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Der letzte Wettkampf ….

…. vor der Sommerpause war für mich der 10km-Lauf bei den „10 Meilen von Köln“ am 29.07.2012. Zu Beginn des Jahres war dies als mein erster Saisonhöhepunkt geplant und sollte mit einer neuen persönlichen Bestzeit über die 10km-Distanz gebührend absolviert werden. Nun gut – aber wie so oft – kommt es eben doch ein bisschen anders. Aufgrund meiner längeren verletzungsbedingten Pause im Februar und März hinkte ich meiner eigentlichen Saisonplanung etwas hinter her. Trotzdem versuchte ich noch einen halbwegs ordentlichen Aufbau hin zu bekommen, was mir auch recht gut gelungen ist. Bereits beim Rheinbogenlauf Anfang Juli konnte ich meine bisherige persönliche Bestzeit über 10km mit 42:39min auf die Sekunde egalisieren. Somit schien die Form zu stimmen und ich versuchte das Ganze in den letzten drei Wochen noch etwas zu pushen.


Und so stand ich am 29.07. um 9.30 Uhr an der Startlinie, bereit, auf der mir bereits aus dem letzten Jahr bekannten 10km-Strecke, noch einmal mein Bestes zu geben. Die Beine fühlten sich zwar schon beim Einlaufen irgendwie nicht (mehr) ganz so frisch an, aber ein flotter 10er sollte doch wohl noch drin sein. Ich starte ungefähr aus Reihe 5. Die Zeit wird heute mittels Champion-Chip gemessen, also kein Grund zur Panik beim Start. Jeder erhält diesmal seine exakte Nettozeit. Der Startschuß fällt pünktlich und ich laufe los. Die ersten paar hundert Meter verlaufen auf einem sehr schmalen Gehweg direkt am Rheinufer. Viel Platz hat man hier nicht und so muß ich im Sog der ganz Schnellen mitlaufen.  Nach ca. 500m habe ich mich allerdings bei 4:10min/km eingependelt und so soll es vorerst weitergehen. Ich laufe in einer kleinen Gruppe von ca. 5-6 Leuten mit. Das paßt!

Doch plötzlich bemerke ich, wie mir ständig etwas gegen das rechte Schienbein streift. Ich schaue runter und traue meinen Augen nicht! Der Schnürsenkel vom linkten Schuh hat sich trotz Doppelschleife gelockert und droht auf den nächsten Metern komplett aufzugehen. Nein! So etwas ist mir noch nie passiert! Bockmist! Ausgerechnet jetzt, wo ich gerade mein Tempo gefunden habe. Aber es hilft nix! Also auf die Seite, runter, Schnürsenkel schnell wieder zu, hoch und weiter. Gefühlte 10 Sekunden. Ich sehe gerade noch mein Laufgrüppchen um die nächste Biegung laufen. Direkt auflaufen würde jetzt zu viel Kraft kosten. Also nehme ich wieder normal Fahrt auf und versuche meinen Schreck zu verdauen.

Auf den nächsten Kilometern kann ich ein paar Läufer überholen und somit wohl auch ein paar Meter wieder gut machen. Doch das soll sich noch rächen! Die erste der zwei zu laufenden 5km-Runden bringe ich knapp über 21min hinter mich. Soweit läuft alles nach Plan. Doch dann folgt wieder diese lange Gehwegpassage am Rheinufer. Der Wind bläst hier heute ordentlich und irgendwie von allen Seiten. Es wird allmählich hart. KM 6 bis KM 9 sind mehr oder weniger ein ständiger Kampf gegen die Uhr. Ein paar Meter vor mir laufen zwei Frauen – die später Dritt- und Viertplatzierten – und ein weiterer Läufer. Jetzt geht es auf die Zielgerade. Ich kämpfe mich an die drei heran und ziehe nacheinander vorbei. Alles oder nichts!

Ich schiele kurz auf die Uhr. Bestzeit wäre theoretisch noch möglich, wird aber verdammt eng. Der gerade überholte Läufer fühlt sich wohl doch bei der Ehre gepackt und gibt auch noch einmal Gas. Er schiebt sich wieder an mir vorbei. Die letzte 90°-Kurve vor dem Ziel, Berg runter, volle Kanne und piiiieeep …. . 42:51min – Shit! Mindestens 12 Sekunden zu langsam oder besser gesagt – einen Doppelknoten zu langsam. 😉 Aber gut – was soll’s – letztendlich muß ich zufrieden sein. Zwar diesmal knapp daneben, doch nach wie vor auf dem richtigen Weg.

Der Rest ist mittlerweile Routine. Einen Becher Tee, auslaufen und ab nach Hause. Es ist ja schließlich Sonntag und die Familie wartet! 🙂

Seitdem mache ich „Sommerpause“. Ich habe Urlaub und bin viel mit der Familie unterwegs. Sport wird natürlich trotzdem getrieben, ist ja klar. Regelmäßige lange Läufe, Radfahren mit der Familie und regelmäßiges Kraft-/Stabitraining bestimmen im Moment meinen sportlichen Alltag. So geht es auch noch ein Weilchen weiter, bevor ich ab übernächster Woche wieder mit einem gezielten Trainingsplan für die zweite Jahreshälfte beginne.

Abschließend wie immer ein kurzer Blick auf die Platzierung. Der Lauf war auch wieder ein Wertungslauf im PSD-Bank-Köln-Lauf-Cup. In der direkten Laufwertung erreichte ich Platz 28 (135) Männer gesamt und Platz 8 (17) in der AK M40. Damit konnte ich mich im Cup auf Platz 30 in der Gesamtwertung und Platz 6 der AK-Wertung M40 schieben.

Eigentlich wollte ich am kommenden Sonntag beim 1/2 Marathon Köln Rechtsrheinisch ganz spontan mit einem zügig gelaufenen Trainingshalbmarathon die nächsten Cup-Punkte sammeln, um meine derzeitig Position etwas zu stabilisieren. Jedoch wurde der Lauf kurzfristig vom Veranstalter wegen einer Erkrankung des Vorsitzenden abgesagt. An dieser Stelle von mir alles Gute und gute Besserung!

Somit geht es erst am 23.09.2012 beim „Lauf um den Fühlinger See“ wieder um die nächsten Cup-Punkte. Vorher möchte ich jedoch noch beim „Kölner Halbmarathon“ mitlaufen, um mich allmählich auch wieder auf die 21,1km-Distanz einzustimmen.

In diesem Sinne – wünsche ich noch einen schönen Sommer und einen guten Start in zweite Saisonhälfte!

Run On! 😉

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