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Laufbericht: 34. DKV-Brückenlauf 2014

Brückenlauf in Kölle! Mittlerweile zum 34. Mal ausgetragen – für mich allerdings die erste Teilnahme. Diesmal unter dem Motto: „Ich bin verbrückt nach Kölle“. Im Jahr 2012 hatte ich mich zwar schon einmal angemeldet, konnte aber dann wegen einer Erkältung nicht starten. Und fast wäre es diesmal wieder so gelaufen, denn seit Freitagmorgen plagten mich leichte Halsschmerzen. Ich dachte schon, der Kölner Brückenlauf sei kein gutes Omen für mich, aber am Ende wurde doch noch alles gut. Dank Orthomol, Meditonsin und Dobendan ging es meinem Hals am Sonntagmorgen wieder besser und ich fühlte mich auch allgemein gut und laufbereit. Also – Start frei!

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Kurz nach 10.00 Uhr ertönt der Startschuß, abgefeuert von keinem Geringeren als Björn Otto, u. a. Vizeolympiasieger und Vizeeuropameister 2012 im Stabhochsprung, und natürlich Mitglied des austragenden Vereins ASV Köln. Auch sonst ist an diesem Sonntagmorgen viel sportliche Prominenz am Start. Neben den „Hahner-Twins“ (Anna und Lisa Hahner), startet auch Susanne Hahn hier beim Brückenlauf. Dazu noch einige Hochkaräter aus der​regionalen​ Laufszene. Es sollte also ein ziemlich flottes Rennen an der Spitze werden. Ich starte aus Reihe fünf und komme gut weg. Das Wetter ist mal so und mal so. Sonne, Wolken und auch bisweilen leichter Regen wechseln sich stetig ab. Die Taktik ​für den heutigen Lauf möglichst schnell ein passendes Tempo finden und gut über die Anstiege der Kölner Brücken sowie dieAuf- und Abstiege der Treppen kommen.So eine richtige Vorstellung von einer eventuellen Endzeit habe ich noch nicht, handelt es sich doch beim Kölner Brückenlauf um ein nicht so ganz konventionelles Rennen. Allein schon die Distanz von 15,4km ist alles andere als üblich. Zudem unterbrechen mehrere Treppenauf- und abgänge immer wieder mal den Laufrhythmus. Von daher geht es heute weniger um eine neue Bestzeit, als vielmehr um ein möglichst homogenes Rennen. Aber unter 1:08h möchte ich in jedem Fall bleiben. Das heißt ​wiederum, ​minus 4:30min/km sollten es am Ende im Schnitt schon sein.

Meine Pace pendelt sich schnell bei 4:15min/km ein. Das passt für den Anfang und fühlt sich gut an. Ich bin überrascht, dass es doch von Beginn an so gut läuft. Aber ich hatte bereits schon beim Einlaufen, das Gefühl, heute wirklich gute Beine erwischt zu haben. Außerdem bringe ich mittlerweile – dank einer noch konsequenteren Ernährungsumstellung in Richtung Low Carb – 5kg weniger auf Waage, was sich natürlich insbesondere auch beim Laufen bzw. schnellen Laufen bemerkbar macht. Auch der kurze Anflug eines Infekts scheint in den letzten zwei Tagen scheint keine wirklichen Spuren hinterlassen zu haben. Alles paletti – also ab dafür!

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Die KM10-Marke überquere ich knapp über 43:00min. Ich laufe zwar immer noch einen guten 4:15er-Schnitt, aber die Brückenanstiege und Treppenläufe haben doch das eine oder andere Sekündchen gekostet. Doch ich bin bislang super durchgekommen. ​Nun geht es in den Kölner Rheinpark – quasi mein „läuferisches Wohnzimmer“. Hier ist mir jeder Meter bestens vertraut. Um Kilometer 11 werde ich von drei Läufern überholt, die wie ein kleiner D-Zug an mir vorbeilaufen. In der Mitte läuft Herr Dr. Jürgen Fritsch, ein Kölner Kardiologe, bei dem ich in diesem Jahr zur Herzüberprüfung war. Er ist neben seinem Beruf als Arzt noch mit Leib und Seele Triathlet. So klein ist ​mal wieder ​die Sportlerwelt! Nach dem Lauf wechseln wir noch ein paar Worte. Ein wirklich netter Kerl dieser Herr Doktor, sowohl in der Praxis als auch privat. Die Herzüberprüfung habe ich damals​ im Rahmen des alljährlichen Gesundheits-Checkups​ als Vorsorge machen lassen. Man kann ja nie wissen. Zum Glück war alles bestens. Den Herrn Doktor kann ich ​übrigens ​nur empfehlen! Wer mal einen guten und vor allem auch sportkompetenten Kardiologen in Köln sucht – Dr. Jürgen Fritsch.

