My completely private challenge!

Laufbericht: Seek and destroy!

Zugegeben – diese etwas marchialische Überschrift – passt so gar nicht zum entsprechenden Laufevent vom vergangenen Sonntag – dem 22. Kölner Friedenslauf. Aber genau mit dieser Einstellung ging ich an den Start des selbigen. Attacke auf die Bestzeit!

10 Kilometer waren zu laufen und eine sub44min stand zur Pflicht. Meine alte Bestzeit von Ende Juli dieses Jahres lag bei 44:04min und sollte nun fallen. Zudem wollte ich eine möglichst gute Platzierung in meiner AK M35 erzielen, um weitere Punkte im PSD Bank Lauf Cup zu sammeln. Wie schon im letzten Laufbericht geschrieben, war ich ursprünglich überhaupt nicht auf eine aktive Teilnahme an diesem Lauf Cup aus, aber nun, mit bereits zwei guten Altersklassenwertungen, hat mich doch der Ehrgeiz gepackt.

Und so stehe ich am Sonntagmorgen bei sportlichen 4°C, aber traumhaftem Herbstwetter, um 10.00 Uhr am Start. Das Teilnehmerfeld ist überschaubar, eine feste Startaufstellung gibt es nicht, also habe ich mich, wie so meist, irgendwo zwischen Reihe 5 und 10 platziert. Letzte Fotos werden geschossen und dann geht es auch schon los. Die Streckenführung ist relativ simpel und geht vom Gelände der Kölner Zirkusschule direkt hinunter zum Rhein und weiter in Richtung Bastei, wo das Feld zum ersten Mal bei KM2 wendet. Anschließend das Ganze retour und weiter am linken Rheinufer entlang bis auf Höhe des Niehler Containerhafens. Wende bei KM7 und wieder zurück bis zum Start, welcher gleichermaßen dann zum Ziel wird. So gesehen, eine schön zu laufende Strecke, die mir aus vielen Trainingsläufen und Radausflügen bestens bekannt ist. Einziger Knackpunkt, wie so oft am Rheinufer, die doch recht steife Brise, welche dem Läuferfeld auch an diesem Sonntag ordentlich entgegenwehen sollte.

Kurz nach dem Start habe ich schnell mein für diesen Lauf vorgesehenes Tempo von 4:15 – 4:20min/km gefunden. Bis zur ersten Wende läuft alles nach Plan. Danach wird es etwas schwieriger, da sich das Feld mittlerweile sehr auseinandergezogen hat und ich nun allein gegen den Wind laufe. Hier muß ich doch schon ordentlich pacen, um nicht jetzt schon zu viel an Boden zu verlieren. Aber der Schnitt bleibt im Normbereich und nur das zählt.

So geht es weiter bis zur zweiten Wende bei KM7. Zwischendurch wurde ich noch von einem kleinen „Lauftrupp“ überholt, jedoch schien es mir, als wenn sich dessen Teilnehmer gut kannten und relativ geschlossen eine gleiche Pace laufen wollten. Für einen Moment überlegte ich mir mitzugehen, allerdings war mir das Tempo dann doch etwas zu hoch, gemessen an der noch zurück zu legenden Strecke. Also lieber allein weiter.

Doch nach dem zweiten und letzten Wendepunkt versuchte ich dann auch noch einmal Gas zu geben. Noch 3000 Meter waren nun zurück zu legen – jetzt hieß es, alles oder nichts. Und so rannte ich quasi gegen die Uhr. Rechnerisch war eine neue Bestzeit allemal drin – also jetzt bloß nicht schlapp machen. Feuer!

