne. Dann entscheide ich mich, wieder umzukehren und in Richtung Wohnung zu laufen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich heute noch viel zustande bekomme. Und jeden weiteren Meter von zu Hause weg, muss ich ja auch wieder zurück. Also Rückzug!

Ich schaff noch einmal „gigantische“ 1,5km, bevor ich erneut eine längere Gehpause einlegen muss. Es ist unglaublich! Die rechte Wade ist absolut dicht! Die letzten Meter bis zum Hauseingang laufe ich dann noch einmal, aber auch nur, weil es mir mittlerweile etwas frisch geworden ist und ich nicht noch eine Erkältung riskieren will. Auf der Haustreppe versuche ich es erneut mit gezielter Wadendehnung, aber viel bringt es nicht. Speziell in der Fußabdruckphase merke ich den krampfartigen Schmerz. Mist! Meine Frau schaut erstaunt, dass ich schon wieder auf der Matte stehe. Aber für heute ist mit Laufen Schluss! Ich mache noch ein paar Kraft-/Stabi-Übungen und dann ist’s genug.

Ein Wort noch kurz zu meiner neuen Stirnlampe – absolut Klasse! Habe mich für eine Petzl Tikkina entschieden und bin damit höchst zufrieden. Reicht für meine Bedürfnisse vollkommen aus, da ich damit nicht im Dunkeln im tiefsten Wald unterwegs bin, sondern eher kürzere nicht oder nicht so gut beleuchtete Abschnitte von Laufstrecken überbrücken möchte. Dafür ist die Tikkina mehr als ausreichend. Mein Sohn möchte nun übrigens auch eine. Ich weiß zwar nicht, wo er im Dunkeln hin will, aber gut, vielleicht hat der Osterhase ja noch ganz zufällig eine Petzl Tikkina übrig. 😉

Am nächsten Tag starte ich sofort mit dem „Recovery-Programm“. Meine erste Selbstdiagnose lautet WADENVERHÄRTUNG oder besser VERHÄRTUNG des MUSCULUS SOLEUS. Also mache ich mir kurzfristig 10 Massagetermine aus. Ein entsprechendes Rezept hat man als sportelnder Privatpatient natürlich immer im Ärmel. 😉 Der fällige Termin beim Sportarzt ist schnell für eine Woche später vereinbart. Okay – so weit erstmal gut! Zudem pflege ich die Wade mit wärmendem Franzbranntwein und regelmäßigen TENS-Anwendungen. Ein TENS-Gerät sollte man als Sportler natürlich auch zu Hause haben. 😉 Zu guter letzt bestelle ich mir noch ein Paar CEP-Kompressionsstulpen (Beinlinge ohne Fußteil) bei einem bekannten großen Onlineversandhaus, da ich in vielen Foreneinträgen zum Thema „Wadenverhärtung“ lese, dass man damit eine deutlich bessere und schnellere Heilung erzielt. Bislang hielt ich zwar nicht viel von diesen Kompressionsteilen, aber ausprobiert hatte ich sie auch noch nie. Also eigentlich wieder nur blöde Vorurteile!

Die Restwoche verläuft aus sportlicher Sicht gut, wenn auch lauffrei. Noch eine Ganzkörperkrafteinheit im Gym und zwei Radeinheiten, welche ich als Fahrten zur bzw. von der Arbeit nutze. Samstag und Sonntag kein Sport und schon ist wieder Montag.

Montagabend will ich mir noch einmal Gewissheit verschaffen, ob das Ganze nur eine „Eintagsfliege“ war oder doch eher was Längeres zu werden scheint. Also Laufklamotten an und ab. Geplant sind ein paar Häuserrunden in unserer Wohnsiedlung, immer nur so weit von daheim entfernt, dass ich bei Abbruch jeder Zeit schnell wieder nach Hause gehen kann. Die ersten 2km laufen gut. Im 6:15er-Schnitt laufe ich ganz ruhig und vorsichtig. Auf KM3 ziehe ich das Tempo ganz leicht an und laufe knapp unter 6:00min/km. Alles okay. ABER ab nur noch für gut 500m, dann meldet sich „Frau Wade“ wieder. Vorerst nur mit einem leichten aber mahnenden Ziehen, welches ich noch mit gespielter Lässigkeit ignorieren kann. Doch bei KM4 zeigt sie mir, wer hier tatsächlich „die Hosen an hat“! PENG – KRAMPF! Und zwar nicht zu knapp! Ich MUSS abbrechen. Echt der Wahnsinn! Nix geht mehr! Was für eine blöde Ka**e! Also humpele ich nach Hause.

Dienstagmittag dann der erste Massagetermin. Nach zwei bis drei prüfenden Griffen steht für den Physiotherapeuten sofort fest – diese Wade ist steinhart! Er rät mir direkt vorerst mal vom Laufen ab. Radfahren, Crosstrainer, Schwimmen etc. sind okay, aber bitte keine Stoßbelastungen. Gut, alles andere hätte mich jetzt auch überrascht. Die ersten, noch sanften, Masseversuche treiben mir schon fast die Tränen die Augen. Er drückt auf hühnereigroßen Knubbeln herum und mir läuft vor „Freude“ der Sabber aus den Mundwinkeln. Also „Wellness“ wird das hier die nächste Zeit bestimmt nicht!

Mittwochabend ziehe ich wieder mein wöchentliches Ganzkörperkraftprogramm im Gym durch, lasse dabei aber die Beine mal außen vor. Also nur Rücken, Brust, Schultern, Arme, Rumpf und Bauch.

Vorgestern Nachmittag stand dann der Termin beim Sportarzt an. SPORTHOMEDIC in Köln. Kann ich nur empfehlen! Meine Waden werden beide abgetastet und mittels Ultraschall untersucht, um auszuschließen, dass evtl. doch etwas gerissen ist und ggf. Einblutungen entstanden sind. Zum Glück erweist sich dieser Verdacht aber als unbegründet. Der Doc kommt auch zu dem Ergebnis – Wadenverhärtung. Meine selbst eingeleiteten Sofortmaßnahmen erkennt er als richtig und gut an. Mehr kann man da im Moment nicht machen. Er empfiehlt mir, jetzt erstmal eine Woche gar nicht zu laufen, sondern viel mehr zu versuchen, die Wade mit gemäßigtem alternativem Sport, wie eben Radfahren und/oder Crosstrainer, in Verbindung mit den weiteren Massagen und TENS-Anwendungen wieder locker zu bekommen. Dabei soll ich Belastung moderat halten und nicht über die Schmerzgrenze gehen. Also einfach gesagt: „Mach’ ma bissi halblang, Amigo!“. Nächster Termin ist am 12.03.2012. Da wird wieder mittels Ultraschall festgestellt, ob sich das Muskelgewebe entspannt hat.