​Für einige Zeit versuche ich an dem kleinen „D-Zug“ dranzubleiben, aber für heute ist mir dieser zu flott unterwegs. Noch ist die Deutzer Brücke zu überqueren, und dafür möchte ich mir ein paar Körner aufsparen. Einige Meter vor mir allerdings läuft noch ein Läufer, den ich noch „einsammeln“ könnte. Also, auf geht’s! Mittlerweile regnet es doch ziemlich stark. Aber die letzten 3km gehen nun auch noch. Vorbei am Hotel Hyatt, dem LVR-Gebäude, ein paar 90°-Kurven und schon kommt die Deutzer Brücke. Noch vor deren Anstieg bin ich an meinem Vordermann vorbei und versuche auch gleich ein paar Meter gut zu machen. Es gelingt und ich habe ca. 20m Distanz zwischen uns gelaufen. Doch allmählich wird es ein klein wenig hart. Dieser letzte Anstieg zehrt noch einmal an den Kräften. Aber dann ist es geschafft. Oben auf der Brücke weiß ich bereits, das wird heute ein richtig gutes Ergebnis. Noch gut 1000m trennen mich vom Ziel. Ab jetzt kann man es rollen lassen. Die Brücke wieder hinunter, zweimal schart rechts herum und dann nur noch geradewegs ins Ziel. Ein bisschen Vorsicht ist allerdings geboten, denn hier gibt es einige Kopfsteinpflasterpassagen, welche durch den Regen sehr rutschig geworden sind. Aber ich kenne auch diesen Streckenabschnitt bestens, denn hier laufe ich fast jedes Wochenende meinen Morgenlauf.

​Nun kann ich das Ziel schon sehen und den Moderator hören. Das gibt noch einmal die finale Motivation. Ich verzichte heute allerdings auf den ganz großen Endspurt, sondern laufe einfach nur zügig durch den Zielkanal und dann über die Zeitnahmematte. Forerunner abdrücken und austrudeln. Ich schaue auf die Uhr – 1:06:01h. Hey – supi – das hat gepaßt! Allerdings wäre ich natürlich bei dieser Zeit gern noch unter 1:06 geblieben, aber ich habe zum Ende hin überhaupt nicht mehr nach der Laufzeit geschaut. Von daher …. – aber gut – egal. Ich kann mehr als zufrieden sein. Es lief wirklich von Anfang an sehr gut.

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Ich begebe mich schnell noch in den Nachzielbereich auf die „Fress-Meile“. Hier gibt es frische Kiwis, Äpfel, Bananen, kleine Energieriegel, Wasser, Kölsch etc. – also alles, was das Läuferherz so begehrt. Ich persönlich belasse es alllerdins bei 2 Bechern Wasser. Kurz noch der erwähnte Plausch mit Dr. Fritsch und dann mache ich mich auf in Richtung Auto. Es regnet nach wie vor und ich möchte, nachdem ich gerade noch so fit geworden bin für den Lauf, nicht direkt doch noch eine richtige Erkältung riskieren. Also Auslaufen bis hoch in die Kölner City, wo mein Auto steht, trockenes Shirt über und ab nach Hause. Frau und Kinder sind noch unterwegs, somit hat der Papa Zeit, sich in Ruhe in die Wanne zu legen. Herrlich!

Fazit: Absolut tolles Event, dieser Brückenlauf! Klasse organisiert vom Anfang bis zum Ende! Und das bei nur 21 Euro Startgebühr, für man sogar noch ein Laufshirt kostenlos dazubekommt! Da stimmt das Preis-Leistungsverhältnis voll und ganz! Auch die Brückenüberquerungen und Treppenläufe passen gut ins Konzept. Das hatte ich mir viel umständlicher und anstrengender vorgestellt. Aber man kann diesen Lauf wirklich gut durchziehen. Es hat Spaß gemacht und wenn es terminlich paßt, bin ich im nächsten Jahr wieder mit dabei.

Was die Platzierung angeht, so bin ich in der Männerwertung 60er von 1731 Startern geworden. Im Gesamtklassement aller Starter/innen belege ich Platz 68 und in der Altersklassenwertung der M40 konnte ich Platz 6 von 252 erlaufen. Nun ist bei mir alles auf den kommenden Halbmarathon in Köln am 14.09.2014 fokusiert. Hier möchte ich in jedem Fall einen Angriff auf meine aktuelle Bestzeit von 1:33:39h starten. Der Brückenlauf hat gezeigt, dass die Form stimmt und gut zwei Wochen Vorbereitung bleiben noch. Der weitere Trainingsplan steht, insofern bin ich optimistisch. Jetzt heißt es locker und vor allem gesund bleiben!

Mit sportlichen Grüßen

Mario

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