Kilometer 8 und 9 erledigten sich relativ zügig und ich konnte sogar noch einen bis dahin ca. 200 Meter vor mir gelegenen Läufer einsammeln. Ab KM 9 war dann schon das Ziel zu sehen und zu hören. Eine kleine Zuschauergemeinde säumte den Streckenrand an der Einbiegung zum Zieleinlauf. Jeder bekam ordentlich Beifall. Klasse! Vor mir war niemand erreichbares mehr, hinter mir drohte auch keine „Gefahr“. Und so lief ich quasi im Alleingang auf die Zielgerade und mit 43:21min über die Ziellinie. Yeeeehaaaa! 43 Sekunden gegenüber dem letzten Mal rausgelaufen – das passt für heute! Vielleicht wäre das eine oder andere Sekündchen bei weniger Wind noch drin gewesen, aber gut, „vielleicht …. wenn …. eventuell ….“ – im Endeffekt zählen nur Fakten.

Foto: Kay Engelhardt

Der Rest ist schnell erzählt. Nach dem Zieleinlauf lief ich direkt weiter auf den angrenzenden Parkplatz zu meinem Auto. Da ich trotz der recht kalten Temperaturen komplett kurz gelaufen war, wollte ich mir nun schnell die langen Sachen wieder überziehen. Dann noch einmal zurück zum Start-/Zielbereich, um die offizielle Laufzeit bestätigt zu bekommen. Okay – alles gut. Zurück zum Auto und ab nach Hause. Auslaufen, Dehnen, Duschen und Essen. Der Restsonntag gehörte natürlich wieder der Familie und wurde gemeinsam bei herrlichem Herbstwetter im Leverkusener Neuland-Park verbracht.

Zum Laufevent selbst kann ich sagen – alles sehr gut organisiert und durchgeführt. Prima – das hat Spaß gemacht! Wenn’s im nächsten Jahr passt, bin ich mit Sicherheit wieder am Start.

Mit meiner 43:21min belegte ich am Sonntag den 38. Rang im Gesamtklassement von 114 Teilnehmern, und Platz 5 von 12 in der AK M35. Im PSD Bank Lauf Cup konnte ich mich damit von Platz 20 auf Platz 7 verbessern.

Der nächste Wertungslauf steht nun schon bereits am kommenden Sonntag, 23.10.2011 mit dem Refrather Herbstlauf an. Hier werde ich wieder über die 10km-Distanz an den Start gehen. Mal schauen, ob es wieder zu einem richtig schnellen Lauf reicht …. 😉

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15 Antworten

  1. Whao, das ist ja klasse. Du brichst in diesem Herbst wohl eine Bestzeit nach der anderen! Herzlichen Glückwunsch dazu!
    Schön zu lesen, dass du dich danach auch gleich „versorgst“ und kein Risiko eingehst. Bei den Temperaturen hat man sich ja in Windeseile eine Erkältung eingefangen. Dein Halskratzen scheint ja dann doch nichts Ernstes gewesen zu sein!?

    17/10/2011 um 17:16

    • Danke! Naja – irgendwann ist der „Bestzeitenrausch“ auch wieder vorbei. Im Moment läuft es gut – aber die Luft nach oben wird natürlich zunehmend dünner.

      Das Halskratzen konnte ich gerade noch so mit erhöhter Vitaminzufuhr und Meditonsin abwimmeln. Zum Glück!

      18/10/2011 um 22:55

  2. Sag‘ ich doch, Schlag auf Schlag, es läuft wie geschmiert, freue mich für dich, und demnächst schon wieder der nächste Versuch, wo soll das hinführen ? Herzlichen Glückwunsch !

    P.S. Meine Bestzeit lag bei 42:04, da war ich allerdings ein paar Jährchen jünger als jetzt, aber ich erinnere mich genau, es war ein hartes Stück Arbeit, seitdem laufe ich nur noch lange Kanten !! 🙄

    viel Glück für den nächsten Kampf ! 8)

    17/10/2011 um 17:45

    • Danke, Margitta!

      Kommenden Sonntag heißt es noch einmal „Attacke“! Die Strecke ist gut, flach und vor allem überwiegend windgeschützt. Das Wetter soll auch gut werden. Also noch einmal Angriff! 😉

      42:04min – Respekt! Ja – die 10km-Distanz ist einerseits eine dankbare Strecke, kann aber andererseits sehr undankbar sein. Fehler werden da kaum verziehen.