Tja – so sieht’s aus. Letztendlich darf ich mich gar nicht beklagen – denn eine Wade verhärtet nicht einfach mal eben so. 😉 Da habe ich wohl etwas zu schnell etwas zu viel gewollt. Die übliche Geschichte eben – kennt Ihr ja alle selbst auch am besten. Manchmal kommt man damit durch und manchmal erwischt’s einen halt. Wie’s eben so ist im Leben. 😉

Was meine Laufsaison angeht, bleibe ich da im Moment noch ganz gelassen. Eigentlich wollte ich ja bereits schon am 11.03.2012 beim Lauf um den Donatussee in Erftstadt zum ersten Mal in diesem Jahr die 10km antesten. Das kann ich natürlich schon mal abhaken. Den Lauf am 17.03.2012 in Köln-Rodenkirchen gleich mit. Wenn es gut läuft, kann ich vielleicht Mitte März wieder mit einem regelmäßigen Lauftraining beginnen und irgendwann Mitte bis Ende April in die Wettkampfsaison einsteigen. Mal schauen, was geht. Wichtig ist jetzt vorerst mal, die richtige Mischung aus Be- und Entlastung für die Wadenmuskulatur zu finden.

Abschließend möchte ich noch kurz auf die CEPs eingehen, die ich mittlerweile erhalten habe. Ich habe sie jetzt schon zwei Mal zum Sport getragen. Auch schon einige Male in der Nacht zum Schlafen. Eines kann ich schon sagen – sie fühlen sich echt gut an. Sie erzeugen einen leichten Druck, welchen ich weder beim Sport noch in Ruhe als unangenehm empfinde. Im Gegenteil, nach ein paar Minuten schon merkt man eigentlich gar nicht mehr, dass man sie an hat. Zu den prognostizierten Effekten der Leistungssteigerung und schnelleren Regeneration kann ich aufgrund der kurzen Einsatzzeit noch nix sagen. Aber ich werde sie in jedem Fall weiterhin regelmäßig tragen und zu einem späteren Zeitpunkt mal wieder darüber berichten.

In diesem Sinne – ein schönes Wochenende und allen Wettkämpfern viel Erfolg auf der Piste!

Euer Supermario


Vorspiel ohne Höhepunkt :-(

Eines gleich vorweg, bevor hier vielleicht „falsche Hoffnungen“ aufkommen. Es geht nicht um das, was eventuell der/die Eine oder Andere bei der Überschrift jetzt denkt ;-). Nein – es geht nach wie vor ums Laufen! 🙂 Aber unter dieser Überschrift stand bei mir der vergangene Samstag.

Geplant war die Teilnahme am 10km-Wettkampf beim 39. Herbstlauf des GSV Köln-Porz. Vorangemeldet war ich auch bereits. Der vorletzte Wertungslauf im PSD Bank Lauf Cup 2011. Bis dato lag ich auf Platz 4 in der AK M35. Ich hatte in den Voranmeldungslisten schon gesehen, dass einige Top10-Läufer der AK M35 ebenfalls mit am Start sein sollten, sowohl über die 10km als auch über die Halbmarathondistanz, welche hier wieder parallel wertungsrelevant war. Also hieß es, noch einmal ordentlich Gas geben, um weiterhin auf den vorderen Plätzen mit dabei sein.

Die letzten Trainings waren gut, so dass ich sehr optimistisch war. Donnerstagabend dann noch einmal ein letzter kurzer lockerer Lauf mit 5 Steigerungen bis zum geplanten 10km-Renntempo. Alles paletti – es läuft! ABER es läuft auch aus der Nase! Zwar nur ein wenig, doch ich ahne schon nix Gutes. Eigentlich wehre ich mich ja schon seit gut 2 Wochen immer mal wieder gegen Halsweh, ein bisschen Triefnase und den einen oder anderen Huster. Doch bislang ging’s immer gerade noch so gut. Also bitte – nur noch eineinhalb Tage – danach können Schnupfen & Co. von mir aus über mich herfallen. Nur noch diesen einen Lauf! Bitte!

Freitag jedoch das gleiches Spiel, doch noch ein bisschen mehr. Ich fühle mich zwar im Allgemeinen gut und fit, aber andererseits bin ich mir nicht sicher, ob das trotzdem noch bis Samstagmittag hält und vor allem für einen nochmaligen 10km-Lauf am Limit reicht. Also volle Gegenattacke mit Schnupfenkapseln (Forte!) und einer abendlichen Pinimenthol-Inhalation. So wie bei Oma früher – Pinimenthol in’ Topf, kochendes Wasser drüber, Kopf über den Topf und großes Handtuch drüber! Vor dem Schlafengehen dann noch einmal die Nase ordentlich mit Meersalzspray gespült. Mehr geht nicht.

Samstagmorgen. Sohnemann weckt mich gegen 7.00 Uhr. Erster „Gesundheits-Check“ – oje! Aus der Nase kommt es gelbgrün und die Bronchien müssen erst einmal frei gehustet werden. Sch***e! Ich ahne schon, dass das heute wohl nix gibt. Aber erstmal aufstehen, raus auf den Balkon und frische Luft in die Lungen, Kaffee und Frühstück – Wettkampf-Like mit Weizentoast und Honig. Doch eigentlich weiß ich doch schon längst – heute macht das alles keinen Sinn.

Mittlerweile sind auch Frau und Tochter wach. Unsere Kleine pfeift auch aus allen Löchern und die Nase läuft im Dauerzustand. Fieber hat sie zudem auch noch. Meine Frau hat eine harte Nacht hinter sich, weil das Töchterchen mal wieder ganz viel Mama brauchte. Der Einzige, der schon lauthals St.-Martins-Lieder durch die Gegen schmettert, ist unser Sohn. Ihm geht es heute wohl noch am besten. Aber er hat es sich verdient, denn die letzten Tage waren auch für ihn sehr verhustet und verschnupft.

Nun ja – und jetzt wird mir endgültig klar – nee Junge – heute wird nicht im Wald um die Wette gerannt! Schon’ Dich! Zumal Du auch hier zu Hause um so mehr gebraucht wirst. Und so schlage ich, mit äußerlicher Gelassenheit, im Geiste mal eben schnell die ganze Wohnung kurz und klein, um dann, mit „großem Stolz auf die eigene Vernunft“, der Familie zu verkünden, dass Papa heute nicht laufen wird. Die Resonanz fällt eher bescheiden aus, da jeder genug mit sich selbst beschäftigt ist. Meine Frau schaut mich nur an, mit einem Blick, so nach dem Motto: „Hast Du echt geglaubt, dass Du heute laufen gehen kannst“!? 😉

Also tauche ich still schnell in den Familienalltag ein und verabschiede mich ganz leise von meiner diesjährigen Laufsaison. Auch wenn es schade um diesen letzten Lauf ist, so kann ich doch mit Fug und Recht behaupten – DAS WAR EINE RIESENSAISON FÜR MICH! Ich habe mehr erreicht, als ich mir noch Anfang dieses Jahres zu träumen gewagt hätte. Also – Haken dran und an den positiven Dingen erfreuen!

Trotzdem habe ich natürlich geschaut, welche Ergebnisse beim 10km-Lauf am Samstag erzielt wurden. Und ich denke, da wäre wirklich noch einmal eine gute Platzierung für mich drin gewesen. Aber nun ist es, wie es ist und basta! Meine diesjährige Laufsaison ist definitiv beendet! Jetzt heißt es bis zum Jahresende nur noch – Regeneration – .

Ein offizieller „Rechenschaftsbericht“ steht noch aus. Den liefere ich in den nächsten Tagen.

Best regards from Cologne!

Mario


Laufbericht: Ich habe mich verliebt!

Nein – keine Sorge – ich bin ein treuer Ehemann und weiß, an wessen Seite ich gehöre. Aber mein Läuferherz wurde am vergangenen Sonntag von einer neuen Laufstrecke quasi im Sturm erobert. Die Rede ist vom 26. Refrather Herbstlauf im Kölner Königsforst. Gestartet wurde neben dem Schülerlauf, in der 5km-, 10km- und Halbmarathondistanz.

Für mich stand der 10km-Lauf auf dem Plan – wieder ein Wertungslauf im PSD Bank Lauf Cup. Startzeit 10.50 Uhr. Endlich mal ein Sonntagslauf, bei dem man nicht schon so zeitig aufstehen muß, zumal ich über die A3 und A4 nur eine Anfahrt von gut 15 Minuten hatte. Vorher noch schnell ein kurzer Zwischenstopp bei meinen Schwiegereltern, um Frau und Kinder dort zum Frühstück „abzuliefern“ und schon stand ich kurz vor 10 Uhr an der Schutzhütte „Am dicken Stock“, dem Start- und Zielbereich des Laufes. Startnummer abholen, umziehen, einlaufen und dann sollte es auch schon pünktlich losgehen. Die Zeitnahme erfolgt Brutto wie Netto – also am Start möglichst weit vorn einreihen.

Ich stehe zwischen Reihe 3 und 5. Es folgt noch ein kurzes Anmoderieren das Laufes und einiger regionaler Hochkaräter und dann ertönt der Startschuß. Forerunner drücken und los geht’s! Plan für heute – noch einmal Attacke auf die Bestzeit vom vorangegangenen Wochenende und nach Möglichkeit sogar unter 43:00min bleiben. Hierzu will ich bis KM5 einen 4:20er Schnitt verwalten, um in der zweiten Rennhälfte das Tempo sukzessive zu steigern. Vom Streckenprofil her geht es die ersten 5 Kilometer stetig leicht bergauf bis zum hiesig bekannten „Monte Troodelöh“, dem höchsten Punkt von Köln, mit einer Höhe von 118,04 m ü. NN. Dort wird exakt bei KM5 gewendet und das Ganze wieder retour gelaufen. Kurz vor dem Lauf gab der Moderator dem Läuferfeld noch mit auf den Weg: „Lauft den ersten Teil moderat und gebt dann auf dem Rückweg ordentlich Gas. Da könnt Ihr es dann quasi bis zum Ziel rollen lassen.“

Nach dem Startschuß geht es direkt – wie für einen 10er üblich – ordentlich zur Sache. Die Spitze läuft mit einem Schnitt unter 3:30min/km davon und der Nachtrupp formiert sich allmählich. Ich bin gut weggekommen und versuche nach ca. 500 Metern mich mehr und mehr auf mein Tempo einzupendeln. KM1 geht mit 4:15 zu Buche – soweit, so gut. Ab KM2 geht es dann „an den Berg“. Obwohl man nicht wirklich sieht, dass man bergauf läuft, merke ich es doch schon bald in den Beinen. Der Schnitt fällt etwas, aber bleibt im grünen Bereich. Ich könnte zwar noch ein Schippchen draufpacken, möchte aber, trotz der Vorstellung, dass es gleich nach der Wende einfacher wird, nicht zu viel riskieren. Ich kenne die Strecke nicht und bleibe deshalb noch vorsichtig. Erst die Pflicht und dann die Kür! Die „Deadline“ für den Wendepunkt bei KM5 liegt bei 21:40min. Und wie ein Schweizer Uhrwerk umrunde ich tatsächlich bei genau 21:40min den mit Sand markierten Wendepunkt. Okay – die Taktik ist nun erfolgreich zu 50% umgesetzt – ab jetzt wieder „alles oder nichts“!