      18/10/2011 um 23:01

  3. Gratuliere!
    Tolle Zeit und es ist doch super wenn du dein Eindruck hast, dass du ohne Wind usw. schneller hättest sein können. So hast du schon beim nächsten Lauf die Möglichkeit auf eine noch schnellere Zeit 🙂

    Gute Erholung und viele Grüsse aus Bern
    Hugo

    17/10/2011 um 20:07

    • Danke, Hugo!

      Ja – das stimmt einerseits schon, aber ich bin kein Freund von dieser „Schönrederei“. Klar – ohne Wind wäre es um einiges einfacher gewesen, aber es ist, wie es ist.

      Trotzdem bin ich natürlich zufrieden. Man muß auch realistisch bleiben.

      Grüße aus Cologne (Germany) 😉
      Mario

      18/10/2011 um 23:04

  4. Mann, Mann, Mann – wo Supermario auftaucht, wächst kein Gras mehr.
    Bei jedem Lauf eine neue PB – da hat sich das Training diesen Sommer ja gelohnt.

    Gehst du dann nächsten Sonntag direkt die SUB43 an?

    18/10/2011 um 10:25

    • Ach komm – hör auf! 😉 Danke!

      Ja – das Training hat sich wirklich gelohnt. Es ist wirklich das Beste, wenn Du für all die abendliche Ackerei am Ende den Erfolg verbuchen kannst! Dann weißt Du, warum Du das alles machst!

      Sonntag sub43min – nun ja – sagen wir mal so, der Plan ist, bis KM5 eine 4:20er Pace zu verwalten und dann in der zweiten Hälfte das Tempo hochzuziehen. Mal schauen, ob’s gelingt ….

      18/10/2011 um 23:09

  5. Ähm, soll ich Dir jetzt schon gratulieren oder lieber bis nächsten Sonntag warten? 😉 Jupp, den hast Du noch ordentlich mitgenommen und wenn Du fit bleibst, dürfte da auch noch ein Quäntchen rauszuquetschen sein, hm? Dennoch jetzt schon: Glückwunsch!

    18/10/2011 um 12:20

    • Danke! Und – nein – sollst Du nicht! 😉

      Jeder Wettkampflauf ist eine ganz neue Herausforderung, die ich annehmen will. Bloß keine Überheblichkeit!

      Sonntag wird zwar wieder zum „Angriff geblasen“, aber abgerechnet wird auch wieder erst hinter der Ziellinie. 😉

      18/10/2011 um 23:12

  6. Kai

    Super Mario, da kann man ja nur gratulieren!

    Ich habe Deinen Rekord-Zieleinlauf auf zwei Beweisfotos festgehalten, schicke ich Dir gleich rüber.

    Viel Erfolg weiterhin, viel Spaß am Sonntag im Königsforst und im PSD Bank Köln Cup. Schön, dass Du dabei bist, wir sehen uns…

    Kai

    18/10/2011 um 13:42

    • Danke Kai! Freut mich!

      Ein Foto ist auch direkt eingearbeitet.

      Schauen wir mal, was in der Cup-Wertung noch geht …. 😉

      Bis zum nächsten Mal!

      Mario

      18/10/2011 um 23:15

  7. Ich möchte Dir ganz herzlich zu der neuen Bestzeit gratulieren, 43:21 ist eine fantastische Zeit. Für nächsten Sonntag wünsche ich Dir viel Spaß. Vielleicht gibt es dann schon die nächste Bestzeit. 🙂

    Freundliche Grüße
    Bernd

    18/10/2011 um 13:52

    • Danke, Bernd!

      Mal schauen, was Sonntag geht …. 😉

      18/10/2011 um 23:16

  8. Im Augenblick scheint alles zu passen. Genieße es!
    Klasse Lauf und natürlich Klasse Zeit!
    Glückwunsch.

    20/10/2011 um 19:45

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