Nach den ersten Metern Rückweg sehe ich bereits, dass es bis hierhin doch eine ganz ordentliche Steigung hinauf ging. Konnte man bisher „den Berg“ nicht wirklich optisch ausmachen, so ist er jetzt umso deutlicher zu erkennen. „Talblick“ wäre übertrieben, aber man sieht und spürt – es geht bergab. Spontan fallen mir wieder die Worte des Moderators kurz vor dem Start ein – „ …. gebt dann auf dem Rückweg ordentlich Gas. Da könnt Ihr es dann quasi bis zum Ziel rollen lassen ….“. Haha – innerlich schiebt sich bereits jetzt ein breites Grinsen über meine Lippen, denn ich weiß, das kann nur eine neue Bestzeit werden. Mit 21:40min zur Wende lag ich voll im Soll – jetzt muß die eine oder andere Sekunde einfach herausspringen. Also – mit Vollgas zurück zum Ziel!

Spaß – ja – es macht wirklich Spaß! Die Beine laufen wie von selbst. Es geht permanent leicht bergab. Noch immer kommen mir einige Läufer/innen entgegen, die sich noch auf dem Hinweg befinden. Ich möchte Ihnen am liebsten zurufen: „Leute – haltet durch – gleich kommt die Erlösung!“. Meine Pace liegt nun phasenweise unter 3:50min/km. Der Gesamtschnitt nähert sich immer mehr einer 4:15min/km. Die Kilometermarkierungen fliegen vorbei und ich rechne die Zwischenzeiten bereits hoch. Yeeeehaaaa – das wird noch einmal richtig gut heute!

Zwischen KM8 und KM9 ein kleiner Anstieg. Doch der kann mich nun nicht mehr bremsen. Ab KM 9 geht es nur noch bergab in Richtung Ziel. Jetzt wird alles rausgehau’n! Und es läuft! Kurz vor dem Ziel sehe ich schon Kai Engelhardt von den Laufmonstern, der heute zwar nicht läuft, dafür aber wieder für geniale Fotos sorgen wird. Ich reiße den Arm nach oben, in der Hoffnung, Kai hält gut mit der Linse drauf. Und ja – das hat er ….

Foto: Kai Engelhardt

Ziellinie! Forerunner abdrücken – 42:39min – Yeeeehaaaa! Noch einmal 42 Sekunden Verbesserung der Bestzeit vom vorangegangenen Wochenende. Super – das hat noch einmal prima geklappt!

Austrudeln und direkt auf einen der angrenzenden Waldwege zum Auslaufen und Runterkommen. Was für ein Lauf! Genial! Und was für eine Strecke! Fast ärgere ich mich schon wieder, dass ich auf dem Hinweg bis zur Wende nicht viel mehr riskiert habe. Aber gut – jetzt kenne ich die Strecke und weiß es fürs nächste Mal besser. Und es wird ein nächstes Mal geben! Diese Strecke ist meine neue 10km-Lieblingsstrecke – ohne Frage!

Nach dem Auslaufen ziehe ich mir schnell die langen Sachen über. Dann noch einmal zum Ziel, um mich von Kai zu verabschieden, der natürlich noch lange nicht alles im Kasten hat, denn in wenigen Minuten gehen auch noch die „Halbmarathonis“ auf die Strecke. Und dann mache ich mich auf den Heimweg.

Also – Königsforst – schön war’s und gut war’s! Und Spaß hat’s auch noch gemacht! Auf Wiedersehen – und das meine ich wörtlich! 😉

Abschließend noch kurz die Statistik – mit der Laufzeit von 42:39min belegte ich Platz 55 im Gesamtklassement von 214 Startern sowie Platz 8 von 22 in der AK M35. Für die AK-Wertung im PSD Bank Lauf Cup brachte das 43 Punkte und eine Verbesserung von Platz 7 auf Platz 4.

Ein Wertungslauf steht für mich nun noch aus, um auf die geforderte Anzahl von 5 Läufen zu kommen. Diesen möchte ich am 19.11.2011 beim Herbstlauf des GSV Porz bestreiten, wobei ich mich noch nicht endgültig entschieden habe, ob ich über die 10km- oder die Halbmarathondistanz an den Start gehe. Beide Distanzen sind jeweils als Wertungslauf für den PSD Bank Lauf Cup ausgeschrieben.

Jetzt steht erstmal eine „Ruhewoche“ an. Kein Intervalltraining, kein Tempolauf. Dann noch einmal 3 Wochen „Zügel anziehen“ und Saisonende in Köln-Porz.

In diesem Sinne – RUN ON!

Ergebnisse 26. Refrather Herbstlauf

PSD Bank Lauf Cup


Laufbericht: Seek and destroy!

Zugegeben – diese etwas marchialische Überschrift – passt so gar nicht zum entsprechenden Laufevent vom vergangenen Sonntag – dem 22. Kölner Friedenslauf. Aber genau mit dieser Einstellung ging ich an den Start des selbigen. Attacke auf die Bestzeit!

10 Kilometer waren zu laufen und eine sub44min stand zur Pflicht. Meine alte Bestzeit von Ende Juli dieses Jahres lag bei 44:04min und sollte nun fallen. Zudem wollte ich eine möglichst gute Platzierung in meiner AK M35 erzielen, um weitere Punkte im PSD Bank Lauf Cup zu sammeln. Wie schon im letzten Laufbericht geschrieben, war ich ursprünglich überhaupt nicht auf eine aktive Teilnahme an diesem Lauf Cup aus, aber nun, mit bereits zwei guten Altersklassenwertungen, hat mich doch der Ehrgeiz gepackt.

Und so stehe ich am Sonntagmorgen bei sportlichen 4°C, aber traumhaftem Herbstwetter, um 10.00 Uhr am Start. Das Teilnehmerfeld ist überschaubar, eine feste Startaufstellung gibt es nicht, also habe ich mich, wie so meist, irgendwo zwischen Reihe 5 und 10 platziert. Letzte Fotos werden geschossen und dann geht es auch schon los. Die Streckenführung ist relativ simpel und geht vom Gelände der Kölner Zirkusschule direkt hinunter zum Rhein und weiter in Richtung Bastei, wo das Feld zum ersten Mal bei KM2 wendet. Anschließend das Ganze retour und weiter am linken Rheinufer entlang bis auf Höhe des Niehler Containerhafens. Wende bei KM7 und wieder zurück bis zum Start, welcher gleichermaßen dann zum Ziel wird. So gesehen, eine schön zu laufende Strecke, die mir aus vielen Trainingsläufen und Radausflügen bestens bekannt ist. Einziger Knackpunkt, wie so oft am Rheinufer, die doch recht steife Brise, welche dem Läuferfeld auch an diesem Sonntag ordentlich entgegenwehen sollte.

Kurz nach dem Start habe ich schnell mein für diesen Lauf vorgesehenes Tempo von 4:15 – 4:20min/km gefunden. Bis zur ersten Wende läuft alles nach Plan. Danach wird es etwas schwieriger, da sich das Feld mittlerweile sehr auseinandergezogen hat und ich nun allein gegen den Wind laufe. Hier muß ich doch schon ordentlich pacen, um nicht jetzt schon zu viel an Boden zu verlieren. Aber der Schnitt bleibt im Normbereich und nur das zählt.

So geht es weiter bis zur zweiten Wende bei KM7. Zwischendurch wurde ich noch von einem kleinen „Lauftrupp“ überholt, jedoch schien es mir, als wenn sich dessen Teilnehmer gut kannten und relativ geschlossen eine gleiche Pace laufen wollten. Für einen Moment überlegte ich mir mitzugehen, allerdings war mir das Tempo dann doch etwas zu hoch, gemessen an der noch zurück zu legenden Strecke. Also lieber allein weiter.

Doch nach dem zweiten und letzten Wendepunkt versuchte ich dann auch noch einmal Gas zu geben. Noch 3000 Meter waren nun zurück zu legen – jetzt hieß es, alles oder nichts. Und so rannte ich quasi gegen die Uhr. Rechnerisch war eine neue Bestzeit allemal drin – also jetzt bloß nicht schlapp machen. Feuer!

Kilometer 8 und 9 erledigten sich relativ zügig und ich konnte sogar noch einen bis dahin ca. 200 Meter vor mir gelegenen Läufer einsammeln. Ab KM 9 war dann schon das Ziel zu sehen und zu hören. Eine kleine Zuschauergemeinde säumte den Streckenrand an der Einbiegung zum Zieleinlauf. Jeder bekam ordentlich Beifall. Klasse! Vor mir war niemand erreichbares mehr, hinter mir drohte auch keine „Gefahr“. Und so lief ich quasi im Alleingang auf die Zielgerade und mit 43:21min über die Ziellinie. Yeeeehaaaa! 43 Sekunden gegenüber dem letzten Mal rausgelaufen – das passt für heute! Vielleicht wäre das eine oder andere Sekündchen bei weniger Wind noch drin gewesen, aber gut, „vielleicht …. wenn …. eventuell ….“ – im Endeffekt zählen nur Fakten.

Foto: Kay Engelhardt

Der Rest ist schnell erzählt. Nach dem Zieleinlauf lief ich direkt weiter auf den angrenzenden Parkplatz zu meinem Auto. Da ich trotz der recht kalten Temperaturen komplett kurz gelaufen war, wollte ich mir nun schnell die langen Sachen wieder überziehen. Dann noch einmal zurück zum Start-/Zielbereich, um die offizielle Laufzeit bestätigt zu bekommen. Okay – alles gut. Zurück zum Auto und ab nach Hause. Auslaufen, Dehnen, Duschen und Essen. Der Restsonntag gehörte natürlich wieder der Familie und wurde gemeinsam bei herrlichem Herbstwetter im Leverkusener Neuland-Park verbracht.

Zum Laufevent selbst kann ich sagen – alles sehr gut organisiert und durchgeführt. Prima – das hat Spaß gemacht! Wenn’s im nächsten Jahr passt, bin ich mit Sicherheit wieder am Start.

Mit meiner 43:21min belegte ich am Sonntag den 38. Rang im Gesamtklassement von 114 Teilnehmern, und Platz 5 von 12 in der AK M35. Im PSD Bank Lauf Cup konnte ich mich damit von Platz 20 auf Platz 7 verbessern.

Der nächste Wertungslauf steht nun schon bereits am kommenden Sonntag, 23.10.2011 mit dem Refrather Herbstlauf an. Hier werde ich wieder über die 10km-Distanz an den Start gehen. Mal schauen, ob es wieder zu einem richtig schnellen Lauf reicht …. 😉


Laufbericht: Der Kampf gegen die Uhr ….

schien gestern beim 23. Lauf „Rund um den Fühlinger See“ für mich völlig verloren. Nach 21,1km laufe ich mit 1:40:07h durchs Ziel und verstehe die Welt nicht mehr. Eigentlich wollte ich unter 1:38h bleiben. Okay – dass mir dies gestern noch nicht gelingt, habe ich bereits gute 500 Meter vor dem Ziel auf meinem Forerunner ablesen können. Aber für eine Zeit unter 1:39h sollte es allemal noch reichen. Doch fangen wir am Anfang an ….

Gegen 9.30 Uhr treffe ich am Fühlinger See ein. Mein erster Gedanke – boah, hier hat sich aber einiges verändert, seit meinem letzten Badeausflug. Sehr zum Positiven, muss man dazu sagen. Klasse! Parkplätze sind für alle Laufteilnehmer/innen ausreichend vorhanden. So kann auch ich nur ca. 100 Meter vom offiziellen Veranstaltungsgebäude parken. Zuerst mal die Startnummer abholen. Auch dies klappt völlig reibungslos. Direkt daneben sind schon Kuchen, Obst, Kaffee, etc. serviert. Man merkt sofort, hier sind erfahrene Veranstalter (LLG Nordpark Köln 80 e.V.) am Werk. Alles prima!

Danach begebe ich mich in eine der Umkleidekabinen. Umziehen, Startnummer anbringen, noch einmal zur Toilette und los geht’s. Der Start ist ca. 250 Meter entfernt und gut zu erreichen. Also mache ich mich dorthin auf und laufe mich locker ein. Das Wetter ist mittlerweile mit 15°C und ganz leichtem Nieselregen durchaus lauffreundlich. Allmählich formt sich das Teilnehmerfeld hinter der Startlinie zu einer Formation und auch ich reihe mich nun ein. Irgendwo aus Reihe 6 oder 7 soll es für mich gleich losgehen.

Auf dem Plan habe ich eine Zeit unter 1 Stunde und 38 Minuten. Die Taktik sieht so aus, dass ich bis KM 15 einen 4:40er-Schnitt laufen möchte, um dann auf den verbleibenden 6,1 Kilometern noch ein bisschen Dampf zu machen. Na dann schauen wir mal ….

Start! Es geht nach ein paar Metern direkt einen kleinen Berg hinunter. Das Tempo liegt so um die 4:30min/km. Der Boden ist vom morgendlichen Regen noch relativ feucht und glitschig. Also aufpassen! Jeder gibt sich Mühe diese Passage ohne Zwischenfälle zu meistern. Alles geht gut. Ich schaue auf die Uhr – 4:15min/km. Bremsen! Jetzt bloß nicht wieder direkt überpacen! Also lasse ich mich ein wenig zurückfallen. Ich finde einen kleineren Trupp, der meiner Tempovorgabe entspricht. Ranhängen! Generell scheint es heute klug zu sein, sich immer ein bis zwei Vorderleute zu suchen, da es teilweise doch sehr windig auf der freien Strecke entlang der Regattabahn ist.

Bis KM5 läuft alles nach Plan. Hier sollte ich mindestens mit 23:20min durch sein. Das klappt und es sind noch ein paar Sekunden Luft drin. Doch dann wird mein „Lauftreff“ irgendwie immer langsamer. 4:50, 4:55 …. – was ist los? In ca. 50 Meter Entfernung sehe ich die nächste Laufgruppe. Ich kann einige Vereinstrikots darunter ausmachen, sieht also nach geballter Lauferfahrung aus. Sehr gut! Ich ziehe das Tempo an und laufe auf. Hier geht’s nun relativ konstant mit 4:35 – 4:40 vorwärts. Das passt.

Bei KM9 laufen wir das erste Mal durchs Ziel. Die erste große Runde ist geschafft. Doch was ist das! Neben der Zielmatte steht eine große digitale Uhr. Ist das die offizielle Laufzeit? Das kann doch nicht sein. Die dort anzeigte Zeit liegt über eine Minute über meiner Zeit auf dem Forerunner! Hääää – wie geht das denn jetzt bitte? Ich habe einen 4:39er-Schitt auf dem Tacho und meine eingestellte „Auto-Runde“ von 1km piepst auch immer brav in etwa der offiziellen KM-Markierungen. Wie kann denn dann bitte diese Zeitdifferenz entstehen?

Nun gut – sei’s drum – ich laufe erstmal weiter. Bei KM12 zerfällt meine Laufgruppe erneut. Am dort eingerichteten Verpflegungsstand fangen einige an zu gehen. Ich nehme nix an Verpflegung auf und laufe weiter. Vorerst allein. Mist! Allein gegen den Wind – das zehrt an den Kräften. Doch dann gesellt sich eine Läuferin des SUS Schalke 96 zu mir. Sie überholt und ich bleibe dran. Auch wenn sie kleiner und schmaler ist als ich – besser als nix. 😉

Bei KM15 dann erneuter Zieldurchlauf. Ich schaue sofort auf die dortige Uhr und vergleiche mit meinem Forerunner. Mittlerweile ist die Differenz noch größer! Schon über eineinhalb Minuten! Das kann doch nicht wahr sein! Welche Zeit zeigt diese blöde Uhr denn bitte an? Mein Schnitt liegt immer noch knapp unter 4:40min/km – also voll im Plan. Aber gut – was soll man machen? Weiter geht’s!

Ich versuche nun – wie geplant – das Tempo anzuziehen. Aber es ist schwieriger als ich dachte. Ich schaffe es nicht wirklich, wesentlich schneller zu laufen. Also vorerst mal so weiter und ab KM19 letzte Mobilisation. Noch ist die sub1:38h drin. Mittlerweile laufe ich wieder allein. Meine Schalkerin habe ich kurz vor KM15 an einem kleinen Anstieg überholt.

Kilometer 16, 17, 18 und 19 gestalten sich hart. Ich überhole und werde überholt. Jeder kämpft nun um Sekunden! Ich halte zwar das Tempo, kann aber auch nicht wirklich mehr was zusetzen. Ich schaue auf die Uhr und weiß sofort, dass eine Zeit unter 1:38h immer unrealistischer wird. ‚Komm schon Mensch – reiß Dich zusammen! Diese letzten 2,1km noch!’

Jetzt zieht es sich! Der Geist ist noch willig, aber die Beine brennen. Ich passiere KM20. Weiter, weiter, weiter …. . Ich schaue auf die Uhr – sub1:38 hat sich gerade erledigt. Egal – hilft jetzt nix – dann wenigstens unter 1:39h bleiben. Da überholt mich „Frau Schalke“ wieder! Boah – sie hat auch noch einmal alles mobil gemacht! Beeindruckend! Jetzt sehe ich das Ziel. Mein Blick fliegt zu dieser saublöden Uhr. NEIN! 1:40:…. ! Das kann doch nicht sein. Ich laufe bei 1:40:07h über die Zielmatte. Vor lauter Enttäuschung vergesse ich sogar noch meinen Forerunner abzudrücken. Wat’n blöder Mist!

Direkt nach dem Ziel treffe ich auf Kai Engelhardt von den „Laufmonstern“. Er ist heute mal als Fotograf unterwegs. Wir wechseln kurz paar Sätze und dann ziehe ich weiter. Zwei Becher ISO-Drink und ab zur Umkleide. Ich bin enttäuscht. Gut – die sub1:38h waren heute nicht drin – aber 1:40:07h ist dann doch etwas weit weg. Naja – aber was will man machen. Also ziehe ich mir trockene Sachen an und gehe noch mal raus, um ein paar Runden auszulaufen. Danach Tasche geschnappt und ab zum Auto und nach Hause.

Der Restsonntag wird mit Frau und Kindern verbracht. Ich bin zwar hundemüde, aber das zählt bei unseren zwei „Schweinchen“ nicht. Papa spielen! Deine Schuld, wenn Du morgens schon um den See rennst! 😉 Doch immer wieder grübele ich darüber nach, wie diese Zeitdifferenz zu erklären ist. Ich komme einfach zu keinem logischen Ergebnis.

Am Abend zaubert meine Frau dann ein wunderbares Essen. Herrlich! Kinder ins Bett und ab aufs Sofa. Endlich Erholung! Und was macht man(n) dann. Na klar – man(n) geht sofort online und schaut, ob die offiziellen Laufergebnisse schon da sind. Und sie sind es. Hääää – aber was steht denn da hinter meinem Namen? Netto 1:38:47h. Also doch! Verflixte sch**ßblöde Uhr da an der Zielmatte! Hat mir den ganzen Restsonntag versaut! Was sollte diese unsinnige Zeit? Na also – doch noch eine Zeit unter 1:39h. Jawoll! Geil! Damit kann ich doch für heute leben! Im Gesamtklassement bin ich mit meiner Zeit auf Platz 99 von 343 gelaufen. In meiner AK35 reichte es für einen 17. Platz von 53.

Verstanden habe ich das Ganze allerdings bis jetzt immer noch nicht. Vielleicht gibt es ja noch eine offizielle Erklärung des Veranstalters. In jedem Fall bin ich doch zufrieden mit der gestrigen Leistung. Meine alte Bestzeit aus dem letzten Jahr konnte ich von 1:46:10h somit um über 7 Minuten verbessern. Mein eigentliches maximales Saisonziel mit einer Zeit unter 1:40h ist auch erfüllt. Also – alles richtig gemacht.

Trotzdem reizt die 1:38h zur Unterbietung. Wenn ich die letzten Kilometer noch etwas zulegen kann, ist das zu schaffen. Ein Anlauf bleibt noch. Quasi das diesjährige Finale! 02.10.2011 in Köln – Sparkasse KölnBonn Halbmarathon. Mal schauen, was da noch mal geht …. 😉

Ergebnisse 23. Lauf „Rund um den Fühlinger See“

23. Lauf „Rund um den Fühlinger See“


Mein erster 10er ist im Sack!

Mein erster offizieller 10km-Lauf und somit auch mein erster Vorbereitungslauf für den Sparkasse KölnBonn Halbmarathon am 02.10. – beides kann seit vergangenem Sonntag abgehakt werden!

9.30 Uhr sollte es losgehen – 10km-Lauf bei „Die 10 Meilen von Köln“. Ursprünglich wollte ich die 10km-Distanz ja schon drei Tage zuvor beim diesjährigen Sportscheck-Lauf in der Kölner Altstadt absolvieren, aber da war ich mit der Voranmeldung zu spät dran. Deshalb der Umstieg auf den 10km-Lauf am Sonntag auf dem Sportgelände des ESV Gremberghoven. Im Nachhinein bin ich froh, dass alles so kam, denn es war eine rundum gelungene Veranstaltung!

Den Wecker hatte ich mir für 6.00 Uhr morgens gestellt. Nach gut 8 Stunden Schlaf kam ich gut und pünktlich aus den Federn. Kurzer Wetter-Check – bewölkt und um die 15°C – soweit okay. Also weiter im Plan. Morgentoilette, Frühstück, Tasche packen und von der Familie, die mittlerweile mit Frau und Sohn fast vollständig vertreten war, verabschieden. Dabei gab es noch eine kleine Überraschung! Meine Frau teilte mir nämlich mit, dass sie mit Sohnemann und Töchterchen, entgegen der eigentlichen Sonntagsplanung, doch an die Strecke kommen würde, um den Ehemann und Papa kräftig anzufeuern. Darüber habe ich mich natürlich sehr gefreut!

Also setze ich mich mit diesem zusätzlichen Motivationsschub ins Auto und düse zu den „Poller Wiesen“. Ich war bereits schon am Vortag kurz dort, um mir ein Bild von der Strecke sowie den Parkmöglichkeiten zu machen. Ich hatte mir ausgerechnet, wenn ich gegen 8.00 Uhr dort bin, dürfte es parktechnisch keine Probleme geben. Und so war es dann auch. Ich konnte mein Auto quasi direkt am Veranstaltungsgebäude abstellen. Super! Tasche geschnappt und erstmal für den Start einchecken. Da ich schon online vorangemeldet hatte, ging das flott über die Bühne. Startnummer 316 war für mich reserviert.

Und da waren auch schon alle Formalitäten erledigt! 8.30 Uhr – noch eine Stunde Zeit – was nun? Ich fragte kurz nach Umkleidemöglichkeiten. Die gab es auch, aber eigentlich kann ich mich auch direkt am Auto umziehen, fiel mir dann ein. Also zurück zu selbigem und alles schön in Ruhe. Laufshirt an, Startnummer anbringen, lange Hose aus, Chipband ums Fußgelenk, Pumas an die Füße, noch ein Langarmshirt überziehen, Laufcap auf, 305er ans Hanggelenk und fertig.

8.45 Uhr – Zeit, um sich mal so langsam auf Betriebstemperatur zu bringen. Hierzu eignet sich das umliegende Gelände mit seiner langen Baumallee parallel zum Rhein hervorragend. Doch da treffe ich noch auf ein Gesicht, was ich zumindest auf vielen Fotos von diversen Laufevents schon oft gesehen habe. Wir schauen uns kurz an und dann sagt derjenige zu mir: „Ach – Du bist doch der Supermario! Ich kenne doch Dein Blog. Hallo ich bin der Kay von den Laufmonstern.“ Und in dem Moment fällt’s mir auch wieder ein. Klar – Kay Engelhardt von den Laufmonstern. In den lokalen Läuferkreisen ein bekannter Name und ein bekanntes Gesicht. Er startet auch über die 10 Kilometer. Wir wechseln schnell ein paar Worte. Man sieht sich ja wahrscheinlich eh’ gleich am Start wieder.

Dann ziehe ich ein paar Aufwärmbahnen und baue auch ein paar kurze Abschnitte im geplanten Renntempo mit ein. Alles fühlt sich gut an! Ich denke, das wird heute ein guter Lauf. Apropos Renntempo – das soll nach Möglichkeit knapp unter 4:30min/km liegen. Es ist ja nicht so, als hätte ich mir für diesen Lauf nix vorgenommen! 😉 Ein Vorbereitungslauf dient ja in erster Linie als Test und ich möchte heute testen, ob ich bereits eine Zeit von unter 45:00 Minuten auf 10 Kilometer hinbekomme. Die letzen Tempotrainings haben mich hierfür optimistisch gestimmt. Und in einem Läuferfeld läuft es sich sowieso meist leichter, als wenn man allein seine Trainingsrunden abspult. Die Zeit dieses Laufes soll zudem als neue Referenzzeit für meinen aktuellen Trainingsplan dienen, heißt, die weiteren Trainingstempos werden davon abhängen.

9:05 Uhr stehe ich wieder an meinem Auto. Langarmshirt aus, Cap ab und auf zum Start. Dieser liegt quasi direkt am Rheinufer. Geniale Kulisse! Dort zieht sich ein gepflasterter Weg entlang dem Rheinufer. Später wird die Strecke über ein paar gut ausgebaute Verbindungswege wieder hoch auf die Baumallee führen. Das Ziel liegt ebenfalls auf einem Verbindungsweg zwischen Baumallee und Rheinuferweg. Für die 10 Kilometer muß die Strecke zwei Mal umlaufen werden.

Am Start treffe ich „Monster Kay“ wieder sowie auch noch Manuel Kreuer, der auch zu den Laufmonstern gehört. Dessen Frau macht noch schnell zwei Fotos von uns dreien und dann wird sich auch schon zum Start aufgestellt.

Eine feste Startordnung gibt es bei diesen kleineren Volksläufen nicht. Ich platziere mich einfach mal irgendwo um Reihe 6 herum. Hoffentlich ist das nicht zu euphorisch, denke ich noch kurz, denn ich stehe schon ziemlich weit vorn, wo man wahrscheinlich mit einem Schnitt nahe der 3:30 loslaufen muß, um nicht direkt als „Stolperstein“ zu dienen. Aber hey – trau’ Dir was zu! Dann laufe ich eben die ersten paar hundert Meter unter 4:00. Klappt im Training doch auch. Und mittlerweile ist das Feld eh‘ so dicht zusammengerückt, dass ich nicht mehr raus kann – also Vollgas von Anfang an.

Die letzten Sekunden werden runtergezählt und „Pamm“, ab geht die Post! Forerunner drücken und es geht in der Tat richtig ab! Ich laufe einfach mit, was anderes bleibt mir auf den ersten 200 Metern gar nicht übrig. Ein geiles Gefühl! Du wirst regelrecht auf einer Welle aus Adrenalin und Endorphin dahingetragen! Wie in Trance! Dann schaue ich doch mal auf die Uhr – ein 3:45er-Schnitt. Puh – das ist zu heavy! Nicht zu viele Körner jetzt schon auf der Strecke lassen! Auch wenn es echt richtig Spaß macht, zusammen mit den anderen wie bekloppt über das Pflaster zu hetzen. Also zurück in die Realität! Kurzer Blick nach hinten und leicht die Bremse rein. Die ersten ca. 20 Läufer sind eh’ schon auf und davon. Nun kommt die 4er-Pace-Riege. Die lasse ich noch vorbei. Dann möchte ich aber auch wieder mitlaufen! 😉

Alles läuft fair und sauber ab. Ich mache mich klein und versuche keinen zu behindern. Da sind wir auch schon bei Kilometer 1, der sogar mit entsprechender Pace persönlich angesagt wird. Das ist Streckenservice! 4:14min/km wird verkündet. Ein paar Meter weiter piept auch mein 305er für den ersten Kilometer und zeigt eine 4:17er-Pace an. Trotz des schnellen Starts geht das voll in Ordnung. Ich fühle mich gut! Ich gebe mir eine Pace-Toleranz bis 4:25min/km. Mehr nicht, sonst wird mir das mit der sub45:00 zu unsicher.

Okay – wo kann ich mich eventuell dranhängen? Ich finde schnell eine kleinere Gruppe, die in etwa einen 4:20er-Schnitt läuft. Also mit dazu laufen und dabei bleiben. Bis Kilometer 3 geht es auch gut, doch dann werden wir irgendwie immer langsamer. 4:30, 4:34 – nee – so wird das nix. Also keine „Gruppendynamik“ mehr, sondern einen Gang höher schalten und allein weiter. Ich ziehe das Tempo wieder auf 4:20 und laufe nun allein. Vor mir in ca. 50 Meter Entfernung läuft der nächste kleinere Trupp. Den nehme ich mir als „Zugpferd“ und versuche nach und nach aufzulaufen.

Kilometer 4 fliegt vorbei. Alles im Lot! Nun kommen wir wieder auf die Baumallee. Hier müsste ja nun auch irgendwo meine Familie stehen. Kurze Ausschau nach ganz weit vorn und tatsächlich, da steht meine Frau mit unseren zwei „Schweinchen“. 😉 Also Papa – Haltung annehmen und betont dynamisch vorbeilaufen. Meine Frau soll ja nun endlich auch mal sehen, dass ich meine abendlichen Trainingsrunden nicht nur so zum Spaß runterreiße! Kurzer Gruß an meine drei und weiter geht’s zur 5km-Marke und gleichzeitig zum ersten Mal über die Zielmatte. Es geht hier kurz bergab und ich laufe mit einer 3:17 auf dem „Tacho“. Zwischenzeit knapp unter 22:00 Minuten. Hey – das sieht doch gut aus! Wenn ich das halten kann, sollte die 45er-Marke am Ende aber in jedem Fall geknackt sein.

Um die Ecke und es geht wieder am Rheinufer entlang. Kilometer 6 und 7 fallen. Meine Pace liegt noch immer im Soll. Ab Kilometer 8 möchte ich noch einmal bisschen Gas geben. Ich fühle mich nach wie vor gut und denke, da geht noch was. Mittlerweile kann ich einige Läufer/innen einsammeln, die wahrscheinlich doch etwas zu schnell angegangen sind. Jetzt bin ich froh darüber, am Anfang nicht der gleichen Versuchung erlegen gewesen zu sein. Ich zieh noch einmal an, laufe unter 4:15, versuche das zu halten. Kilometer 9 geht mit durchschnittlichen 4:22 zu Buche. Jetzt noch 1.000 Meter und fertig!

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